Hit auf jeder Maiparty

Waldmeisterbowle sorgt für intensiven Geschmack

Waldmeisterbowle, auch als Maibowle bekannt, hat ihren Stammplatz bei jedem Tanz in den Mai und kommt auch sonst gut bei sommerlichen Partys an.

Datum:
Waldmeisterbowle

Die Waldmeisterbowle ist das Vorzeigegetränk des Mai!

Der Legende nach setzten schon mittelalterliche Mönche und die trinkfesten Wikinger auf den intensiven Geschmack von Waldmeister, um ihre alkoholischen Getränke zu aromatisieren. Als wichtigste Zutat zur traditionellen Maibowle hat der Waldmeister auch heute noch seine Fans. Damit die Waldmeisterbowle für Ihre Mai-Party gelingt, sollten Sie einige wichtige Dinge beachten.
Frischer Waldmeister ist heute gar nicht mehr so einfach zu bekommen. Am besten ziehen Sie zu einem Waldspaziergang los und pflücken das Kraut selbst. Waldmeister gedeiht am besten in lichten Laub- und Mischwäldern und blüht ab Mitte April mit kleinen weißen Blüten. Je früher er gepflückt wird, desto weniger Cumarin enthält er. Cumarin verleiht ihm zwar seinen typischen Geschmack, kann in hoher Dosierung aber auch zu Kopfschmerzen und Unwohlsein führen. Brechen Sie also möglichst früh im April auf, um den Waldmeister für Ihre Maibowle zu ernten und nehmen Sie am besten ein Buch oder ein Bild der Pflanze auf dem Smartphone zur Identifikation mit: Der blühende Waldmeister im Wald ist noch geruchslos und kann daher nicht am typischen Geruch identifiziert werden. Dieser entfaltet sich erst später, wenn die gepflückte Pflanze zu welken beginnt. Alternativ können Sie Waldmeister für Ihre Waldmeisterbowle auf Wochenmärkten und in Fachgeschäften kaufen.

Vorbereitungen für die Waldmeisterbowle

Die Zutatenmenge für Ihre Waldmeisterbowle hängt natürlich davon ab, wie viele Gäste Sie erwarten. Auf eine Flasche Sekt und eine Flasche Weißwein (die typischen Zutaten für die klassische Waldmeisterbowle) kommen etwa sechs Gramm Waldmeister. Gehen Sie wie folgt vor:
  • Waschen Sie den gepflückten (oder gekauften) Waldmeister gründlich.
  • Binden Sie zwei bis drei Pflanzen an den Stielen zusammen.
  • Lassen Sie den Waldmeister über Nacht trocknen, sodass er zu welken beginnt und Cumarin freisetzt.
  • Geben Sie am nächsten Tag einen Liter Weißwein in die Bowle-Schüssel (oder bei Bedarf entsprechend mehr).
  • Hängen Sie den Waldmeister kopfüber in den Wein.
  • Achten Sie darauf, dass die Stielenden nicht im Wein hängen, da sie zu viele Bitterstoffe abgeben.
  • Entfernen Sie den Waldmeister je nach gewünschter Intensität des Geschmacks nach zehn bis fünfzehn Minuten.
  • Geben Sie eine Flasche Sekt (oder mehr) hinzu. Fertig.
Traditionell werden in Deutschland heimische Weißweine vom Rhein oder der Mosel verwendet. Während die klassische Waldmeisterbowle keine Zutaten außer Weißwein, Sekt und Waldmeister enthält, können Sie ruhig ein wenig experimentieren: Zitronenscheiben verleihen der Waldmeisterbowle zusätzliche Spritzigkeit, während Orangenscheiben ihr etwas Süße geben. Auch schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren und Pfefferminz sind beliebte Zugaben.

Alkoholfreie Waldmeisterbowle zubereiten

Für Kinder, jugendliche Gäste, Abstinenzler und Autofahrer sollten Sie zusätzlich zur weinhaltigen Waldmeisterbowle auch eine alkoholfreie Variante anbieten. Dafür ersetzen Sie den Weißwein und den Sekt durch Apfelsaft und wahlweise Sprudel oder Zitronenlimonade. Eine mögliche Alternative ist auch alkoholfreier Sekt: Fast alle großen Sektkellereien bieten heute eine alkoholfreie Variante. Die Zubereitung erfolgt ansonsten genau wie bei der klassischen Waldmeisterbowle.
Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Waldmeister benutzen bzw. den Waldmeister nicht zu lange in die Bowle halten, denn Cumarin kann in zu hohen Dosen die Leber schädigen und zu starken Kopfschmerzen führen: Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, d. h. eine durchschnittlich schwere Person von 70 Kilogramm darf 7 Milligramm Cumarin konsumieren.
In geringen Dosen ist Cumarin dagegen ein wirkungsvolles Heilkraut, das u. a. bei Kopfschmerzen, Magenschmerzen und Schlaflosigkeit hilft. Verwenden Sie den Waldmeister für die Waldmeisterbowle also eher sparsam und bereiten Sie aus den zu viel gepflückten Pflanzen an den folgenden Tagen lieber einen gesunden Tee zu.
Ob mit selbst gepflücktem oder gekauftem Waldmeister, ob mit Alkohol oder Saft: Eine Waldmeisterbowle holt den Esprit des Frühlings ins Haus!

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