Smombie-Alarm

Darum verkaufen sich Kaugummis immer schlechter

Die Verkäufe von Kaugummi gehen seit Jahren zurück. Die Erklärung dahinter ist skurril – aber sie leuchtet ein.

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Kaugummis und Smartphones

Sind Smartphones Schuld an einbrechenden Kaugummi-Verkäufen?

Seit 2010 gehen die Verkäufe der größten Kaugummimarken immer weiter zurück. Und das, obwohl immer neue Sorten und Produkte auf den Markt kommen. Schon seit 2007 stagnieren die Verkaufszahlen, seit 2010 sind die zahlen Weltweit sogar deutlich Rückläufig. 2016 verkaufte die Industrie in den Vereinigten Staaten 15 Prozent weniger Kaugummis als noch im Vorjahr – und der negative Trend hält an. Der Chef des Kaugummi-Herstellers Mondelez hat schon im Vergangenen Jahr eine mutige These aufgestellt, die sich immer weiter zu bewahrheiten scheint: Smartphones sind die Ursache für die schwindenden Absatzahlen. Was auf den ersten Blick vollkommen zusammenhanglos wirkt, leuchtet in Anbetracht dieser möglichen Korrelation tatsächlich ein.

iPhone und Android: So verändern Smartphones den Einkauf

2007 ist das Jahr in dem das erste iPhone erschien und die Welt der smarten Mobilgeräte vollkommen auf den Kopf stellte. Spätestens 2010 haben sich Smartphones dann zum Objekt des Massenmarkts entwickelt – sie sind vollends im Alltag angekommen. Aber was haben die vernetzten Mobiltelefone mit Kaugummis zu tun? Ganz einfach: Sie verändern die Art und Weise, wie Leute im Supermarkt einkaufen. Denn Kaugummis sind dort normalerweise gut sichtbar genau so in Kassennähe platziert, dass Menschen bei etwas längeren Wartezeiten schnell noch „spontan” eine Packung Kaugummi mitnehmen. Mit Smartphones in den Händen und wartenden Nachrichten in Instagram, Facebook & Co. wandern die Augen der Einkäufer aber nicht mehr so häufig durch das Angebot der Quengelware – und darunter leidet nun offenbar die Kaugummi-Branche. Wie sich die Verkaufszahlen von Kaugummis entwickeln, wenn kassenlose Supermärkte ohne Warteschlangen zur Norm werden, dürfte in diesem Zuge auch nicht unspannend zu beobachten sein.