Der Aufschneider

Von Tomate bis Schinken: Test des Allesschneiders Ritter E 16

Große Mengen Brot, Wurst oder Schinken lassen sich am schnellsten mit einem Elektrogerät sauber und gleichmäßig aufschneiden. eKitchen-Autor Gerald Sinschek hat den Allesschneider Ritter E 16 für sich arbeiten lassen.

Datum:
Ritter E 16 Brotscheiben

Der Allesschneider Ritter E 16 ist für Brot, Gemüse, Käse, Wurst und Schinken geeignet.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Allesschneider Ritter E 16 liefert in diesem Test bei allen Lebensmitteln ein befriedigendes bis gutes Ergebnis. Die gewählte Schneidstärke verändert sich während der Arbeit nicht und der Schlitten gleitet ruckelfrei über die Führung. Der große Einstellbereich von etwa einem bis zu ca. 20 Millimetern genügt uns für alle Produkte. Das mit vier Gummifüßen standfeste Gerät liefert fast durchgehend sauber geschnittene und dünne Scheiben, der gekippte Schlitten erhöht dabei den Anpressdruck und sorgt dafür, dass sich die fertigen Scheiben besser vom Motorgehäuse lösen. Das Messer ist gut geschützt. Die Reinigung allerdings ist teilweise sehr mühsam und eine Kindersicherung am Betriebsschalter wäre ein gutes Feature.

Pro

  • Fast durchgehend gute Schneidergebnisse
  • Sicherer Stand
  • Großer Einstellbereich der Schnittstärke
  • Dauerschalter
  • Schräger Schlitten

Kontra

  • Etwas mühsame Reinigung
  • Schneidergebnisse nicht immer perfekt

Allesschneider Ritter E 16

Bei manchen Menschen will das Brotschneiden einfach nicht gelingen: Keilförmige Kniften sind die Folge, die auf dem Teller weder schön aussehen noch angenehm zu essen sind. Und selbst Messervirtuosen haben mit anspruchsvollen Lebensmitteln, die hauchdünn aufgeschnitten am besten schmecken, manchmal ihre Probleme. Ein elektrischer Allesschneider wie der Ritter E 16 (keine UVP, ca. 70 Euro), hier in der Ausführung „Duo Plus“ mit einem zusätzlichen glatten Schinkenmesser (keine UVP, ca. 100 Euro), könnte die Lösung sein!

Ausstattung des Allesschneiders Ritter E 16

Das rund drei Kilogramm schwere und nicht klappbare Gerät mit dem Abmessungen 22,5x23,0x33,5 Zentimeter hat eine Leistungsaufnahme von 65 Watt. Vier Gummifüße sollen es sicher auf dem Untergrund halten, das 130 Zentimeter lange Stromkabel mit Depot in jedem Fall zur nächsten Steckdose reichen. Standfuß, Schlittenführung und Andruckplatte sind aus Metall gefertigt, das Motorgehäuse und die Messerabdeckung aus Kunststoff. Die Schnittstärkeverstellung erfolgt stufenlos mit einem großen Knauf etwa in dem Bereich von 1 bis 20 Millimeter. An der Oberseite der Maschine befindet sich der Betriebsschalter (ohne Sicherung) mit den Positionen Off/Dauerbetrieb/Momentbetrieb. Das gut geschützte Rundmesser lässt sich einfach mithilfe einer Münze abschrauben, die Antriebszahnräder von Motor und Messer sind wie der Schlitten, der Restehalter und die Auffangschale aus Kunststoff hergestellt.

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So schneidet der Allesschneider

Drei Tage altes und entsprechend hartes Krusten-Graubrot, Tomaten, Zwiebeln, Möhren und Käse wollen wir mit der Wellenklinge in gleichförmige und appetitliche Scheiben schneiden. Das große Brot findet auf dem Schlitten gut Platz, mit der Einstellung 10 (etwa 10 Millimeter) schneidet der Apparat bei niedriger Drehzahl nicht zu schnell gleichmäßige und glatte Scheiben. Durch die Form des Motorgehäuses werden die an der linken Geräteseite zwar recht stark gebogen, brechen tun sie bei diesem Brot aber nicht. Auf Stufe 3 wollen wir jetzt das Gemüse und den Käse sauber aufschneiden: Das klappt alles gut, die gewählte Schneiddicke verstellt sich nicht von alleine und der Schlitten fährt ruckelfrei in seiner Führungsschiene. Die Auffangschale lässt sich beliebig weit aus dem Geräteboden ziehen, sodass neben eventuell entstehenden Krümeln auch die Scheiben der Lebensmittel komplett aufgefangen werden. Der Dauerbetrieb eignet sich für größere Mengen gut, länger als 10 Minuten am Stück sollte er aber nicht verwendet werden, da ansonsten der Motor zu warm werden könnte.
Jetzt der Messerwechsel: Für Fleisch, Schinken und Wurst empfiehlt der Hersteller die glatte Klinge. Mit einer Münze ist die Sicherungsschraube schnell gegen den Uhrzeigersinn gelöst und das Wellenmesser abgenommen. Wenige Sekunden später ist das Gerät wieder einsatzbereit. Die harte Salami lässt sich auf Stufe 1,5 wunderbar fein aufschneiden – je dünner die Scheiben sind, desto mehr Fläche entsteht und desto mehr Aroma wird freigesetzt. Auch beim Schinken klappt das mit derselben Stufe gut, allerdings bleibt an der Speckschicht immer etwas Fett stehen – egal, ob wir das Schinkenstück mit dem weichen Speckteil oder mit der harten Räucherkruste zuerst zu der Klinge schieben.
Bei der Reinigung wird es fummelig: Am unteren Rand des Messers finden sich im Gehäuseboden so viele Winkel und Ecken, dass man nur mit einem Spüllappen bewaffnet nicht weit kommt. Hier ist ausgiebiges Prökeln mit einem Zahnstocher oder Ähnlichem erforderlich, um das Gerät gründlich von Lebensmittelresten zu befreien!

Allesschneider Ritter E 16

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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