Bedenkliches Geschäft

Deshalb sollten Sie von bunten Ostereiern die Finger lassen!

Ostereier sind schön anzusehen. Bunte Eier aus dem Supermarkt oder Discounter sollten Sie aber auf keinen Fall kaufen – aus mehreren Gründen.

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Ostereier

Bemalte Ostereier sollten Sie einfach selbst machen.

Wer wunderschöne, bunte Ostereier zum Fest präsentieren möchte, sollte besser nicht zu den fertig eingefärbten Varianten aus dem Supermarkt greifen. Denn diese meist bereits gekochten und dann industriell mit Farbe versehenen Eier bergen oftmals unschöne Geheimnisse. Verbraucherschützer warnen regelrecht vor den Ekel-Eiern. Diese seien nämlich „nicht immer gesundheitlich unbedenklich”, so beispielsweise die Verbraucherzentrale Hessen. Auch machen diese Produkte es für die Verbraucher schwer, eine sorgsam durchdachte Kaufentscheidung zu treffen – es fehlen schlichtweg wichtige Informationen für die Kunden.

So jubeln uns die Hersteller Eier aus schlechter Haltung unter

Die Produzenten nutzen eine Lücke im Gesetz, um billigste Eier aus schlechtesten Produktionsbedingungen anzubieten. Bei bereits gekochten Eier gibt es nämlich keine Kennzeichnung zur Art der Tierhaltung. Dass sich hinter diesen Eier also kaum Lebensmittel aus Bio- und/oder Freilandhaltung verbergen, dürfte schnell klar werden. Wir unterstellen: Wenn Hersteller keine Angaben machen müssen, landet nur billigste Ware in den Supermarktregalen. Und das zu teuren Preisen: die Kosten für Eier sind seit dem Fipronil-Skandal auf ein konstant höheres Niveau angestiegen.

Schadstoffe in Billigfarben: So ungesund sind die bunten Eier

Immerhin die verwendeten Farbstoffe lassen sich in den meisten Fällen nachvollziehen. Sobald die Eier in einer Verpackung angeboten werden, finden Sie die Farben in den Inhaltsangaben. Bei einzelnen Eiern haben Sie Pech – hier bleiben auch die Zusatzstoffe geheim. Es besteht der Verdacht dass künstliche Azofarbstoffe wie Chinolingelb & Co. einen negativen Einfluss auf Allergiker und Neurodermitis-Patienten haben können. Inzwischen wird auch ein Zusammenhang mit hyperaktivem Verhalten und Aufmerksamkeitsdefiziten vermutet. Diese Farben kommen dabei oft zum Einsatz:
  • Chinolingelb: Wird auch gelistet als E104. Auch wenn für das Gelb an sich keine karzinogene Wirkung bekannt ist: der Grundkörper Chinolin ist tumorfördernd.
  • Tartrazin: Wird auch gelistet als E102. Bei Allergikern kann es zu Atemschwierigkeiten, Ausschlag und Hautflecken kommen. Die Kinderkrebsklinik Düsseldorf hält den Stoff für gefährlich.
  • Gelborange S: Wird auch gelistet als E110. Muss den Zusatz enthalten: Kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen.
  • Azorubin: Wird auch gelistet als E122. Muss den Zusatz enthalten: Kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen.
  • Cochenillerot: Wird auch gelistet als E124A. In einigen Ländern wird der Stoff als krebserregend eingestuft. In den USA ist ein Einsatz in Lebensmitteln sogar verboten.