Gesund oder lieber praktisch?

Was sollen all diese Zusatzstoffe in Fertiggerichten?

Einfach und schnell zubereitet – genau das macht Fertigessen so beliebt bei seinen Verbrauchern. Doch wie lecker und vor allem wie gesund ist diese Alternative?

Datum:
Frau im Supermarkt

Schaut man genau hin, sieht man, was sich alles in Fertigprodukten versteckt.

Heutzutage muss alles schnell gehen und so wenig umständlich wie möglich sein. Ernährung ist da keine Ausnahme. Den Kaffee nimmt man für unterwegs mit und zur Mittagspause gibt es einen Snack. Auch zu Hause nach Feierabend will man bloß keine Zeit mit Schnippeln und Garen verschwenden. Viele greifen daher zu Tiefkühlgerichten, denn diese schmeißt man kurzerhand in die Mikrowelle und fertig ist das Abendessen. Die AOK Hessen warnt vor zu häufigem Konsum von Fertigprodukten, denn diese sind meist voll von unnatürlichen Zusatzstoffen.

Konstanter Geschmack

Wer ein Gericht gefunden hat, das seinen Vorlieben entspricht, der erlebt nur selten Enttäuschungen. Hersteller versprechen eine gleichbleibende Qualität durch exakte Rezepturen und hochwertiges Qualitätsmanagement. Das klingt erst einmal vielversprechend, wer aber regelmäßig Zutaten aus dem eigenen Garten verwendet, weiß: Konstanten Geschmack gibt es nicht. Viele Faktoren in der Natur beeinflussen Wachstum und Umwelt von Obst und Gemüse, was sich wiederum auf den Geschmack auswirkt.
Der Lebensmittelchemie steht eine riesige Palette an Geschmäckern, Farben und Gerüchen zur Verfügung. So kann man auch weniger hochwertige Rohstoffe künstlich verschönern und an die vorgegebene Rezeptur angleichen. Je länger ein Gericht haltbar ist, desto mehr Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe enthält es. Vitamine und Mineralstoffe sucht man vergeblich.

Galerie: Was ist gesund? Verbreitete Ernährungstipps im Check

Frisch aus dem Chemiebaukasten

Doch um was für Zusätze handelt es sich genau? Bei Tiefkühlgerichten ist Fett gerne gesehen. Es ist günstig und eignet sich besonders gut als Geschmacksträger. Für die Lebensmittelindustrie ist es daher beinahe unverzichtbar.
Zucker gehört auch zu den natürlichen Zutaten, die man in vielen Fertigprodukten findet. Sogar in Gerichten, in denen man den Süßmacher nicht erwartet. Glukosesirup, Maltodextrin, Maltose, Glukose, Saccharose, Fruktose und Dextrose sind alles Begriffe, hinter denen sich das süße Mittel versteckt. Verzichten Produzenten auf Zucker, greifen sie oft zu chemischen Stoffen, die noch ungesünder sind, anstatt natürliche Alternativen wie Stevia und Ahornsirup zu verwenden.
Damit verarbeitete Rohstoffe nicht nur nach Fett und Zucker schmecken, fügt man dem Gericht Farb- und Aromastoffe zu. Diese gewinnt man aus Mikroorganismen wie Schimmelpilzen, die man gentechnisch manipuliert. Und schon ergeben sich die mysteriösen Buchstaben- und Zahlenkombinationen (z.B. E 102, E 104, E 110) auf der Rückseite der Chipstüte. Was viele nicht wissen: Kleinkinder und ältere Menschen reagieren oft allergisch auf diese künstlichen Stoffe.

Einmal ist keinmal

Sich ab und an mal eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben, ist nicht schlimm, es sollte aber bei einer Ausnahme bleiben. Selbst und frisch zu kochen ist nicht nur um einiges gesünder, es ist meist auch günstiger. Zeitaufwendig muss es auch nicht sein, denn je nach Gericht steht man eventuell nur zehn Minuten am Herd. Wirklich schneller schafft das eine Tiefkühlpizza nicht.

Alles rund ums Kochen

Sabine Stanek

von

Von den leckersten Rezepten bis hin zu den praktischsten Gerätschaften – auf eKitchen berichte ich vom neusten Zubehör sowie von jeder Menge Tipps und Tricks rund um die Küche.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.