Beim gelben Netto

Kommt jetzt das Pfand für Plastiktüten?

Kommt jetzt das Pfand für Plastiktüten? Netto hat entsprechende Schritte angekündigt. In Dänemark laufen bereits erste Tests.

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Netto

Der gelbe Netto (mit dem Hund) will Pfand auf Plastiktüten einführen.

Ist das ein Modell für die Zukunft? Die dänische Discounter-Kette Netto (mit dem gelb-schwarzen Logo, nicht zu verwechseln mit dem deutschen Netto Markendiscount) will ein Pfandsystem für Plastiktüten einführen. Schon jetzt testet der Markt das Konzept in Dänemark: Kunden können die Tüten nach dem Kauf in einer der Filialen wieder zurückgeben – und erhalten dann 13 Cent zurück. Dafür seien die Tüten nun bereits beim Kauf etwas teurer. Das Ziel ist klar: Es soll weniger Plastikmüll in der Natur landen. Der Test startet in Dänemark, da dort der Verbrauch an Plastiktüten besonders hoch sei: nach Angaben der Kette verbrauche jeder Däne im Schnitt 80 Plastiktüten im Jahr – und das, obwohl die Tüten auch dort nicht kostenlos sind.

Spenden für den guten Zweck

Doch auch, wenn das Pfandsystem nicht angenommen werden sollte: der leicht erhöhte Verkaufspreis trägt so oder so zum Zweck bei. Die 13 Cent, die bei Rückgabe an die Kunden gehen würden, spendet der Discounter bei Nichtrückgabe an die Umweltschutzorganisation WWF. Gleichzeitig soll der erhöhte Preis natürlich auch eine abschreckende Wirkung auf die Verbraucher haben, so dass langfristig eutlich weniger Plastiktüten überhaupt erst in den Umlauf geraten.

Plastikpfand auch in Deutschland

Anfänglich läuft in Dänemark eine Testphase in nur 56 Filialen. Künftig sollen aber alle dortigen Netto-Filialen Teil des Konzepts werden. Auch die Standorte in Deutschland sollen mitmachen: Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben, die Initiative auch ins Ausland auszuweiten. In Deutschland gibt es immerhin knapp 350 Filialen des „Hunde-Nettos”.