Holz, Glas oder Kunststoff

Welches Schneidebrett darf's denn sein?

Die Auswahl an Schneidebrettern ist riesig: Aus Holz, Glas, Kunststoff oder sogar Stein bieten die flachen Küchenhelfer sehr unterschiedliche Eigenschaften. Letztlich spielen bei der Wahl der Schnippelunterlagen aber auch persönliche Vorlieben eine Rolle.

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Koch mit Schneidebrett

Viele Hobbyköche geben schönen Schneidebrettern aus Holz den Vorzug.

Wie Messer, Topf und Pfanne sind Schneidebretter bei jedem Küchenabenteuer dabei. Kräuter hacken, Fleisch parieren oder Hühnerschenkel entbeinen – ohne eine geeignete Unterlage läuft bei den Vorbereitungen zu einem köstlichen Essen nichts.

Welches Schneidebrett wofür?

Die Auswahl ist groß: In Form, Farbe, Gewicht und Material unterscheiden sich die Unterlagen enorm. Und auch die jeweiligen Eigenschaften sind nicht gleich. Schneidebretter aus Glas nehmen zwar beispielsweise keine dauerhaften Verfärbungen und Gerüche durch Zwiebeln oder Rote Bete an, dafür zerspringen sie beim Abflug von der Arbeitsplatte auf den Steinboden der Küche mit hoher Wahrscheinlichkeit in tausend Stücke. Einerseits lässt die harte Oberfläche Messer schneller stumpf werden, andererseits nutzt sie sich nicht ab und ist schnell und einfach zu reinigen. Dafür sind Glasunterlagen im Gegensatz zu dicken Holzbrettern bei vergleichbarer Größe oft etwas leichter. Gewichtsmäßig sind Kunststoffbretter unschlagbar.

Galerie: Übersicht: Zehn beliebte Schneidebretter

Wie haltbar sind die Bretter?

Die Frage nach der Haltbarkeit ist auch eine Frage nach dem Umgang mit den Küchenutensilien. Allerdings nutzen Bretter aus Kunststoff oder Holz nach Tausenden Schnitten und Hackattacken an der Oberfläche deutlich sichtbar ab. Bei Holzbrettern kann sich zudem die Verleimung lösen. Sind die Kratzer zu tief, können sich Keime und Bakterien hier verstecken und gedeihen. Eine gründliche Reinigung ist dann nicht mehr möglich, das Schneidebrett ein Fall für die Tonne.

Wie halte ich die Bretter sauber?

Bei gründlicher manueller Reinigung mit heißem Wasser (wenn möglich 60°C) und Spülmittel gibt es hinsichtlich der Hygiene zwischen Holz und Kunststoff keine Unterschiede. Plastik- und Glasbretter haben aber den Vorteil, dass sie in der Regel auch in den Geschirrspüler können. Holz verträgt das nicht so gut.
Bei der Zubereitung unterschiedlicher Lebensmittel sollten sie darauf achten, Gemüse, das zum Beispiel nicht vollständig durchgegart wird, nicht auf demselben Brettchen wie etwa das Hühnerfleisch zu schneiden. Lässt es die Auswahl der Schneidebetter nicht anders zu, sollten sie einen gründlichen Zwischenreinigungsgang einlegen. So werden Bakterien von potenziell belastetem Geflügel nicht auf andere Lebensmittel übertragen. Idealerweise steht für jede Lebensmittelart eine spezielle Zubereitungsunterlage zur Verfügung. Manche Hersteller liefern ein solches System gleich im Viererset (siehe Galerie).

Galerie: Schneidebretter mit raffinierten Zusatzfunktionen

Spezial-Schneidebretter

Die Ideenvielfalt der Hersteller macht Lust auf eine ganze Batterie bunter und edler Schneidebretter: Praktische Teile, die sich dank doppelter Falzung zu einer Schütte knicken lassen, damit beim Umfüllen in Topf oder Pfanne nichts danebengeht, sind ebenso interessant wie dicke Holzbretter mit integrierter Messerschublade. Ab 800 Euro gibt es sogar Schneidebretter mit umlaufender Saftrinne und Auffangschublade aus Flugzeugaluminium. Die Auswahl ist nahezu grenzenlos.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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