Serie „Frisch vom Markt“

Heidelbeeren – die kleinen Blauen mit großem Geschmack

Die dunkelblauen Kügelchen gehören zum Feinsten, was der Marktstand im Sommer zu bieten hat. Heidelbeeren schmecken dabei nicht nur wunderbar, sondern sind auch super gesund.

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Heidelbeeren als Superfood

Heidelbeeren gelten wegen ihres Gehalts an sekundären Pflanzenstoffen als Superfood.

Der Begriff Superfood bezeichnet Lebensmittel, denen ein gesundheitlicher Nutzen nachgesagt wird. Heidelbeeren, regional auch Blaubeeren, Schwarzbeeren, Mollbeeren oder Moosbeeren genannt, gehören dazu. Ihren guten Ruf haben die Beeren vor allem einer großen Menge an Anthocyanen zu verdanken, die sie enthalten. Anthocyane sind Farbstoffe, die der Beere ihren intensiven Blauton verleihen und auch Zähne und Zunge der Heidelbeerliebhaber verfärben. Sie gehören zu den Flavonoiden.
Zahlreiche Studien haben sich mit der Wirkung dieser sekundären Pflanzenstoffe beschäftigt. Unter anderem verlangsamen sie möglicherweise das Wachstum krebsartiger Zellen im Dickdarm und töten diese angeblich auch ab. Außerdem schützen sie das Gehirn offenbar auch vor Umweltgiften und fangen freie Radikale ab, die den Alterungsprozess vorantreiben.

Galerie: Diese Backöfen heizen ein

Positive Wirkung gegen Durchfall

Allerdings sind solche Aussagen über gesundheitliche Wirkungen einzelner Lebensmittel immer mit Vorsicht zu genießen, denn es ist zweifelhaft, ob sich wissenschaftliche Erkenntnisse, die unter Laborbedingungen, in Tierversuchen oder mit sehr hohen Dosen eines Stoffs entstehen, auf reale Ernährungsbedingungen übertragen lassen.
Aus der Naturmedizin bekannt ist die positive Wirkung von Heidelbeeren gegen Durchfall. Die enthaltenen Gerbstoffe hemmen die Vermehrung von Bakterien und unterstützen die Heilung der Schleimhäute.
Doch käme wohl niemand auf die Idee, Heidelbeeren nur wegen ihrer gesundheitlichen Effekte zu verspeisen, dafür schmecken sie einfach zu gut.

Die besten Rezepte mit Heidelbeeren

Zutaten für den klassische Heidelbeerkuchen

(für eine Springform mit 26 cm Durchmesser)
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Mehl
  • 800 g Heidelbeeren
Für die Streusel:
  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 100 g Mehl

Zubereitung

Die Butter schaumig rühren, nach und nach den Zucker hinzugeben, dann die Eier und den Vanillezucker. Backpulver mit Mehl mischen, sieben, nach und nach unterrühren. Den Teig in die Form geben und glattstreichen. Die gewaschenen Heidelbeeren darauf verteilen und leicht andrücken. Zuletzt die Streusel darüber krümeln.
Den Kuchen circa 1 Stunde backen. Rohr ausschalten und Kuchen noch 10 Minuten darin lassen. Danach zum Auskühlen auf ein Gitter setzen.

Zutaten für sechs Gläser Heidelbeermarmelade

  • 1 l Heidelbeersaft (Reformhaus)
  • 500 g Gelierzucker (2:1)
  • 250 g Heidelbeeren
  • Abrieb einer ½ Zitrone (unbehandelt)
  • ¼ Vanilleschote

Zubereitung

Die sechs Marmeladengläser in einem Topf mit kochendem Wasser sterilisieren. Heidelbeersaft und Gelierzucker in einem großen Topf mischen. Die gewaschenen Heidelbeeren zugeben. Mit dem Zitronenabrieb, nach Belieben ausgepresstem Zitronensaft und der Vanilleschote zum Kochen bringen. Beeren so lange kochen lassen, bis sie weich sind, aber nicht zerfallen. Gelierprobe vornehmen. Wenn die Marmelade fest ist, in die ausgekochten Gläser füllen. Gläser zuschrauben und sofort auf den Deckel stellen.

Pfannen

Katrin Hoerner

von

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