Mit Schieberegler und Rundinstrument

KitchenAid-Wasserkocher Artisan 5KEK1522: Test des Retro-Geräts

Sie hantieren nicht nur gerne mit praktischen, sondern auch mit schönen Geräten in der Küche? Dann sollten Sie sich den KitchenAid-Wasserkocher Artisan 5KEK1522 genauer ansehen. eKitchen-Autor Gerald Sinschek macht den Praxis-Test.

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KitchenAid Artisan Wasserkocher rot

Den KitchenAid-Wasserkocher gibt es in sieben Farben. Klassisch ist das hier gezeigte Rot.

Breit und massig kommt der KitchenAid-Wasserkocher „Artisan” daher: Der Apparat protzt mit fast zwei Kilo Gewicht und schicker Optik – ein Markenzeichen des Herstellers. In der von mir getesteten Ausführung sind Korpus und Sockel glänzend lackiert, der Metalldeckel sowie der Kunststoffgriff sind mattiert – was weniger anfällig für Fingerabdrücke ist und den Putzaufwand reduziert.

Doppelwandiger Alu-Behälter

2.400 Watt Leistung sollen das Wasser erhitzen – genug Power für einen schnellen Kochvorgang. Mit 1,5 Litern Volumen im doppelwandigen und bis auf die Bodenplatte vollständig mit Kunststoff ausgekleideten Gehäuse bietet der Alutopf mit verdecktem Heizelement im Edelstahlboden ganz ordentlich Platz. Der Ausguss verfügt über ein feines und dicht abschließendes, wechselbares Drahtsieb, das Kalkrückstände zurückhält. Im Kocher zeigt ein schlichtes, klassisches Rundinstrument die Temperatur an. Geregelt wird die Hitzezufuhr von 50°C bis 100°C über einen stufenlosen Schieberegler im Sockel, in dem sich auch der beleuchtete Ein/Aus-Schalter findet. Oberhalb des Schiebers zeigt ein siebenstufiger LED-Balken den Erwärmungsfortschritt an. Etwas versteckt hinter dem Griff findet sich eine blau beleuchtete Volumen-Skalierung mit etwas kleiner Schrift. Der 360°-Sockel, in dem sich ein 90 Zentimeter langes Netzkabel verbirgt, erlaubt ein flexibles Aufsetzen des Kochers. Dem Handbuch liegt eine praktische Brühanleitung für verschiedene Teesorten bei.

Galerie: KitchenAid Artisan: Details zum Wasserkocher

Der Praxis-Test

Mit einem KitchenAid-typischen „Ping” signalisiert der Wasserkocher Einsatzbereitschaft. Beim ersten Erhitzen riecht das Gerät minimal, danach ist olfaktorisch alles im grünen Bereich. Gut: Im Betrieb macht der doppelwandige Apparat relativ wenig Geräusche und auch die Wärmeisolierung des Gehäuses ist weitgehend gelungen. Bei der 100°C-Einstellung allerdings darf man den Kocher nicht anfassen – zu heiß! Bei 80°C und darunter ist das kein Problem. Die Mindestfüllmenge liegt bei 0,25 Litern. Bei weniger Volumen reicht der Messfühler der Temperaturanzeige nicht bis ins Wasser.
Die Leuchtbalken über dem Schieberegler arbeiten sich nach dem Einschalten beginnend bei 50°C langsam bis zum eingestellten Wert hoch. So kann ich auch vom Küchentisch aus den Fortschritt beobachten und einschätzen, wann das Teewasser fertig ist. Das runde Anzeigeinstrument übrigens ist sehr gut justiert: Das 21°C warme Leitungswasser ist nach 4:35 Minuten laut Signal bei 100°C angekommen. Das passt. Für vorgewählte 50°C braucht das Gerät 1:35 Minuten, für 80°C 3:25 Minuten. Temperatur-Messungen bestätigen, dass die Werte recht genau eingehalten werden.
Der Ausguss funktioniert tropffrei, eine praktische Warmhaltefunktion vermisse ich aber. Und sollte eine mechanische Innenreinigung erforderlich sein, muss ich passen und die Aufgabe weiterreichen: Die Öffnung ist für meine Hand zu klein.

Fazit

Der Apparat sieht super aus, das Design hat aber seinen Preis: 189 Euro lautet die UVP. Über die Funktionen kann man (fast) nicht klagen, die eingestellte Temperatur wird erreicht und auch andere Merkmale, wie das im Sockel aufwickelbare Kabel oder der austauschbare Feinfilter, sind guter Standard. Wer allerdings auf Kunststoffauskleidungen im Inneren lieber verzichtet, muss weitersuchen. Der Schieberegler und das Rundinstrument gefallen mir optisch wie auch in der Praxis sehr gut. Eine Warmhaltefunktion fehlt im Ausstattungspaket und dürfte bei dem Preis ruhig enthalten sein.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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