Und das zur WM …

Kohlensäure-Mangel: Jetzt droht die Bier-Knappheit

Die Getränkeindustrie kämpft mit einem europaweiten CO2-Mangel. Hersteller warnen jetzt sogar vor einer drohenden Bierknappheit.

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Ohne Kohlensäure kein Bier

Gerade bei Sportevents wie der Weltmeisterschaft ist es ärgerlich, wenn das Bier knapp wird.

Die Nachfrage nach Bier und sprudelnden Erfrischungsgetränken ist im Sommer und besonders zur Fußball-WM extrem hoch. Kein Wunder, schließlich gehört eine spritzige Limo oder eben die geliebte Gerstenkaltschale (trotz steigender Preise) für viele Leute einfach zu einem gelungenen Sommertag dazu. Jetzt aber der Schock: Die Getränkeindustrie sieht sich mit der schlechtesten Kohlenstoffdioxid-Versorgung seit Jahrzehnten konfrontiert. Nach Angaben des Fachjournals Gasworld ist nahezu ganz Europa betroffen – besonders aber die britischen Inseln und der kontinentale Norden. Offenbar sind die Vorräte einiger Biersorten dank des CO2-Mangels schon jetzt stark eingeschränkt: Heineken und Amstel wenden sich bereits an Kneipen mit der Information, dass nur noch kleine Mengen der betroffenen Getränke bestellt werden dürfen.

Verzweifelt: CO2-Versorgung erreicht kritisches Level

Das Kohlenstoffdioxid kommt nicht nur als Kohlensäure in sprudelnden Getränken zum Einsatz: Bars nutzen das Gas auch, um ihre Zapfanlagen zu betreiben. Sollte sich die Situation nicht bald entspannen droht eine Getränke-Katastrophe. Aber woher kommt die plötzliche Knappheit? Die Ursache lässt sich in der saisonalen Arbeitsweise von Ammoniak-Produktionsstätten finden, die beispielsweise Dünger herstellen. Diese Plantagen liefern lebensmitteltaugliches CO2 als Nebenprodukt. Zur Zeit (und normalerweise zwischen April und Juni) sind aber – aufgrund niedriger Preise im Frühjahr und jährlicher Wartungsarbeiten – über fünf große Anlagen planmäßig geschlossen. Der extrem heiße Mai ließ aber die Nachfrage nach kohlensäurehaltigen Getränken so stark ansteigen, dass der Bestand langsam aber sicher dem Ende entgegen geht. Man wolle jetzt alles daran setzen die Effekte dieser Knappheit zu begrenzen, so dass Kunden nur wenig von den Problemen der Industrie zu spüren bekommen, so ein Sprecher der europäischen Coca-Cola-Partner gegenüber der BBC.
Erik J. Schulze

von

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