Das ist ja uuuuunglaublich!

Neue Version der TV-Shopping-Legende: Nicer Dicer Magic Cube

Unter TV-Shopping-Sehern ist der Nicer Dicer ein guter Bekannter. Nun gibt es den neuen Magic Cube. Wir haben das Schnittsystem ausprobiert und die Grenzen ausgelotet.

Datum:
Nicer Dicer Magic Cube

Nicer Dicer Magic Cube – „scharfes Teil” trifft es ganz gut.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Wenn Obst, Gemüse, Käse und Wurst erstmal vorbereitet sind, ist das Zerschneiden mit dem Nicer Dicer Magic Cube ein Klacks. Allerdings sind Sie immer auf die Schnittdicke der Einsätze angewiesen. Wer beim V-Hobel dickere oder dünnere Scheiben will, hat keine Wahl. Dank Gummiecken steht der Quader sicher, allerdings könnte die Verarbeitung im Detail noch besser sein. Die Messer und das Schnittergebnis überzeugen aber. Allerdings ist manchmal schon etwas Kraftaufwand nötig, um eine rohe Kartoffel in Pommes zu verwandeln. Und kurz unter fließend Wasser halten reicht für die Reinigung auch nicht. Für kleine Portionen putzt man hinterher länger, als man schnibbelt. Die Auffangschale passt optimal ins Gerät und verfügt über einen praktischen Deckel.

Pro

  • Vielseitig
  • Gutes Schnittergebnis
  • Schnelles Arbeiten
  • Praktische Aufbewahrungsbox
  • Robustes Gehäuse
  • Sicherer Stand

Kontra

  • Vorgegebene Schnittstärken nicht einstellbar
  • Reinigung nicht immer ganz einfach
  • Bisweilen hoher Kraftaufwand

Nicer Dicer Magic Cube

Man kennt diese unnötig hysterischen Warnungen wie „dieser Fön ist nicht für die Badewanne geeignet” oder „kochendes Wasser bitte nicht über ihre Kinder gießen“. Man neigt dazu, diese Warnungen zu ignorieren, weil schon der gesunde Menschenverstand für die Einhaltung sorgt. So erging es uns auch beim Nicer Dicer Magic Cube und der Warnung „Achtung! Scharfe Klingen! Verletzungsgefahr!”. Nehmen Sie das ernst! Von vier am Test beteiligten Daumen kamen nur zwei unversehrt davon. Den ersten Warnschuss gab es beim Auspacken, die Erinnerung beim Einpacken. Der Nicer Dicer ist also wirklich scharf und er bestraft unvorsichtige Anwendungsfehler umgehend.
Nicer Dicer Magic Cube

Wir hatten das 12-teilige Set zum Ausprobieren in der Redaktion. Dabei ist eine Bedienungsanleitung mit kleinem Rezeptteil mit 33 Rezepten (Suppen, Salate, Vorspeisen & Dips, Hauptgerichte, Süßes).

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Der Nicer Dicer ist eine TV-Shopping-Legende. eKitchen hat den neuen Magic Cube ausprobiert und zeigt, was er aushält und wie man es nicht machen sollte.

„Nicer Dicer Macic Cube Set 12tlg.”

Der Nicer Dicer ist ein Quader, bei dem alle vier Längsseiten eine andere Funktion übernehmen. Das Gerät ist bis auf den Rahmen weitgehend in seine Einzelteile zerlegbar. Das hilft bei der Reinigung. Ein durchdachtes Detail ist der optimal passende Auffangbehälter, den Sie unter dem ausgewählten Schneidwerkzeug platzieren. Wenn genug gestiftet, gehobelt oder gediced wurde, können Sie einfach den passenden Deckel aufclipsen. Es gibt einen V-Hobel samt Restehalter, eine grobe Reibe und eine feine Julienne-Reibe. Alle Reiben haben eine Sicherungsabdeckung für die Zeit, in der sie nicht gebraucht werden. Dann gibt es noch die Spiral-Einsätze mit glatter und gewellter Klinge für Spirelli. Im Prinzip ein Anspitzer mit einem Durchmesser von bis zu 6 cm. Passend dazu gibt es einen Einsatz für den Magic Cube. Dann stellen Sie den Auffangbehälter darunter und verarbeiten etwa die Zucchini zu Gemüsespaghetti.
Nicer Dicer Magic Cube

Ganz dicht? Fast. Wir haben den Auffangbehälter mit Wasser gefüllt und mit dem Deckel verschlossen. Kopfüber tropfte es ein wenig. Für Gemüse und Obst und der Aufbewahrung im Kühlschrank ist der Behälter aber allemal dicht genug.

Vorbereitung. Dann wird gediced!

Das Highlight sind aber die beiden Gittermesser mit 6 und (Moment, ich mess am Daumen noch einmal nach) 12 mm Abstand. Das Prinzip geht so: Gemüse oder Obst auf das Gitter auflegen und von oben den Deckel zuklappen. Passende Stempel drücken das Schnittgut soweit durch, dass es unten in den Auffangbehälter fällt. Was man im Fernsehen nicht so wahrnimmt: Natürlich ist dieser Vorgang nicht ohne Vorbereitung möglich. Äpfel sollten halbiert und entkernt sein, Bananen und Zwiebeln müssen Sie schälen, Eier obendrein kochen. Wenn Sie Pommes machen, müssen Sie die Kartoffeln schälen. Die Zutaten dürfen allerhöchstens 70 mm lang sein. Je dicker, desto mehr Kraft brauchen Sie beim Durchdrücken. Die Vorbereitung dauert viel länger, als das Stiften selbst. Stiften, nicht würfeln, denn entgegen der Abbildung auf dem Rezeptheft kommen natürlich keine Würfel, sondern Quader heraus, deren Länge sich danach richtet, was Sie auflegen. Mit etwas mehr Vorbereitung zaubern Sie also auch haufenweise Würfel mit 6 oder 12 mm Kantenlänge. Halbierte Zwiebeln verwandeln Sie in der Zeit, in der Sie „Zack” sagen, in Würfel. Äpfel, Gurken, Bananen, Zitronen, Kartoffeln, ... mit einem beherzten Druck auf den Deckel wird alles durch die Gitter gedrückt und zerschnitten.

Steht sicher und schneidet sauber

Der Rahmen des Magic Cubes ist an allen Ecken gummiert und steht sicher auf der Arbeitsplatte. Wenn man ihn so benutzt, wie es angedacht ist, kann man mit ihm sauber arbeiten. Selbst bei Tomaten und ganzen Äpfeln gab es erstaunlicherweise keine Spritzer. Das spricht dafür, dass geschnitten und nicht gequetscht wird. Gut, der Restehalter für den V-Hobel bekommt nicht gerade einen Sonderpreis für die Qualität. Er tut aber seinen Job, wenn man ihn richtig einsetzt und man sollte nie auf ihn verzichten, wenn man an seinen Fingerkuppen hängt. Falls mal etwas im Schnittgitter liegen oder hängen bleibt: Drücken Sie es niemals mit bloßen Händen durch, auch nicht ein klein bisschen bei der Reinigung! Das Wechseln der Einsätze ist einfach, die Schutzabdeckungen der Reiben sitzen etwas locker. Im Test ist aber eher der ganze Einsatz herausgefallen, als die Schutzabdeckung. Sehr solide wirkt der Verschlussdeckel für den Auffangbehälter.
Nicer Dicer Magic Cube

Knack. Ob es die ganze Zwiebel mit Schale oder die Süßkartoffel war können wir nicht mehr genau nachvollziehen. Unsere unangemessen grobe Behandlung hat das Reinigungsgitter nicht unbeschadet überstanden.

Erstaunlich robust

Probleme hatten wir im Praxistest nur bei ungeeigneten Sachen, wie der ganzen Zwiebel oder steinharten Süßkartoffeln. Wobei man dem Magic Cube zugute halten muss, dass er die Süßkartoffel letztlich sogar geknackt hat, obwohl wir erwartet hatten, dass wir den Deckel abbrechen, so wie wir drücken mussten. Außerdem ist es kaum verwunderlich, dass der Nicer Dicer nicht schneiden kann, wenn man etwas auflegt, was größer ist, als die Schnittfläche. Dann schneidet man nicht, sondern quetscht nur am Rand. Das erklärt, warum das große Stück Paprika im Video so störrisch ist, obwohl der Magic Cube Paprika eigentlich locker schneidet. Selbst der Zirtonenkuchen wäre durchgegangen, wenn das große Stück nicht über die Schnittfläche hinaus gegangen wäre. Letztlich waren wir überrascht, wie gut das Gerät unsere Behandlung weggesteckt hat. Bei der Reinigung fanden wir lediglich eine angebrochene Kante am Kunststoffgitter, welches dafür sorgt, dass man die Stempel, die das Schnittgut durch die Gitter drücken, leichter reinigen kann. Außerdem ist der eine Stempel öfter herausgefallen und man musste ihn wieder einclipsen. Die andere Stempelseite ist fest mit dem Deckel verbunden.

Wer macht das jetzt sauber?

Wenn Sie nur Gurken, Äpfel oder Kartoffeln schneiden, sind die Teile schnell abgespült. Wenn Sie sich daran halten, dass das Schnittgut nicht größer als die Schnittfläche ist, geht auch die Paprika durch. Bei fettigen Sachen wie Käse oder Wurst ist es mit fließendem Wasser natürlich nicht getan. Der Nicer Dicer ist laut Hersteller spülmaschinengeeignet. Gleichzeitig empfiehlt er das Reinigen per Hand. Klar, scharfe Messer soll man ja auch nicht in den Geschirrspüler geben. Unser Tipp: Reinigen Sie die Klingen von Hand und packen Sie die Kunststoffteile in den Geschirrspüler. Und noch ein Tipp: Verzichten Sie auf das Dicen von Zitronenkuchen und vergewissern Sie sich immer, dass der Auffangbehälter richtig herum eingesetzt ist.

Nicer Dicer Magic Cube

Michael Huch

von

Redakteur und Content Manager, interessiert sich für Technik und mag Dinge, die den Alltag erleichtern. Egal ob unterwegs, im Garten oder der Küche.

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