Bratalarm!

Bratpfanne mit Sensor: Tefal My Cooking Guide im Test

Wie viel Hitze muss meine Kochplatte für ein scharf angebratenes Steak liefern? Und wann ist es zu heiß und wann zu kalt im Pfannenboden? Die Sensorpfanne Tefal My Cooking Guide soll die Temperaturentwicklung genau überwachen und die passende Anleitung zur gewählten Garmethode liefern. eKitchen hat sich optisch und akustisch leiten lassen.

Datum:
Tefal Sensorpfanne

Die Bratpfanne My Cooking Guide von Tefal führt mit einem Sensor durch verschiedene Garvorgänge.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Für Anfänger am Herd, die erste Gehversuche mit unterschiedlichsten Speisen und Temperaturanforderungen machen, ist die Sensorpfanne My Cooking Guide von Tefal eine große Hilfe. Die leichte und antihaftbeschichtete Pfanne ist handlich und liefert sehr gute Bratergebnisse, die drei Sensoreinstellungen überfordern auch Einsteiger nicht und führen zumindest bezüglich der Temperatureinstellung eindeutig durch den Garprozess. Die Gardauer allerdings bleibt ein Erfahrungswert oder erfordert detaillierte Anleitungen oder Ratgeber, hier kann die Pfanne nicht helfen.

Pro

  • Gute Antihaftbeschichtung
  • Geringes Gewicht
  • Einfach zu bedienender Sensor

Kontra

  • Geringe Hitzespeicherung
  • Sensorprogrammierung etwas extrem

Tefal My Cooking Guide

Wie heiß ist heiß? Was bedeutet „mittlere Temperatur“? Und welche Stufe an der Herdplatte liefert nur wenig Hitze, um zum Beispiel ein Omelette sanft zu garen? Für wenig erfahrene Hobbyköche auf dem langen Weg zum Profiamateur gibt es jetzt einen Gehilfen in Form einer Sensorpfanne, die sowohl mit optischen wie auch akustischen Signalen den Garvorgang unterschiedlichster Speisen überwacht: Tefal hat mit der Bratpfanne „My Cooking Guide“ (28 cm; 99,99 Euro UVP) ein Gerät entwickelt, das sich auf die drei Garmethoden Schmoren oder Köcheln, gleichmäßiges Durchbraten und scharfes Anbraten programmieren lässt.

So funktioniert die Tefal My Cooking Guide

Im Boden der leichten und in unserem Test 28 Zentimeter großen, antihaftbeschichteten Alupfanne mit hohem Rand befindet sich eine magnetische Edelstahlplatte wodurch sich das Kochgeschirr für alle Herdarten inklusive Induktion eignet. Außerdem ist hier auch der Temperatursensor eingebettet, der seine Informationen an zwei Kontakte im Griff weitergibt. Am Ende des Griffes steckt der eigentliche Clou: Ein kleines abnehmbares Elektromodul mit Display ist der eigentliche Küchenhelfer. Richtig im Griff eingeklickt und angeschaltet lässt es sich mit nur einem Knopf auf die gewünschte Garmethode einstellen. Dann zeigt es im weiteren Verlauf auf der Herdplatte drei Temperaturzustände an: Blau für zu kalt, Grün für ok und Rot für zu heiß. Ist die Pfanne zu warm, ertönt ein durchdringendes Piepsignal als Warnung. Auch der Wechsel zu den jeweiligen Temperaturstufen wird akustisch signalisiert.

Galerie: Pfanne mit Sensor: Tefal My Cooking Guide im Test

Tests in Blau-Grün-Rot

Neun Temperaturstufen bietet die vom Durchmesser her passende Ceranplatte meines Kochfeldes, ich wähle für ein langsam zu garendes Omelette Stufe vier, im Modul aktiviere ich mit schmoren/köcheln die niedrigste Garstufe. Je nach Speise muss man also wenigstens grob wissen, bei welcher Temperatur das Ergebnis passend wird, hier kann die Pfanne noch nicht helfen. Nach einigen Minuten springt der kleine Pfeil im Display mit Gepiepse von Blau auf Grün, ich gebe die mit etwas Milch verschlagene, zimmerwarme Eiermasse in die Pfanne. Das kühlt den Pfannenboden schlagartig ab und die Anzeige springt von Grün/ok auf Blau/zu kalt zurück. Es dauert ein wenig, bis sich die Temperatur in der Pfanne wieder eingepegelt hat. Und nach kurzer Zeit sogar zu hoch wird! Es piept erneut, der Pfeil im Display wechselt auf Rot/zu heiß. Also: Temperatur runter auf Stufe drei von neun und warten. Nach drei Minuten hat sich der Sensor angepasst und zeigt wieder Grün/ok. Besser, man tastet sich etwas langsamer an die im Modul hinterlegte Temperatureinstellung heran. Übungssache. Das Ergebnis sieht gut aus und ist sehr ordentlich gegart.

Pfannkuchen Rot/zu heiß

Jetzt die Pfannkuchen: Online liefert Tefal eine Minianleitung für verschiedene Speisen, Crêpes etwa sollten scharf gebraten werden. Ich versuche es mit der mittleren Justierung und Herdstufe fünf. Das ist offenbar für die Programmierung im Modul zu viel, das Signal springt mit Sound auf Rot/zu heiß. Ich hätte also doch besser die Kombination Herd Stufe sechs/Modul scharf anbraten wählen sollen. Damit werden die Pfannkuchen sehr gut.

Geflügelspieße

Ein paar Geflügelspieße liegen vor mir, die sollten nicht zu heiß aber gründlich durchgegart werden. Also könnte die höchste Programmstufe im Modul in Kombination mit einer nicht zu hohen Temperatur am Herd passen. Ich wähle fünf, das Ergebnis ist nach knapp sechs Minuten pro Seite perfekt.

Schweinefiletmedaillons scharf anbraten

Zum Abschluss der Testreihe will ich Schweinefiletmedaillons scharf anbraten. Durchgaren ist hier nicht erforderlich, ein deutliches Rosa darf im Inneren noch zu sehen sein. Den Herd regele ich auf Stufe sieben (mehr Power bekommen auch meine anderen Pfannen nie), den Sensor auf die höchste Programmierung: Das scheint zu passen, ich wende die knusprigen Filets nach drei Minuten. Zu meiner Verwunderung springt die Anzeige im Display jetzt zurück auf Blau/zu kalt und will partout nicht in den grünen Bereich zurück obwohl das Öl in der Pfanne ordentlich vor sich hin raucht. Es bleibt die kompletten drei Minuten angeblich zu kalt, und erst als ich die Filets erneut kurz wende um die andere Oberseite noch schnell zu erhitzen, springt die Anzeige im Display wieder auf Grün/ok zurück. Hm, komisch. Hier hat sich das Sensor-System offenbar etwas verschluckt. Das Bratergebnis aber ist perfekt.

Tefal My Cooking Guide

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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