Keimfreies Wasser

Ist Babywasser zur Nahrungszubereitung besser?

Viele Eltern schwören auf Babywasser als Durstlöscher und zur Zubereitung von Babynahrung. Welche Vor- und Nachteile hat Babywasser? Die wichtigsten auf einen Blick!

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Babywasser

Babywasser enthält besonders wenige Keime. Muss das wirklich sein?

Der Handel bietet heute ein spezielles Babywasser, mit dem sich Säuglingsnahrung zubereiten lässt oder das sich als Durstlöscher eignet. Babywasser gibt es in PET-Flaschen oder im Tetrapack in Supermärkten, Drogerien, Bio- oder Naturkostläden. Babywasser entspricht den Vorgaben der Mineral- und Tafelwasserverordnung für die Säuglingsernährung und ist zusätzlich keim- und schadstofffrei abgefüllt.

Babywasser: Das sind die Vorteile

  • Babywasser verwenden Sie, ohne es vorher abzukochen. Es ist frei von Keimen und Schadstoffen.
  • Das Babywasser enthält zudem weniger Mineralstoffe als normales Mineralwasser.
  • Als Getränk für unterwegs finden viele Eltern das Babywasser praktisch, weil das lästige vorherige Erhitzen und Umfüllen in die Thermoskanne entfällt.
  • Nach dem Öffnen verbrauchen Sie das Babywasser möglichst schnell. Bereits geöffnete Flaschen stellen Sie in den Kühlschrank, damit sich keine Keime ansiedeln.
  • Babywasser ist eventuell sinnvoll, wenn die Qualität Ihres Trinkwassers vor Ort nicht ausreichend ist. Leitungswasser besitzt zwar in Deutschland eine sehr hohe Qualität und wird strengstens kontrolliert. Dennoch ist es nicht zu 100 Prozent frei von Keimen oder Schwermetallen. Wenn Wasser aus älteren Blei- und Kupferrohren fließt oder es mit Nitraten belastet ist (ländliche Gebiete mit viel Landwirtschaft), dürfen Sie es nicht für die Herstellung von Babynahrung verwenden. Erfragen Sie die Wasserqualität bei Ihrem Wasserversorger oder lassen Sie es analysieren.

Die Nachteile von Babywasser

  • Zu beachten ist, dass das Babywasser schnell ins Geld geht. Denn es ist vergleichsweise kostspielig. So kostet ein Liter Babywasser zwischen 45 und 95 Cent. Es ist bis zu dreimal teurer als herkömmliches Mineralwasser, das ebenfalls für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist (mit dem Aufdruck „für Säuglingsnahrung geeignet“).
  • Noch gravierender fällt der Kostenvergleich mit abgekochtem Trinkwasser aus: Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat ausgerechnet, dass ein Liter Wasser aus der Leitung inklusive Energie zum Erhitzen mit nur 0,2 Cent zu Buche schlägt. Wenn Sie einen Liter Wasser täglich benötigen, läge der Unterschied bei knapp 14 Euro pro Monat.
  • Ist das Babywasser länger als zwei Tage geöffnet, heißt es: Wasser abkochen!
  • Wenn Sie Babywasser zum Anrühren von Pulver verwenden, müssen Sie es trotzdem erwärmen, weil sich das Pulver sonst schlecht auflöst. Warmes Wasser aus der Thermoskanne ist hier im Vorteil.
  • Babywasser gibt es oft nur in großen Verpackungen von 1 bis 1,5 Litern. Auf Ausflügen und Reisen sind sie schwer und unpraktisch. Einmal geöffnet, ist ein Tetrapack zudem kaum ohne Überschwappen oder Auslaufen zu transportieren. Manche Hersteller bieten deshalb einen halben Liter Babywasser an.

Babywasser

Ingrid Müller

von

Eine gesunde Ernährung, richtig Kochen und gut essen lässt nicht nur die Kilos purzeln, sondern sorgt auch für mehr Wohlgefühl.