Serie: Frisch vom Markt

Tomate – der Deutschen liebste Frucht

In der Tomate steckt der Geschmack des Sommers: Saftig und aromatisch bringt sie mit ihrer leuchtend roten Farbe gute Laune ins Essen. Und weil sie dazu gesund ist, gehört sie noch viel öfter auf unsere Teller.

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Frisch vom Markt: Tomaten

Eine Soße aus frischen Tomaten ist besonders köstlich. Probieren Sie unser Rezept.

Was wäre die italienische Küche ohne die Tomate? Sie wäre arm! Die rote Frucht aus der Familie der Nachtschattengewächse hat eine bemerkenswerte Geschichte hinter sich. Ihre Ursprungsheimat ist Süd- und Mittelamerika. Von den Azteken erhielt sie den Namen „Tomatl“, von dem sich der heutige Name ableitet. Um 1500 brachte Christopher Columbus die ersten Pflanzen nach Europa, wo sie zuerst zur Zierde genutzt wurden. Die Menschen damals hielten die Tomate für giftig. Die Küche der Südeuropäer eroberte die auch als goldener Apfel, Liebesapfel oder Paradeiser bekannte Frucht ab Ende des 16. Jahrhunderts. Ihren Siegeszug startete sie, als fast gleichzeitig in Italien die Pizza zum Nationalgericht avancierte, von der sie nicht wegzudenken ist, und in den USA John Henry Heinz das erste Ketchup auf den Markt brachte.
Das Herz der Deutschen konnte die Tomate erst nach dem Ersten Weltkrieg erobern. Heute ist sie das liebste Gemüse hierzulande. Es gibt sie in vielen Farben von zart gelb bis schwarzviolett, von kindskopfgroß als sogenannte Ochsenherzen bis hin zur Tomberry, der kleinsten Tomate, die in etwa die Größe einer Heidelbeere hat. Egal, ob riesig oder mini – die Frucht besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und ist entsprechend kalorienarm. Sie liefert ordentliche Mengen an Vitamin C und Provitamin A, das der Körper in Vitamin A umwandelt.

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Radikalenfänger Lykopin soll vor Krebs und Alterung schützen

Für die Rotfärbung zuständig ist der Pflanzenfarbstoff Lykopin. Er zählt zu den Antioxidantien, gilt als Radikalenfänger und soll vor Krebs und schneller Alterung schützen. Konzentrierte Tomatenprodukte wie Ketchup und Tomatenmark sind bessere Lykopin-Lieferanten als rohe Tomaten - denn erst Erhitzen bricht die Zellhüllen in den Tomaten auf, wodurch der menschliche Körper Lykopin besser aufnehmen kann. Noch besser gelingt die Aufnahme in Kombination mit Fett. Es gibt Untersuchungen, die gezeigt haben, dass der Konsum von Lykopin das Risiko senkt, an Herz-Kreislauf-Erkrankung, Krebs (vor allem der Prostata), Diabetes, Osteoporose und Unfruchtbarkeit zu erkranken. Wer an einer Histaminunverträglichkeit leidet, sollte Tomaten von der Speisekarte verdammen. Ihr grüner Stielansatz enthält ebenso wie Blätter und grüne, unreife Früchte das giftige Solanin und sollte vor dem Essen entfernt werden.
Tomaten am besten bei Zimmertemperatur lagern. Ideal sind 12 bis 16 Grad. Rispen und Stängel an den Früchten lassen. Durch die Aufbewahrung im Kühlschrank leiden Qualität und Geschmack. Da Tomaten das Gas Ethylen absondern, welkt und verdirbt anderes Obst und Gemüse bei gemeinsamer Lagerung schneller.

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Die echte italienische Tomatensoße

Zutaten

  • 2 Zwiebeln
  • 10 reife Tomaten
  • 6 EL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • Pfeffer
  • Salz
  • Zucker
  • Ein Bund Basilikum

Zubereitung

  1. Zwiebeln abziehen und fein hacken.
  2. Tomaten waschen und grob würfeln.
  3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
  4. Zwiebeln darin glasig dünsten.
  5. Tomaten und zerdrückte Knoblauchzehen zugeben, mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.
  6. Tomatensoße bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen, durch ein feines Sieb streichen und abschmecken.
Mit frisch abgezupften Basilikumblättern servieren.

Ketchup ohne Zucker

Zutaten

  • 1 ½ kg vollreife Tomaten
  • 1 Chili
  • circa 3 cm Ingwerwurzel
  • 150 ml Weißweinessig
  • ¼ TL Paprikapulver edelsüß
  • ¼ TL Currypulver mild
  • 1 Prise Koriander gemahlen
  • 1TL Meersalz

Zubereitung

  1. Tomaten waschen, würfeln, den Stängelansatz entfernen.
  2. Chilischoten waschen, längs aufschneiden, Kerne entfernen, fein hacken.
  3. Ingwer schälen und fein würfeln.
  4. Chili und Ingwer mit den Tomaten in einen großen Topf geben.
  5. Alles unter Rühren aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Minuten köcheln lassen.
  6. Das Tomatenpüree durch ein Sieb streichen, in den Topf zurück füllen, Zucker, Essig und Gewürze dazugeben und gut verrühren.
  7. Ohne Deckel etwa 45 Minuten dicklich einkochen lassen.
  8. Das heiße Püree in Flaschen oder Gläser mit Schraubverschluss geben und sofort fest verschließen.
Geöffnet hält das Ketchup im Kühlschrank etwa sechs Wochen.

Kochtöpfe

Katrin Hoerner

von

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