Da passt was rein

Severin AT 2509: Vierfach-Toaster im Röst-Test

Wenn morgens mehr als zwei Personen am Tisch sitzen und auf knusprigen Toast warten, ist der Scheibenröster Severin AT 2509 der richtige Frühstückshelfer: Er serviert bis zu vier große Sandwichtoasts auf einmal.

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Severin AT 2509

Ein Regler, drei Tasten, vier Scheiben Toast: Der AT 2509 von Severin ist mit allen wichtigen Funktionen ausgestattet.

Maximal 14 Millimeter dicke Brotscheiben passen in die beiden Slots für insgesamt vier Standard-Toastscheiben des AT 2509 von Severin. Dabei zentriert das Gerät Toasts und anderes Röstgut mittig zwischen den Heizdrähten, ein verkantetes Querstellen, das zu ungleichmäßigen Ergebnissen führt, gibt es hier nicht. An einem großen Drehknopf lässt sich die Temperatur von 1 bis 6 frei justierbar wählen. Blaue Kontrollleuchten an drei Tasten für Abbruch, Auftauen und Aufwärmen zeigen die gewählte Funktion eindeutig an.
Praktisch: Die integrierte Brötchenauflage für bis zu drei normale Schrippen lässt sich mit einem kleinen Hebel schnell aufstellen. So fliegt kein Extrateil herum, das im entscheidenden Moment vielleicht nicht auffindbar ist. Die herausnehmbare Krümelwanne hat einen ausreichend hohen Rand und das im Boden aufwickelbare Kabel ist mit 75 Zentimetern Länge gut bemessen.

Galerie: Test Toaster Severin AT 2509

Der Toaster Severin AT 2509 im Praxis-Check

Vor dem ersten Einsatz stehen fünf Heiz-Durchgänge mit voller Power auf Stufe sechs – das empfiehlt der Hersteller, damit Produktionsrückstände vollständig verdampfen. Geruch ist während der intensiven Hitze-Prozedur kaum wahrnehmbar, allerdings wird der Apparat von außen bei dieser Extremnutzung ab dem dritten Durchgang sehr heiß. Ein Betriebsgeräusch ist praktisch nicht zu hören.
Jetzt will ich wissen, wie gleichmäßig der Apparat meine Toastscheiben bräunt. Die Erwartungen an das moderne Gerät sind hoch. Hat doch mein uralter Siemens-Toaster nur zwei dicke Heizspiralen rechts und links mittig im Schacht, die die Brotscheiben primär im unteren Bereich und somit sehr ungleichmäßig rösten. Zweifel kommen auf: Während der Reinigungsdurchgänge habe ich gesehen, dass die zahlreichen Heizdrähte im Severin nicht gerade synchron glimmen.

Auftaufunktion und Toast-Katapult

Je zwei Standard- und zwei Sandwichtoast-Scheiben stecke ich in die Slots, der Regler steht auf Stufe 2,5. Die Zahlen zur Temperaturregulierung dürften größer sein, und ein Farbklecks auf dem Markierungsstrich des Reglers würde auch nicht schaden. Nach kurzer Zeit ploppen die Toasts mit Schwung nach oben. Sie sind sehr blass, das war zu wenig Power. Auf Stufe vier hingegen sind sie perfekt und trotz meiner Bedenken gleichmäßig gebräunt.
Genauso zufrieden bin ich mit der Auftaufunktion bei Stufe vier, die ich mit zwei Sandwichtoasts direkt aus dem -18°C kalten Gefrierfach überprüfe. Ebenso funktioniert die Warmhaltetaste so, wie sie sollte, und die Brötchen werden auf dem Klapprost nach je einem Röstvorgang pro Seite knapp unter Stufe vier außen knusprig und innen sehr gut warm.
Einem Hinweis aus verschiedenen Amazon-Nutzerkommentaren möchte ich noch nachgehen: Wenn nur zwei Toasts im Gerät waren, sollen sie angeblich mit so viel Wucht nach oben geschleudert werden, dass sie aus dem Toaster herausfliegen – das stimmt. Wenn die Brotscheibe auf der Arbeitsfläche landet, ist das kein Problem, wenn man sie aber je nach Standort des Toasters vom Fußboden aufsammeln muss, ist das blöd.

Fazit

Der Toaster tut, was er soll: gut toasten. Der Apparat macht knusprige und gleichmäßig gebräunte Toasts und Brötchen. So kann der Tag mit einem leckeren Frühstück beginnen, es gibt kaum etwas zu meckern.
Die Oberfläche ist trotz der Mattierung jedoch sehr anfällig für Fingerabdrücke, da heißt es regelmäßig wienern. Der ausklappbare Brötchenrost dürfte etwas weniger klapprig daherkommen. Ansonsten sieht der AT 2509 von Severin (UVP 49,99 Euro) gut aus und verfügt über alle wichtigen Funktionen.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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