So schmeckt es am besten

Federweißer: Darum lieben wir den jungen Wein

Herbstzeit ist auch Federweißerzeit. Der „neue Wein” passt perfekt zu herbstlichen Gerichten. So schmeckt der das spritzige Getränk am besten.

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Federweisser

Federweißer ist immer ungefiltert und deshalb naturtrüb.

Wenn im Herbst die Trauben für kommende Weine gesammelt werden, ist es nicht mehr weit bis der Federweißer in den Regalen der Supermärkte steht. Denn nur im Herbst ist der sogenannte junge Wein zu bekommen. Denn tatsächlich ist Federweißer noch kein fertiger Wein, sondern ein nur leicht angegorener, angenehm sprudelnder Traubensaft. Und das Getränk ist immer naturtrüb, die Filterung aus der Weinproduktion kommt hier noch nicht zum Einsatz. Doch was macht den meist auf den frühreifen Rebsorten Solaris, Ortega, Bacchus und Huxel basierten genannten Trunk so lecker? Das Deutsche Weininstitut ist überzeugt: besonders auf halben Weg vom Traubensaft zum Wein ergänzen sich Süße, Alkohol und Fruchtsäure perfekt – und diese Kombination gibt es nur zu dieser speziellen Jahreszeit.

Federweißer: Dann schmeckt er am besten

Da das Getränk noch in der Flasche weitergärt, ist der Deckel luftdurchlässig, so kann überschüssige Kohlensäure weiter entweichen. Also Vorsicht: Deshalb müssen Federweisser-Flaschen immer Aufrecht stehen. Die fortlaufende Gärung erfordert abgesehen davon auch etwas Feingefühl. Wenn Sie eine Flasche des Tropfens kaufen, empfiehlt es sich, direkt davon zu kosten. Ist der Geschmack ausgewogen – ab in den Kühlschrank! Die niedrigeren Temperaturen unterbrechen den Gärungsprozess und bewahren so die Aromen. Wenn das Getränk noch zu süß ist, sollten Sie ihn bis zu 8 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

Federweißer und Roter Rauscher: Unterschiede und Namensbedeutung

Federweißer ist der beliebteste junge Wein. Der Begriff kommt von den leichten Hefepartikeln, die im Glas schweben und dabei an leichte Federn erinnern. Das trifft auch auf den Federroten zu, die (wie der Name bermuten lässt) auf roten Trauben basierende Variante des Getränks. Je nach Standort gibt es aber in den Bezeichnung deutliche Unterschiede: Der Traubenmost ist in Österreich als „Sturm” bekannt. Aber auch innerhalb Deutschlands gibt es regional starke Unterschiede in der Bezeichnung. Weitläufig verbreitet sind Begriffe wie junger Wein, Krätzer, neuer Süßer, Staubiger und Gestaubter. Andere Bezeichnungen sind tatsächlich nur in speziellen gegenden im Gebrauch.

Federweißer: Regionale Bezeichnungen

Region

Begriff

Südwestdeutschland, Franken, Deutschschweiz, Südtirol

Sauser, Suser

Hessische Bergstraße, Rheinhessen

Rauscher

Pfalz

Neier Woi, Neier Wei, Blitzler

Franken

Bremser (nur süße Gärstufen)

Erik J. Schulze

von

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