Für perfekten Teegenuss

Tee richtig zubereiten – ob grün oder schwarz

Grünen Tee aufzubrühen ist kein Hexenwerk. Bei schwarzem gibt es noch weniger Fallstricke. Beherzigen Sie die eKitchen-Tipps, wie Sie Tee richtig zubereiten, und es geht rein gar nichts schief!

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Grüner Tee inklusive Kännchen

Richtig zubereitet ist Tee ein Hochgenuss.

Teebeutel rein und ein paar Minuten warten, das passt schon!? Teekenner zucken bei einer solchen Vorgehensweise zusammen. Auch wenn man aus der optimalen Zubereitung keine Glaubensfrage machen muss, gibt es ein paar Schritte, die helfen, dass der Tee besser schmeckt – egal, ob Sie einen Teebeutel oder losen Tee benutzen. Lernen Sie im Folgenden, wie Sie Tee richtig zubereiten.

Die wichtigsten Tipps für Tee

Den entscheidenden Schritt beim Zubereiten von Tee machen Sie ohnehin viel früher, nämlich beim Kauf. Tee ist ein empfindliches Produkt, die Qualitätsunterschiede sind gravierend. Sie müssen keine Unsummen für Tee investieren, doch so manche Sorte hat ihren Preis. Und aus einem schlechten Tee machen Sie durch die Zubereitung keinen guten. Ein Besuch beim Teefachhändler lohnt. Kaufen Sie verschiedene Sorten in kleinen Mengen, so finden Sie schnell den Tee, der Ihnen am besten mundet. Es wird ein Tee aus losen Blättern sein, ganz sicher. Tee aus Teebeuteln kann gut schmecken, aber nur der aus losen Blättern ist wirklich spitze.

Überbrühen mit zwei Kannen

Lassen Sie das Tee-Ei in der Schublade, es engt den losen Tee ein, das Aroma bleibt auf der Strecke. Nehmen Sie zwei Teekannen und ein Sieb: eine Kanne zum Übergießen, eine zum Servieren. Spülen Sie die Kannen vorab mit heißem Wasser aus, um sie vorzuwärmen. Wohnen Sie in einem Gebiet mit stark kalkhaltigem Wasser, filtern Sie es; je feiner Ihr Tee ist, desto wichtiger ist dieser Schritt. Mineralwasser eignet sich kaum zur Zubereitung, da die Werte von Hydrogencarbonat, Calcium und Magnesium bei den allermeisten Sorten zu hoch sind: Der Geschmack kann sich nicht entfalten. Wollen Sie dennoch Mineralwasser nutzen, verwenden Sie eins, bei dem das Calcium-Gehalt unter 10 Milligramm pro Liter (mg/l) liegt, das Magnesium-Gehalt unter 30 mg/l. Die Hydrogencarbonate sollten 20 mg/l nicht überschreiten.

Die richtige Dosierung

Achten Sie auf die richtige Dosierung des Tees. Eine Waage hilft, per Augenmaß verschätzt man sich leicht. Ein Teelöffel voll ganzblättrigem Tee entspricht etwa 1 bis 2 Gramm. Haben Sie broken tea, also kleinblättrigen Tee in gebrochener Form, können Sie mit 3 Gramm rechnen. Faustregel: Rechnen Sie mit 10 bis 15 Gramm je Liter oder etwa einem Löffel losen Tee pro Tasse. Logisch: Es ist leichter, einen zu starken Tee wieder zu verdünnen als umgekehrt.

Die perfekte Temperatur

Erhitzen Sie das frische Wasser, kochen Sie es aber nicht tot, sondern nur kurz auf! Schwarzen Tee übergießen Sie direkt nach dem Aufkochen, da eine Temperatur von 95 Grad ideal ist. Bei grünem Tee müssen Sie das Wasser abkühlen lassen: Mit 80 Grad warmem Wasser erhalten Sie in der Regel ein gutes Ergebnis. Diese Temperatur haben Sie ungefähr erreicht, wenn Sie das kochende Wasser fünf Minuten sich selbst überlassen. Die genaue Zeit hängt von der Isolierung Ihrer Kanne ab.

Die optimale Ziehzeit

Ist die gewünschte Temperatur erreicht, überbrühen Sie den losen Tee. Geben Sie ihn in die Aufgusskanne und gießen Sie das Wasser zügig ein. Die Teeblätter müssen ganz überdeckt sein, rühren Sie nicht um. Eine allgemeingültige Aussage über die Ziehzeit zu machen, ist schwierig. Da verhält es sich wie bei der Zubereitung eines Steaks: Der eine mag es well done, der andere medium. In aller Regel benötigt grüner Tee rund drei Minuten, schwarzer Broken Tee ebenso, schwarzer Blatt-Tee zwischen fünf und sieben Minuten.
Die Ziehzeit beeinflusst die Wirkung: In den ersten zwei bis drei Minuten gelangt hauptsächlich das Koffein in den Aufguss. Die wichtigen Gerbsäuren lösen sich erst später und binden dabei das Koffein. Je kürzer ein Tee zieht, desto höher ist folglich der Koffein-Anteil und desto anregender ist er. Ist die Ziehzeit erreicht, gießen Sie den Tee mithilfe eines Küchensiebs in die Servierkanne um.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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