Erfrischend und gesund

Saft selber machen: Mit und ohne Entsafter

Der Herbst naht mit großen Schritten und mit ihm auch die Apfelernte. Wer gern Äpfel isst, trinkt sicher auch gern deren Saft. Soll es dann nicht auch mal etwas Selbstgemachtes sein? eKitchen verrät wie Sie Säfte mit und ohne Entsafter herstellen.

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Mango–Limetten–Minz–Saft klingt nicht nur erfrischend, er ist es auch. Aber welchen Saft kann man zu Hause noch selber machen?

Zum Frühstück ein Glas frischen Saft – lecker! Das Tetrapack Orangensaft steht kalt und muss nur noch geöffnet werden. Naja, was Besonderes ist das aber nicht. Gut, dann eben ab in den Supermarkt, zwei Netze Orangen kaufen. Jetzt muss man sie zu Hause nur noch halbieren und über einem Messbecher auspressen. Das klingt einfach, aber spätestens nach der ersten Hälfte des ersten Netzes streikt der Arm, der Messbecher ist dreimal umgefallen und der Appetit auf frischen Saft dahin. Etwas Erleichterung bringen vor allem bei Orangensaft manuelle Zitruspressen mit einem Hebel, der dem Arm etwas Arbeit abnimmt. Diese Pressen gibt es schon ab 14,95€ bei Amazon (Saftpresse von TP–Products bei Amazon kaufen). Sie fangen Haut und Kerne ab, lassen das Fruchtfleisch aber durch das gröbere Sieb hindurch. Soll der Orangensaft ganz und gar rein sein, muss man ihn noch durch ein feines Sieb geben. Das klingt schon etwas einfacher, aber Muskelkater ist bei einem Liter Orangensaft trotzdem vorprogrammiert.
frischer naturtrüber Apfelsaft

Das ist ein Traum: frischer Apfelsaft. Am besten aus eigenen Äpfeln oder zumindest aus regionalen Produkten, bei denen man die Herkunft kennt.

Elektrische Ensafter: frisch und schnell

Da man Äpfel, Bananen oder Erdbeeren schlecht durch eine Zitruspresse schicken kann, bieten sich elektrische Entsater an. Den Philips HR1871 hat eKitchen vor einigen Wochen über einen längeren Zeitraum getestet. Dieses Modell und viele andere bieten dem Saftfreund schnelles und zuverlässiges Entsaften von ungeschnittenem oder halbiertem Obst. So empfiehlt es sich bei größeren Früchten, diese vor dem Ensaften einmal zu schneiden und gegebenenfalls große Kerne und Steine zu entfernen. Das Pressen und Sieben übernimmt aber das Gerät. Einzig die Reinigung muss man selbst übernehmen, aber das ist bei manuellen Pressen nicht anders. Lange haltbar ist der Saft aber leider nicht. Wenn Ihnen dies jedoch wichtig ist und Sie auch im nächsten Jahr noch eigenen, leckeren Saft genießen wollen, sollten Sie dampfentsaften.

Dampfentsafter: haltbarer Vorrat

Wer einen eigenen Garten mit Apfelbäumen hat oder von Eltern und Nachbarn gern unzählige Kilogramm Äpfel bekommt, sollte sich eine haltbarere Variante der Verarbeitung überlegen. Da der Vorratsschrank nur eine begrenzte Zahl Apfelmusgläser aufnehmen kann, weil die Regalböden sonst brechen, empfiehlt sich Saft. Haltbarer wird er, wenn man ihn mit einem Dampfentsafter aus der Frucht zieht. Solche Enstsafter bestehen aus einem Fruchttopf, einem Entsaftungstopf und einem Wasserdampftopf. In den untersten Topf kommt Wasser, darüber der Fruchttopf mit dem Obst. Durch Kondensation fließt der gewonnene Saft durch den Ablaufschlauch in das gewünschte Behältnis. Der Dampfensafter von TecTake ist schon für 33,99€ bei Amazon zu erwerben – jetzt bei Amazon kaufen. Wenn Sie zwecks Haltbarkeit auf Nummer sicher gehen wollen, kochen Sie den Saft erneut auf, füllen ihn in Gläser mit fest schließendem Deckel (Bügelverschluss oder Twistoff) und lagern ihn an einem kühlen Ort.

Kein Ensafter? Kein Problem!

Auch ohne Hilfe beim Entsaften können Sie Ihr eigenes fruchtiges Getränk herstellen und auch für längere Zeit lagern. Alles, was Sie hierfür brauchen, ist Obst und ein ausreichend großer Topf und im Idealfall ein Flotte Lotte (jetzt für 57€ bei Amazon kaufen) zum Passieren. Das ist aber nicht zwingend nötig. Ein feines Sieb und Geduld sind deutlich günstiger. Nehmen Sie die gewünschte Menge gewaschene Äpfel, enfernen Sie Blüte und Stiel und schneiden ihn direkt in den Topf. Kerne und Kerngehäuse müssen Sie nicht entfernen, können Sie aber. Nun die Äpfel mit Wasser bedecken, aufkochen und 20 Minuten kochen lassen. Wenn alles weich ist, die Früchte durch das Sieb oder die Flotte Lotte passieren, eventuell süßen und abfüllen. Auf diese Art können Sie auch Birnen lecker verarbeiten und weiteres Obst dazu mischen.
Probieren Sie es einfach aus und lassen Sie es sich schmecken!
Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!

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