Die Vorwerk-Jäger

Thermomix-Alternativen: Wer macht dem Original Konkurrenz?

Muss eine Thermo-Küchenmaschine immer von Vorwerk stammen? Nein, meint die Konkurrenz und schickt ihre Alleskönner in den Ring. eKitchen hat sich mehr oder minder vergleichbare Modelle anderer Hersteller angesehen und getestet.

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Thermo-Küchenmaschinen

Küchenmaschinen mit Kochfunktion wie die „Prep and Cook“ von Krups (unten rechts) bieten sich als multifunktionelle Küchenhelfer an – und wollen dem Platzhirschen von Vorwerk (links) ans Leder.

Seit 1980 können die verschiedenen Küchenmaschinen-Modelle von Vorwerk unter dem Namen Thermomix nicht nur häckseln, rühren und mixen, sondern fast im selben Arbeitsgang auch kochen. Das spart Zeit und Kochgeschirr, Millionen von Kochfans in aller Welt schwören auf die Geräte. Dieser Erfolg weckt Appetit bei anderen Herstellern, etwas von dem Kuchen abzubekommen …

Das Original: Vorwerk Thermomix TM5

Das aktuelle Modell Thermomix TM5 für 1.109 Euro (ab April 2016 1.199 Euro) ist technisch voll auf der Höhe der Zeit. Die integrierte Waage findet sich auch schon in Vorgänger-Versionen, die zuletzt für unschöne Schlagzeilen sorgte, als ein TM31 explodierte. Der 2014 eingeführte TM5 verfügt auch über einen farbigen Touchscreen, der den Küchenchef Schritt für Schritt durch das Rezept und den Kochvorgang führt. „Guided cooking“ heißt das und bedeutet, dass auch Kochmuffel bei der Zubereitung von Suppen, Kuchenteigen oder Eintöpfen praktisch nichts mehr falsch machen können. An der Gehäuseseite lassen sich Rezept-Chips andocken, die als digitale Kochbücher das Koch-Repertoire erweitern. Allerdings sind diese Ergänzungen mit rund 30 bis 50 Euro ganz schön teuer. Eine andere Möglichkeit, den Thermomix mit Rezepten zu füttern, ist der optionale Cook-Key. Er bringt den Thermi online und stellt die Verbindung zu Vorwerks Rezept-Portal (nicht verwechseln mit der Rezeptwelt) her. Dort stehen gekaufte und freigeschaltete Rezepte zur Verfügung. Darüberhinaus gibt durchaus noch Tipps für den Thermomix, mit denen Besitzer noch mehr aus dem Multitalent herausholen. Auch auf eKitchen sammeln wir regelmäßig leckere und kreative Rezepte für den Thermomix.

Galerie: Thermo-Küchenmaschinen in der Übersicht

Die Low-Budget-Konkurrenz

Einfache Geräte der 300-Euro-Klasse, wie der von eKitchen getestete Thermo-Kochapparat Rosenstein & Söhne KM-2513 des Elektronikherstellers Pearl, waren lange auf die Basisfunktionen Kochen und Mixen limitiert. Ausstattungsdetails wie Touchscreens, Waagen oder Möglichkeiten zur Online-Vernetzung gibt es nicht. Teilweise fehlt im Zubehör eine gedruckte Anleitung für erste Kochabenteuer. Die muss sich der Nutzer erst per Download auf den PC laden. Design, Funktionalitäten und die Haptik eines Highend-Gerätes kann der Käufer von billigen Küchenhelfern nicht erwarten. Aber Pearl greift weiter an: Die Rosenstein & Söhne TKM 2015 punktete im Test, hat eine integrierte Waage und kostet nur schlappe 199 Euro. Um erst mal zu testen, ob so eine Maschine in die eigene Küche und zu den individuellen Kochgewohnheiten passt, sind die Low-Budget-Geräte durchaus geeignet. Alternativ können Sie neuerdings den Thermomix TM5 mieten!

Konkurrenz aus der mittleren Preisklasse

Schon etwas mehr Geld müssen Sie für die von eKitchen getesteten Geräte Severin KM 3895 (529,90 Euro, UVP) und Krups Prep & Cook HP 5031 (800 Euro, UVP) ausgeben. Beide können wie auch die günstigeren Mitbewerber etwa Kochen, Häckseln und Rühren. Eine eingebaute Waage oder Internetkonnektivität jedweder Form fehlt aber auch hier. Die etwas wertigere Küchenmaschine von Krups glänzt immerhin mit einem umfangreichen und gut strukturierten Bedienfeld sowie besonderen Programmen für die Herstellung von Suppen oder Desserts. Beide machen ihre Arbeit gut, Krups liefert ein mit 300 Rezepten üppig bestücktes Kochbuch mit, aus dem sich sehr viele Menüs kombinieren lassen.
Ein weiteres Modell in dieser Preisklasse ist der Supercook SC 110 von Plawa (799 Euro, UVP). Neben den Standardfunktionen inklusive Dämpfen punktet das Gerät mit einem außergewöhnlichen Bedienkonzept: Das herausnehmbare, etwa Smartphone-große Bedienelement mit 4,3-Zoll-Farbdisplay namens „Yumi“ lässt sich über eine SD-Karte jederzeit updaten: So lassen sich Ideen anderer Nutzer über eine entsprechende App nachkochen. Ähnlich wie beim Marktführer von Vorwerk führt „Yumi“ Schritt für Schritt durch den Kochspaß.

Teure Vorwerk-Konkurrenz

Mit 1.100 Euro (UVP) ist der My Cook von Jupiter preislich gesehen auf Vorwerk-Level. Integrierte Waage, Kochfunktion, verschiedene Rühr- und Häckselaufsätze, schickes, wertiges Äußeres – soweit sehr ähnlich. Allerdings fehlen dem Jupiter moderne Gimmicks wie ein Touchscreen oder die Downloadfunktion von Rezepten via Chip. Weitere Details zu den Geräten finden Sie in der obigen Bildergalerie.

Multikochmixer

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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