Heißes Wasser per App

Der Smarter iKettle 2.0 im Praxistest

Muss ein Wasserkocher auch mit dem Smartphone kommunizieren oder einfach nur Wasser kochen können? eKitchen ließ einen smarten Wasserkocher gegen ein normales Modell antreten.

Datum:
Smarter iKettle 2.0

Mit dem Smarter iKettle 2.0 ist das Wasser pünktlich zum morgendlichen Tee gekocht.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Wer Thermometer, Timer oder Warmhaltefunktion braucht, greift zum iKettle. Das smarte Gerät mit dem stolzen Preis ist zwar auch etwas besser verarbeitet als der normale Wasserkocher. Aber Wasser schnell und effizient erhitzen – das können beide gut.

Pro

  • Wertiges Design
  • Exakte Temperatureinstellung
  • Timer und Warmhaltefunktion

Kontra

  • Verbindungsprobleme zwischen App und Wasserkocher
  • Happiger Preis

Smarter iKettle 2.0

„Guten Morgen! Soll ich schon mal Tee kochen?“ So nett begrüßt einen sonst nur der Partner – und das nicht jeden Tag. Der Wasserkocher Smarter iKettle 2.0 ist immer so freundlich: Der Kessel lässt sich per App für Android oder iOS bedienen. Kommt der Nutzer nach Hause, registriert der iKettle das Smartphone im Heimnetz und fragt: „Wie wär’s mit einem Tee?“ Auch zu festgelegten Zeiten hält der iKettle heißes Wasser bereit. Klingt komfortabel, aber ist das Gerät besser als ein normaler Wasserkocher – oder sind die smarten Funktionen heiße Luft?

Einrichten und einbinden

Beim Einrichten gab es im Test schon mal Probleme: Die App von Smarter verbindet sich nicht immer erfolgreich mit dem Wasserkocher. Ohne sie geht mit dem iKettle aber nicht mehr als mit dem Philips Kettle HD9321: Knopf drücken, warten, heißes Wasser in die Tasse schütten. Kommunizieren App und Kettle erst mal, wird es gemütlich. Beim Fernsehen oder am Schreibtisch Lust auf einen Tee? Der Brühvorgang lässt sich per App anstoßen – wenn gewünscht, auf eine exakte Gradzahl. Aber ist es 130 Euro wert, pro Tee nur einmal statt zweimal in die Küche laufen zu müssen? Wer das sofort bejaht, hat daheim vermutlich Laufwege wie in einem Palast. Wasser holt sich der smarte Kessel allerdings nicht von allein.
Bei Design und Bedienung hielt die günstige Alternative im Test mit dem smarten Konkurrenten mit. Bei der Performance im Alltag punktete das Philips-Gerät mit leichterem Kessel und geringerem Stromverbrauch. Bei der Ausstattung konnte der Normalo dem smarten Gerät aber nicht das Wasser reichen.

Testergebnisse kompakt

Gerät

Smarter iKettle 2.0

Philips Kettle HD9321

Wie gut sind Design und Aussehen?

2,25 (gut): Etwas klobig, schlichtes Design: gut verarbeitetes Metall, fühlt sich wertig an.

2,44 (gut): Ansprechend und schlicht, etwas weniger wertig, da einige Teile nur aufgelötet sind.

Wie gut ist die Ausstattung?

2,94 (befriedigend): Hat Basics wie Kalksieb, mehr Funktionen (Temperatur, Timer) nur via App.

4,42 (nicht ganz ausreichend): Kein Thermometer, Timer, Warmhaltefunktion, Fernsteuerung.

Wie gut lässt sich das Gerät bedienen?

1,64 (gut): Bedienen und Reinigen komfortabel, Befüllen etwas umständlich.

1,90 (gut): Komfortabel, nur Befüllen etwas umständlich, Anleitung sehr kurz.

Wie sicher ist das Gerät?

2,66 (befriedigend): Nicht ganz sicher: Griffbereich übermäßig warm, Betrieb auch bei offenem Deckel.

3,49 (befriedigend): Etwas unsicher: Griffbereich wird zu warm, Betrieb auch bei offenem Deckel, keine Endabschaltung.

Wie gut schlägt es sich im Alltag?

1,91 (gut): Schnelles Erhitzen (1 Liter Wasser in 3:27 Min.) bei geringem Energieverbrauch.

1,54 (gut): Geringes Gewicht, schnelles Erhitzen (1 Liter Wasser in 3:25 Min.).

Testergebnis

2,43 (gut)

2,85 (befriedigend)

Schade: Der iKettle arbeitet nur mit der App des Herstellers zusammen. Mit Apples Homekit oder Google Nest bleibt er kalt. Das automatische Frühstücksprogramm mit fertigem Kaffee, kochendem Wasser für Eier und perfekt gebräuntem Toast bleibt also ein schöner Traum.

Smarter iKettle 2.0

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.