Mit auffälligem Design

Toaster-Test: Kompakter Kenwood kMix für zwei Scheiben

In zahlreichen verschiedenen Versionen bringt der Toaster kMix von Kenwood frische Farbe in die Küche. Liefert er auch ordentliche Ergebnisse oder legt er mehr Wert auf sein Äußeres?

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Kenwood KMix Toaster

Warum nicht mal in Farbe? Schwarze oder silberne Toaster gibt es en masse. Der grüne kMix von Kenwood ist eine erfrischende Abwechslung.

Platzprobleme? Nur zu zweit am Tisch? Dann ist der Toaster kMix im Retrodesign von Kenwood mit kurzen Slots vielleicht das richtige Gerät. Hiermit kann ich zwar nur zwei Scheiben Brot gleichzeitig toasten, dafür passt er besser in meine kleine Toaster-Wasserkocher-Kaffeemaschinen-Ecke in der Küche als ein wuchtiger Langschlitz-Apparat. Immerhin passen auch große Sandwich-Scheiben in das Gerät, an dem sich vergleichsweise wenige Bedienelemente finden: Ein großer Drehregler mit integrierter Drucktaste für „Stopp“, die rot leuchtet und so den Betrieb deutlich anzeigt. Die Temperaturskala reicht von 1 bis 6 und ist frei justierbar. Eine herausnehmbare Krumenwanne ist ebenso Standard wie die Brotscheibenzentrierung zwischen den Heizdrähten. Brötchen finden auf dem separaten Rost Platz, der zudem mit sechs Schlitzen für Brotscheiben ausgestattet ist. Darin kann ich Toasts entweder zum Aufwärmen oder Servieren positionieren. Ein praktisches Gimmick haben die Produktentwickler eingebaut: Dank „Peek & View“ kann ich während des Toastens die Brote kurz anheben, um den Bräunungsgrad zu überprüfen, ohne die Rösterei zu unterbrechen. Das Kabel ist üppige 95 Zentimeter lang und lässt sich im Boden aufwickeln.

Der kMix von Kenwood im Test

Jetzt ein warmes Brötchen, ohne in aller Herrgottsfrühe zum Bäcker gehen zu müssen! Vom Vortag liegen noch zwei im Brotkorb, mal sehen, ob der kMix das hinbekommt. Der Brötchenaufsatz steht etwas kippelig auf dem Gerät und ist zudem sehr hoch gebaut, der Abstand zu den Heizdrähten vergleichsweise groß. Maximal auf Stufe drei soll ich das Zubehörteil verwenden, das erscheint mir unter den gegebenen Umständen wenig. Tatsächlich sind die beiden Brötchen, die gerade so eben auf den Aufsatz passen, nach zwei Röstdurchgängen außen nicht wirklich kross und innen allerhöchstens lauwarm.

Galerie: Der kompakte Toaster Kenwood kMix im Test

Bei den Toasts stelle ich während eines Versuchs mit je einer kleinen und einer großen Scheibe fest, dass das Ergebnis auf Stufe 2,5 zwar nahezu ok ist, die Bräunung sich aber auf den einzelnen Seiten der Scheiben unterscheidet. Das mag an den sehr ungleichmäßig glühenden Heizdrähten liegen. Stufe 4 führt auf jeden Fall zu einem besseren und gleichmäßigeren Ergebnis.
Zu dunkel wird es jedoch beim Auftoasten gefrorener Brotscheiben. Bis zum Anschlag soll ich den Drehregler laut Manual und Piktogramm auf der Skala aufdrehen, heraus kommen jedoch beinahe angekohlte Scheiben Sandwichtoast. Hier sollte man etwas weniger Power geben. Während der zahlreichen Röstversuche wird der Apparat von außen übrigens ziemlich heiß – Anfassen nicht möglich!

Das Fazit

Mit etwas Feinjustierung bei den Funktionen Auftauen und Brötchenrösten liefert der Toaster (UVP 69,99 Euro) gute Ergebnisse für ein gelungenes Frühstück. Bis auf den leicht kippeligen Brötchenaufsatz macht er einen wertigen Eindruck. Die Idee der Peek & View-Funktion ist sehr praktisch. Dank des langen Kabels findet er wohl in jeder Küche einen geeigneten Stellplatz. Das Gerät sieht peppig aus und macht sich zwischen den oft von Schwarz und Silber dominierten Küchengeräten sehr gut – ein echter Hingucker. Eines muss man aber mögen, wenn der kMix von Kenwood im Haushalt steht: Die blanken Oberflächen sind sehr touchy und wollen regelmäßig poliert werden.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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