Experte rümpft die Nase

Sie haben Gin Tonic wahrscheinlich immer falsch getrunken

Gin Tonic ist besonders im Sommer ein extrem angesagtes Getränk. Ein Experte verrät nun: die meisten Menschen trinken Gin Tonic falsch.

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Gin Tonic

So sollten Sie den Gin Tonic nicht trinken.

Gin Tonic ist bei alkoholischen Mixgetränken seit einiger Zeit eine echte Bank. Aber auch wenn man mit der Wahl des Getränks immer ein gewisses Level an Stilsicherheit beweist – bei der Zusammenstellung des eigentlich simplen Getränks kann eine Menge danebengehen. Gegenüber dem amerikanischen Business Insider hat Gin-Experte Sam Carter, Mitarbeiter der Firma Bombay Sapphire (Produkte hier bei Amazon bestellen) nun erklärt: Die meisten Menschen trinken ihren Gin Tonic falsch. Das, was in den meisten Clubs, Bars und auch Gartenpartys als Gin Tonic serviert wird, ist nicht unbedingt das, was der Kenner mit über 22 Jahren in der Branche als optimale Mischung versteht.

Das gehört (nicht) in einen guten Gin Tonic

An erster Stelle rät Carter von Zitronen- oder Limettenscheiben im Getränk ab. Sind diese nicht perfekt frisch – wie es in Bars und Discotheken oft der Fall ist – tragen Sie schnell zu einem unangenehmen, nahezu muffigen Geschmack bei. „Nur weil wir es vor 10, 20, 30 Jahren so gemacht haben, nur weil unsere Eltern es so gemacht haben, heißt es nicht, dass wir es auch so tun müssen”, bekräftigt der Experte. Als aktuell moderne und immer schmeckende Kombination empfiehlt er Freunden des Getränks zu frischer Minze und einer dünnen Scheibe Ingwer. Für den perfekten Gin Tonic kommen die Zutaten in dieser Reihenfolge ins Glas:
  1. Ingwer
  2. Gin
  3. Tonic
  4. Eis
  5. Minze
In der Vergangheit habe Bombay Sapphire aber auch schon mit Wasserkresse experimentiert. So sei auch die Getränkeindustrie darauf bedacht, lokale und nachhaltige Lebensmittel zu verwenden.

Das perfekte Glas und das perfekte Verhältnis von Gin und Tonic

Aber auch Abseits der Kernzutaten passieren häufig Fehler bei der Zubereitung von Gin Tonics. Es beginnt mit dem Glas: Statt schlanker Longdrink-Gläser sollten Menschen nach bauchigen Ballonggläsern fragen. Ein großer Teil unseres Geschmacks hängt von dem ab, was wir riechen – nur mit großen Gläsern entfalten sich alle Aromen des Getränks. Aber auch das Verhältnis von Gin und Tonic spielt eine wichtige Rolle: Damit nicht einer der Geschmäcker zu dominant erscheint, empfiehlt Sam Carter ein Verhältnis von einem Teil Gin und zwei Teilen Tonic. So soll ein gut balancierter Geschmack entstehen.

Mehr Eis ist beim Gin Tonic besser

Ein extrem häufiger Fehler liegt in der mangelhaften Zugabe von Eis. Die falsche Logik: Um den Drink nicht zu verwässern, landen nur wenige Eiswürfel im Glas. Dabei gehört richtig viel Eis in den Gin Tonic. Nur so wird das Getränk wirklich langfristig kalt – und die einzelnen Eiswürfel schmelzen viel langsamer. So verwässert der Gin Tonic nicht und hält seine erfrischende Temperatur auch bei der heißesten Party.