Teuer, ungesund, dämlich

Goldener Windbeutel 2018: Darum sind diese 5 Produkte so dreist

Hier wird gelogen, geschummelt und betrogen: Foodwatch zeigt wieder die dreistesten Werbelügen des Jahres. Diese Produkte sind besonders mies.

Datum:

Goldener Windbeutel 2018: Das sind die fünf dreistesten Werbelügen.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch zeigt die fünf dreistesten Werbelügen des Jahres. Es sind fünf Produkte, bei denen irreführende Angaben, minderwertige Zutaten und hohe Preise die Kunden im Gesamtpaket in die Falle locken. In diesem Jahr sind ein überteuertes Wasser, ein minderwertiges Bratöl, ein Eintopf voller Zusatzstoffe, ein teurer Kinderketchup und eine kalorienreiche Müslischnitte in der Auswahl. Alle Produkte wurden von Kunden für fehlleitende und irreführende Werbeaussagen kritisiert und beispielsweise bei der Beschwerdeplattform Schummelmelder kritisiert. Nun stehen die Kandidaten für den Negativpreis Goldener Windbeutel 2018 fest – und Verbraucher stimmen bis Anfang Dezember zum inzwischen achten Mal über das dreisteste Produkt ab.

Goldener Windbeutel 2018: Das sind die nominierten Produkte

Das sind die fünf Kandidaten für den Goldenen Windbeutel 2018.

Foodwatch mahnt jährlich besonders dreiste Packungen und Werbelügen ab. Bisherige Windbeutel-Preisträger waren laut der Verbraucherorganisation unter anderem der Trinkjoghurt Actimel von Danone, die Milch-Schnitte von Ferrero und ein Instant-Tee für Kinder von Hipp. 2018 stehen diese Produkte zur Abstimmung bereit. Das sind die Begründungen von Foodwatch:
  • Glacéau Smartwater von Coca-Cola: Dieses Wasser wird destilliert und dann wieder mit künstlich hinzugefügten Mineralstoffen „aufgewertet”. Das ist aus ernährungsphysiologischer Sicht absoluter Quatsch. Foodwatch sagt: „Mit 1,65 Euro pro Liter ist das „Smartwater“ bis zu sieben Mal teurer als herkömmliches Mineralwasser […] und eine dreiste Abzocke mit dem Grundnahrungsmittel Wasser.” – Coca-Cola weist die Vorwürfe von sich. Der Konzern vermutet, dass die Nominierung für den Negativpreis aus PR-Gründen stattfindet.
  • Bratöl Olive von Dennree: Foodwatch kritisiert die Bezeichnung dieses Produkts. Denn der Hersteller nennt das Bratfett „Bratöl Olive“ und verspricht auf der Packung „reinen Genuss“. Dabei besteht es zur Hälfte aus weniger hochwertigem Sonnenblumenöl. Bei der Beschwerde einer Kundin über den Schummelmelder hieß es laut Foodwatch: „Der Name Bratöl Olive suggeriert einem, dass es sich ausschließlich um Olivenöl handelt. Leider enthält es aber nur 51% Olivenöl.“
  • Erbseneintopf Gut und Günstig von Edeka: Die Packung dieses Eintopfs erweckt den Eindruck einer naturbelassenen Herstellungsmethode. Dort heißt es „Garantiert ohne: geschmacksverstärkende Zusatzstoffe und Farbstoffe”. Tatsächlich sind aber zehn andere Zusatzstoffe in diesem Eintopf. Ein naturbelassener und traditioneller Eintopf ist das also auf keinen Fall.
  • Kids Tomato Ketchup von Heinz: Heinz hat zwei Mal einen identischen Ketchup im Sortiment. Die Variante mit der werbewirksamen Gestaltung für Kinder ist aber um etwa 40 Prozent teurer. Foodwatch mahnt an: „Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten gezuckerte Ketchups gar nicht an Kinder beworben werden.
  • Corny Milch von Schwartau: Dieses Produkt besteht zur Hälfte aus Zucker und Fett und ist somit eigentlich keine gesunde Zwischenmahlzeit. Dennoch bewirbt Schartau seinen Riegel wie einen gesunden Sattmacher mit Aussagen wie „ideal für den kleinen Snack mit Milch zwischendurch“ oder „mit dem Plus an Calcium“.