Gut gebräunt?

Toaster-Test: Das kann der Krups KH442D

Ein gleichmäßig gebräunter Toast ist ein Genuss, ob zum Frühstücksei oder als unverzichtbare Beilage zum Englischen Frühstück. Wie sich der Krups KH442D als Toastlieferant schlägt, hat eKitchen-Autor Gerald Sinschek ausprobiert.

Datum:
Krups KH442D Modellfamilie

Neben dem Toaster Krups KH442D gibt es aus der Serie „Control Line“ auch noch einen Wasserkocher und eine Kaffeemaschine.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der schicke Toaster Krups KH442D toastet sehr gleichmäßig und auf Wunsch auch besonders stark, die Hitzeregulierung funktioniert! Der Brötchenaufsatz ist zweckmäßig und gefällt mir sehr gut, weil hier kein Extrateil in der Küche herumfliegt. Krups hat die Wärmeisolierung gut in den Griff bekommen, wenn das Gerät dadurch auch recht mächtig wirkt. Das aber nehme ich lieber in Kauf, als mir die Finger zu verbrennen. Für den kleinen Haushalt ist der Toaster top, wer regelmäßig vielköpfige Frühstücksrunden mit krossen Toastscheiben zu versorgen hat, greift besser zu einem anderen Gerät.

Pro

  • Schickes Design
  • Gleichmäßiges Bräunungsergebnis
  • Gute Isolierung
  • Integrierter Brötchenrost

Kontra

  • Braucht wegen der dicken Isolierung vergleichsweise viel Platz

Krups KH442D

Spätestens ab Tag drei schmecken Weißbrotscheiben von einem ehemals weichen Laib nicht mehr wirklich gut. Ohne Toaster lässt sich keine schmackhafte Scheibe auf den Teller zaubern. Und bereits geschnittene Toastbrotscheiben brauchen ohnehin Hitzepower vor dem Verzehr. Der Toaster Krups KH442D (UVP aktuell 65 Euro) verfügt über interessante Funktionsdetails und muss seine Bräunungskompetenz beweisen.

Die Ausstattung des Krups KH442D

Als Erstes fällt auf, dass der Toaster Krups KH442D mit Abmessungen von 23,6x32,4x20,2 Zentimetern ein ziemlich voluminöser Apparat ist. Und das, obwohl er lediglich als 2-Schlitz-Variante ausgeführt ist und auch nur zwei Scheiben Brot gleichzeitig toasten kann. Als Grund gibt Krups eine besonders gute Wärmeisolierung an: Der Apparat soll sich auch nach langem und leistungsstarkem Einsatz nicht so sehr erwärmen, dass man sich die Finger am Gehäuse verbrennt. Bis zu 700 Watt lassen sich stufenlos von 1 - 6 regeln. Neben einer Stopp-Taste, mit der sich der Röstvorgang jederzeit unterbrechen lässt, finden sich zwei weitere Tasten für die Auftau- und Aufbackfunktion. Zur sicheren Entnahme lassen sich die gerösteten Brotscheiben mit der Absenktaste extra weit aus den Schlitzen heben: So ist die Gefahr minimiert, sich an der erhitzten Oberseite des Gerätes zu verbrennen. Ein ausklappbarer Brötchenaufsatz ist integriert, das Stromkabel mit etwa 90 Zentimetern (lässt sich im Boden aufwickeln) ordentlich bemessen. Die Gehäuseverkleidung besteht aus mattiertem Edelstahl, im Boden steckt kaum sichtbar eine Krümelschublade, die sich auf leichten Druck hin herausschiebt.

Galerie: Toaster-Test: Das kann der Krups KH442D

So toastet der Toaster

Uns interessieren die Fragen: Heizt und toastet er gleichmäßig? Wird das Gehäuse heiß? Fasst er auch große Scheiben? Ist der Brötchenaufsatz funktionell? Und hüpfen die Scheiben aus dem Gerät und landen im ungünstigsten Fall auf dem Boden, wenn sie fertig sind? Sie stutzen? Alles schon dagewesen.
Vor dem Test lassen wir das Gerät zweimal auf höchster Stufe alle Herstellungsrückstände verbrennen, bevor wir die ersten Scheiben einlegen. 3:35 Minuten dauert das jeweils, ein interessanter Anhaltspunkt für die möglichst perfekte Frühstücksplanung. Selbst nach diesen zwei sehr heißen Durchgängen wird das Gehäuse an den Seiten nicht unanfassbar. Jetzt legen wir je eine normale Scheibe Toastbrot und eine große Scheibe sogenannten Sandwichtoast ein (passt genau), regulieren den Röstgrad-Einsteller auf Stufe 4 und drücken die Absenktaste nach unten. In den zwei Schächten zentriert der Toaster die Scheiben automatisch und mechanisch mittig zwischen die Heizdrähte, die augenscheinlich nicht gleichmäßig glühen. Allerdings ohne negativen Effekt: Nach kurzer Zeit springen die Toasts gleichmäßig gebräunt in die Höhe (und nicht aus dem Gerät!). Dabei trocknen die Scheiben nicht übermäßig aus. Auf Stufe 3 sind sie deutlich blasser, bei Stufe 5 wird es fast zu kross, wobei das natürlich Geschmackssache ist. Hauptsache, die Wärmeregulierung funktioniert und zeigt deutliche Unterschiede.
Auf dem Brötchenlift finden zwei normal große Schrippen Platz, winzige Partybrötchen hingegen würden wohl durchfallen und zwei übergroße Baguettebrötchen sich gegenseitig verdrängen. Bei der empfohlenen Maximalstufe 2 passiert mit unserem Stück Baguettebrot (etwa 4,5 Zentimeter dick) weder innen noch außen viel. Auch nach dem zweiten Durchgang in dieser Einstellung ist das Stück weder außen gebräunt noch innen ausreichend warm. Bei Stufe 3 oder 3,5 gelingt das besser, allerdings erhitzt sich dann auch der Rost ganz ordentlich.
Die Auftau-Funktion von tiefgefrorenen Scheiben klappt bei Stufe 3,5 mit großen und kleinen Toastscheiben sehr gut, den Sinn und Zweck der Aufback-Funktion hingegen kann ich nicht so recht nachvollziehen: Hier passiert praktisch nichts, die Scheibe Brot wird in ca. 30 Sekunden mit reduzierter Leistung (Automatik) nur eben lauwarm. Bringt nicht viel, schadet aber auch nicht.
Bei der Oberfläche kann leider auch Krups nicht zaubern: Trotz der Mattierung sind Fingerabdrücke gut zu sehen, das Gerät will regelmäßig geputzt werden.

Galerie: Die beliebtesten Toaster im Überblick

Krups KH442D

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.