Da geht die Luft weg

Luftsauger: Der Vakuumierer VC 10 von Caso

Ein Vakuumierer zieht Luft aus Lebensmittel-gefüllten Spezialbeuteln und verschweißt sie im selben Arbeitsgang. ekitchen-Autor Gerald Sinschek hat den „VC10“ von Caso getestet.

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Vakuumierer_Caso_VC10 mit Gemüse

Frische oder gekochte Lebensmittel lassen sich mit dem Vakuumierer „VC 10“ von Caso länger haltbar machen.

Unter Luftabschluss sind Lebensmittel im Kühlschrank länger haltbar und im Tiefkühlfach lassen sich mit dieser Methode Gefrierbrand und dicke Eiskristalle an Fleisch oder Gemüse weitgehend vermeiden. So ein Vakuumierer scheint also ein praktisches Gerät zu sein! Mit dem „VC10“ von Caso für rund 78 Euro steht ein solcher Luftsauger jetzt auf meiner Arbeitsplatte in der Küche: Ich bin gespannt!

So funktioniert der VC 10 von Caso

In dem kleinen Karton sind nicht viele Teile zu finden: der handliche und nur 1,3 Kilogramm leichte Vakuumierer, eine Packung mit zehn extra reißfesten Spezial-Beuteln und eine Ersatzdichtung. Die Bedienung des VC10 von Caso ist weitgehend selbsterklärend. Deckel auf, Beutel füllen, Beutelende in die Vakuumkammer einlegen, Deckel schließen, Knopf „Vakuum & Schweißen“ drücken und los. Mit 110 Watt saugt und heizt der silberne Apparat laut Bedienungsanleitung, der Stromverbrauch liegt damit sehr niedrig. Wenn die mitgelieferten Beutel verbraucht sind, lässt sich der Vorrat entweder mit einer 50er-Packung Beutel im Format 30x40 Zentimeter für rund 22 Euro auffüllen. Oder man greift zur sechs Meter langen und 30 Zentimeter breiten Rolle (19 Euro) und kann so die benötigte Größe für jede Aktion direkt anpassen, ohne viel Material zu verschwenden.

Galerie: Luftsauger: Der Vakuumierer VC 10 von Caso

Was kann ich vakuumieren?

Im Prinzip alle Lebensmittel, von kompletten Mahlzeiten wie Eintöpfen, Fleisch, Käse bis hin zu Wurst, Obst, Gemüse oder trockener Nahrung wie Nüsse oder Müsli. Eine gute Kühlung ersetzt das Vakuum natürlich nicht, leicht verderbliche und frische Produkte müssen nach dem Vakuumieren im Kühlschrank lagern. Gemüse sollte vorher kurz blanchiert und Obst geschält werden, empfiehlt der Hersteller Caso – das verlängert die Haltbarkeit.

Der Test

Für einen Grillabend möchte ich Nackensteaks marinieren und für eine längere Paddeltour Müsli luft- und wasserdicht verpacken. Ich gebe etwa zwei Esslöffel Öl-Kräuter-Mischung in den Beutel, lege ein Steak dazu und lasse beides nach unten rutschen. Obwohl der mitgelieferte Beutel für das eine Fleischstück deutlich zu groß ist, lasse ich die Schere vorerst an ihrem Platz. Die offene Seite des Beutels lege ich auf die Vakuumkammer, lasse den Deckel einrasten und drücke die Taste „Vakuum & Schweißen“: Der Motor beginnt sofort, die Luft heraus zu saugen. Allerdings wird mit der Luft auch ein Teil der Marinade in Richtung Beutelöffnung gezogen. Nach dem Verschweißen öffne ich den Deckel und sehe die Öllache in der Vakuumkammer. Die Menge hält sich in Grenzen und lässt sich gut mit einem Küchentuch aufnehmen. Zu viel Flüssigkeit darf ich also offensichtlich nicht in die Beutel füllen. Caso empfiehlt, Suppen oder ähnliche Speisen vor dem Versiegeln anzufrieren. Im Beutel ist etwas Restluft vorhanden, die Naht ist dicht.
Für das Müsli schneide ich den Beutel auf eine dem Inhalt angemessene Größe zurecht. Klappt gut – hier ist das Vakuum nahezu perfekt, die Folie schließt sich eng um Körner und Trockenfrüchte.

Fazit

Nach einem Dutzend Einsätzen bin ich von dem Gerät angetan. Die Funktion ist einfach und gut zu verstehen und auch die Preise für die Vakuumbeutel sind OK. Normale Gefrierbeutel lassen sich allerdings nicht verwenden. Klar – ich kann keine Aussagen darüber treffen, wie es sich nach dem 250. Vakuumieren verhält. Aber die Maschine hat ein passables Vakuum gezogen und die Schweißnähte waren dicht.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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