Alternativen zu Kaffee

Koffein: Der Wachmacher für alle Lebenslagen

Viele wollen ihre tägliche Tasse Kaffee nicht mehr missen. Kein Wunder: Das heiße Getränk aus der aufgebrühten Kaffeebohne liefert den idealen Koffein-Kick, um schon am frühen Morgen putzmunter zu sein. Doch sein bitterer Eigengeschmack ist nicht jedermanns Sache.

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Kaffeegetränke

Die Deutschen lieben ihre tägliche Tasse Kaffee. Das beliebte Getränk gibt es in unzähligen Ausführungen. Wer zwar den Koffein-Kick, nicht aber den bitteren Geschmack mag, kann auf Alternativen zurückgreifen.

Wer keinen Kaffee trinkt, der greift in der Regel zu Tee oder Kakao. Doch dieser ersetzt meist nur die von innen wärmende Wirkung des Kaffees. Wer gleichzeitig auch vom Koffein-Kick profitieren will, für den bieten sich im Supermarkt eine ganze Reihe verschiedener Lebensmittel an, die sich hervorragend als Wachmacher eignen. Doch Vorsicht: Nicht alle von ihnen eignen sich für einen täglichen Verzehr.

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Koffein – Was ist das eigentlich?

Koffein ist ein Alkaloid, dessen anregende Wirkung sich der Mensch seit Jahrhunderten bei der Herstellung von Genussmitteln zunutze macht. Früher nahm man Koffein fast ausschließlich über das Trinken von Kaffee, Cola und schwarzem Tee zu sich. Heutzutage boomt eine Industrie für Energydrinks, die je nach Sorte teilweise deutlich höhere Mengen an Koffein enthalten als herkömmliche wach machende Lebensmittel. Um seine Wirkung zu entfalten, benötigt das Koffein zwischen 30 und 45 Minuten, um vollständig in den Blutkreislauf zu gelangen und sich innerhalb des Körpers zu verteilen. Hier aktiviert das Koffein die Nervenzellen, ihre Arbeit schneller zu verrichten. In kleinen Dosen wirkt sich das stimulierend auf die Psyche aus. Die Folge: Wir fühlen uns wach, unsere Aufmerksamkeit ist für die rund vierstündige Wirkungsdauer des Koffeins deutlich höher und die Speicherfähigkeit des Gehirns wird erhöht. In höheren Dosen wirkt sich Koffein auch auf das Herz-Kreislauf-System aus. Das Herz schlägt schneller und heftiger, Puls und Blutdruck steigen an. Langzeitfolgen hat der Konsument allerdings keine zu befürchten, solange sich der Genuss koffeinhaltiger Nahrungsmittel in einem normalen Rahmen hält. Kleiner Tipp: Wer nachts gut schlafen will, sollte nach 18 Uhr auf den Genuss von Koffein verzichten.
Cola

Der Klassiker unter den koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken: Cola. Mittlerweile gibt es sie nicht mehr nur in ihrer ursprünglichen Form. Sie ist auch mit verschiedenen Zuckerersatzstoffen, ohne Koffein oder hochdosiert als Energy-Mixgetränk erhältlich.

Cola, Guarana und Energydrinks – Koffein in süß

Cola enthält mit 8 mg auf 100 Gramm zwar deutlich weniger Koffein als der 40 mg Koffein enthaltende Kaffee, gehört aber unter den Süßgetränken zu den koffeinhaltigsten. Aufgrund des hohen Zuckeranteils ist er nur bedingt als täglicher Kaffee-Ersatz geeignet. Es gibt zwar Alternativen, die anstatt mit Haushaltszucker mit Süßstoff oder Stevia gesüßt sind, Feinschmecker sind sich allerdings sicher, diese Bestandteile herauszuschmecken. Wer es trotzdem süß mag, für den bietet sich Guarana an. Guarana ist eine südamerikanische Pflanze, die aufgrund ihrer anregenden Wirkung häufig Bestandteil von Energydrinks ist. Auch in der Süßwarenabteilung finden sich immer häufiger Bonbons oder Kaugummis mit Guarana-Anteilen. Es muss also nicht immer ein Getränk sein, das einem den ultimativen Wachmacher-Kick beschert. Noch eine Spur wacher wird man mit Guarana, das in Kapsel- oder Pulverform verkauft wird. Im Falle des puren Genusses muss man sich allerdings auf einen gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack einstellen. Daher empfiehlt es sich, das Pulver in Joghurt oder Säfte zu rühren. Beim klassischen Energydrink scheiden sich die Geister. Schon lange stehen sie im Verdacht, bei dauerhaftem Konsum gesundheitsschädlich zu sein, da ihre hohe Konzentration anregender Inhaltsstoffe schnell zu Krankheiten wie Bluthochdruck führen kann. Doch auch hier kommt es auf den verantwortungsbewussten Genuss an. Mit 30 mg Koffein auf 100 Gramm enthält ein Red Bull sogar weniger Koffein als Kaffee. Wer einmal in der Woche einen Energydrink zu sich nimmt, läuft keine Gefahr, sich selbst zu schaden. Besonders gesund sind sie aufgrund diverser künstlicher Zusatzstoffe und einem hohen Zuckeranteil aber nicht. Auch ihr Geschmack ist mit seiner künstlichen, an Gummibärchen erinnernden Note nicht jedermanns Sache. Dafür ist der Fantasie bei den Sorten keine Grenze gesetzt. Abstand nehmen sollten insbesondere jüngere Konsumenten von sogenannten Energy-Shots, in denen die anregenden Bestandteile des Energydrinks in hochkonzentrierter Form enthalten sind.

Mate-Tee und Weizengras – Koffein aus der Bio-Abteilung

Das Szene-Getränk Mate-Tee hat sich in den Getränkemärkten des Landes mittlerweile durchgesetzt. Hierbei handelt es sich wie beim herkömmlichen Tee um ein Aufgussgetränk, in welchem die kleingeschnittenen und getrockneten Blätter des Mate-Strauchs verarbeitet werden. Die Blätter enthalten zwischen 0,35 und 1,7 Prozent Koffein. Der sehr rauchige Geschmack ist allerdings Gewöhnungssache. Der Vergleich mit einem klassischen Eistee ist geschmacklich nicht angebracht. Wesentlich angenehmer auf der Zunge ist das Weizengras. Weizengras enthält die Vitamine A, E und B12 sowie viele Antioxidantien. Aus dem entsafteten Weizengras entsteht ein Getränk, das sich hervorragend trinken lässt. Achtung: Weizengras sollte nie in Pflanzenform gegessen werden, da der Magen diese nicht einwandfrei verarbeiten kann. Darüber hinaus muss sich der Körper erst einmal an die Inhaltsstoffe gewöhnen. Daher empfiehlt es sich, mit kleinen Mengen anzufangen und diese nach und nach zu steigern, bis man bei einer täglich üblichen Menge von ein bis zwei Gläsern angekommen ist. Dann hat Weizengras sogar eine magenfreundliche Wirkung.

Koffein ohne Kaffee

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