Wie frisch geschnitten

Lifehack: So werden Äpfel nicht mehr braun!

Obst ist lecker und gesund. Umso mehr nervt es, wenn der frisch geschnittene Apfel gleich braun wird. Das ändert zwar nichts am Geschmack, sieht aber unschön aus. Hier ist die Lösung!

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Geschnittene Äpfel

Noch sehen sie knackig und frisch aus: Äpfel oxidieren besonders schnell und werden braun.

Gerade am Arbeitsplatz ist es oft schwer, sich gesund zu ernähren. Apfelspalten oder Bananenscheiben bieten sich als idealer Energiekick für Zwischendurch an, liefern wertvolle Vitamine und machen satt. Besonders attraktiv ist der frische Snack aber nicht mehr, sobald die Oxidation einsetzt: Reagieren die Zellen der Früchte mit der Luft, verfärben sie sich bräunlich. Das schmeckt man zwar nicht, es hat auch keine Auswirkungen auf die Gesundheit des Obstes – schön und lecker ist aber anders. Kein Wunder also, dass es inzwischen gentechnisch veränderte Äpfel gibt, die nicht braun werden.

Lifehacks für optische Frische

Es gibt aber Möglichkeiten, natürliches, geschnittenes Obst lange frisch aussehen zu lassen:

1. Zitronensaft

Apfel mit Zitronensaft

Zitronensaft schmeckt frisch und ist gesund. Als starkes Antioxidans lässt er andere Früchte lange frisch aussehen.

Die Reaktion des Obstes mit der Luft, die Oxidation, ist Schuld an den unerwünschten Verfärbungen. Beträufelt man seine Apfel-, oder Banenscheiben mit einem Antioxidationsmittel, wie es Zitronensäure ist, wird der Vorgang gestoppt. Eine mittlere Zitrone reicht für etwa ein Kilogramm Obst. Gerade bei Salaten bietet sich diese frisch-fruchtige Variante an. Auch Konzentrat funktioniert. Alternativen zur Zitrone: Limetten, gelöste Ascorbinsäure oder Orangensaft.

2. Salzwasser

Apfel mit Salz

Keine Angst vor Salz: Bei Bedarf einfach kurz abspühlen. Im Normalfall nehmen Äpfel den Geschmack nicht an.

Salzwasser klingt im ersten Moment nicht wie etwas, das man an seinem frischen Obst schmecken möchte. Tut man auch nicht: Denn etwa 5 Minuten in leichtem Salzwasser eingelegtes Obst nimmt den Geschmack nicht nachhaltig an – bleibt aber gelblich frisch. Ein halber Teelöffel Salz, gelöst in einem Liter Wasser reicht aus, um das natürliche Konservierungsmittel wirken zu lassen. Vor dem Servieren abspülen kann aber nicht schaden, um etwaige Rückstände zu beseitigen. Alternativ kann man das Obst auch direkt in einer flachen Schale mit salzigem Wasser bereitstellen.

3. Luftdicht verpacken

Apfel mit Gummiband

Perfekt für den Weg zur Arbeit: Mit Gummibändern wird der geschnittene Apfel fixiert. Bis zur nächsten Zwischenmahlzeit bleibt er so frisch.

Wo keine Luft ran kommt, kann auch nichts oxidieren. Eine simple Brotdose bringt hier leider kaum etwas: Zu viel Sauerstoff kommt an die geschnittenen Früchte. Deutlich besser: Frischhaltefolie. Die ist aber leider nicht besonders nachhaltig. Stattdessen gibt es einen Trick, der zumindest beim Transport dabei hilft, Äpfel frisch zu halten. Und dafür braucht man lediglich ein Gummiband. Einmal aufgeschnitten wird der Apfel sofort wieder in seine ursprüngliche Form zusammengedrückt und mit dem Band fixiert. So kann keine Luft an das anfällige Innere kommen – bis zur erneuten Entfaltung bleibt der Apfel frisch und knackig.

Richtige Lagerung für jede Frucht

Wenn das Obst schon braun oder runzelig ist, bevor Sie es aufschneiden, hat das wahrscheinlich mit einer falschen Lagerung zu tun. Das sollten Sie sich merken:
  • Lagern Sie Äpfel und Tomaten separat. Diese Früchte geben besonders viel Ethylen ab. Das ist ein Stoff, der andere Pflanzen schneller reifen und verderben lässt.
  • Beachten Sie die ursprünglichen Klimazonen der Früchte! Mangos oder Bananen sind warme Temperaturen gewohnt: Sie gehören zu Lebensmitteln, die lieber nicht in den Kühlschrank sollten.
  • Fast immer gilt: Je frischer desto besser! Wenn Obst zu lange lagert, verliert es Nährstoffe und verdirbt.
Wie gesagt: Äpfel schmecken auch noch, wenn sie etwas braun geworden sind. Und es gibt ja immer noch weiterverarbeitende Rezepte, beispielsweise für Apfelkuchen, Apfelmus oder frische Smoothies.

Apfelschneider

Erik J. Schulze

von

Fast Food und gesunde Ernährung sind nicht miteinander vereinbar? Mit etwas Kreativität und den richtigen Gadgets können auch Freunde der schnellen Küche mit einem guten Gefühl im Bauch zuschlagen.