Luftdruck mit Einfluss!

Wie viel Grad hat kochendes Wasser wirklich?

Wie viel Grad hat kochendes Wasser? Die Antwort auf diese Frage scheint einfach: 100 Grad Celsius. Doch das stimmt nicht in jedem Fall!

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Wie viel Grad hat kochendes Wasser?

Darfs ein bisschen kühler sein? Wie viel Grad hat kochendes Wasser?

Ein Wasserkocher erhitzt das Wasser, mit dem Sie zum Beispiel Tee oder heiße Brühen zubereiten, bis zum Siedepunkt. Dann stellt sich der Wasserkocher von selbst ab. Aber wie viel Grad hat kochendes Wasser genau? Der Siedepunkt des Wassers liegt normalerweise bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius. Dann kocht es und der sogenannte Aggregatzustand des Wassers ändert sich: Es geht vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über.

Wie viel Grad hat kochendes Wasser? Der Luftdruck entscheidet mit!

Allerdings gibt es einen Faktor, der den Siedepunkt des Wassers herabsetzt und es schneller verdampfen lässt – nämlich den Luftdruck. Je geringer der Luftdruck ist, desto niedriger liegt die Temperatur, bei der das Wasser zu kochen beginnt. Ob Wasser fest, flüssig oder gasförmig ist, hängt nicht also nur von der Temperatur des Wassers, sondern auch vom Druck ab.
Kochen Sie das Wasser auf Höhe des Meeresspiegels, siedet es bei 100 Grad Celsius. Dort herrscht ein Normaldruck von 1.013 bar. In größerer Höhe, etwa in den Bergen, wird die Luft mit zunehmender Höhe immer dünner und der Luftdruck sinkt. Das Wasser kocht dann schon bei niedrigerer Temperatur. Sie müssen also in der Höhe das Wasser weniger stark erhitzen, bis es kocht.

Schneller Wasser kochen auf dem Mount Everest

Experten haben ausgerechnet, dass das Wasser auf der Zugspitze, die knapp 3000 Meter hoch ist, schon bei 90 Grad Celsius kocht. Und auf dem Mount Everest mit fast 9000 Metern herrscht ein Luftdruck von 0.326 bar und das Wasser siedet schon bei 70 Grad Celsius. Allerdings verlängert sich dann auch die Kochzeit von Speisen, weil sie ja bei geringerer Temperatur gegart werden. Auch das Eierkochen dauert nicht nur fünf Minuten, sondern länger.
Im Prinzip hat selbst das ganz normale Wetter einen Einfluss auf die Siedetemperatur des Wassers. Hängt ein Tiefdruckgebiet über Ihrem Wohnort, kocht das Wasser schon ein wenig unterhalb der 100 Grad Celsius. Umgekehrt ist es bei einem Hochdruckgebiet: Hier beginnt das Wasser erst kurz über dieser 100-Grad-Marke zu sieden. Diese Wettereffekte sind aber so klein, dass Sie diese kaum bemerken dürften.

Reisewasserkocher

Ingrid Müller

von

Eine gesunde Ernährung, richtig Kochen und gut essen lässt nicht nur die Kilos purzeln, sondern sorgt auch für mehr Wohlgefühl.