Mit Akkupower

Kabellos im Test: Der Stabmixer KitchenAid 5KHB3581

Ein Akkustabmixer mit einer Handvoll Zubehörteilen könnte eine echte Hilfe in der Küche sein. Ob der KitchenAid 5KHB3581 tatsächlich eine Lücke füllt und ausreichend Puste für mehr als eine Anwendung bietet, hat ekitchen-Autor Gerald Sinschek getestet.

Datum:
KitchenAid Akkustabmixer

Alle Kleinteile und der Motor des Akkustabmixers KitchenAid 5KHB3581 finden in einem praktischen Kunststoffkoffer Platz.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Für den zugegeben üppigen Preis bekommt man bei dem Akkumixstab KitchenAid 5KHB3581 gutes Styling und sehr viel Funktionalität. Die Bandbreite reicht über die eines normalen Stabmixers weit hinaus. Alle Zubehörteile sind sehr praxisnah ausgeführt und machen ihre Arbeit in diesem Test zumeist sehr gut. Die Geräuschentwicklung ist gering, der Motor ausreichend kräftig und der Akku hat ordentlich Reserven auch für zahlreiche Anwendungen bei verschiedenen Zubereitungen. Der Umbau von einer Funktion zur anderen geht sehr schnell.

Pro

  • Lange Akkudauer
  • Viel Zubehör
  • Sehr leise im Betrieb
  • Gutes Handling
  • Sehr vielseitig

Kontra

  • Je nach Konfiguration etwas schwer
  • Recht hochpreisig

KitchenAid 5KHB3581

Oft können Standard-Stabmixer in der Küche nichts anderes als Suppen zu pürieren. Das ist einerseits ganz schön wenig und ein echt beschränktes Einsatzspektrum für ein ziemlich sperriges Gerät das vergleichsweise viel Platz im Küchenschrank beansprucht, andererseits ist so ein Teil aber unverzichtbar. Das dachte sich auch KitchenAid und hat mit dem Akkustabmixer 5KHB3581 (mit Zubehörkoffer UVP 299 Euro, ohne als 5KHB3583 ab 160 Euro) nicht nur dank zahlreicher Zubehörteile die Einsatzvielfalt stark erweitert, sondern das Gerät mit einem herausnehmbaren Akku (40 Euro) gleichzeitig von seiner radiuseinschränkenden Kabelgebundenheit befreit.

So vielseitig ist der Akkustabmixer KitchenAid 5KHB3581

KitchenAid-typisch sieht der Akkustabmixer sehr schick und wertig aus. In einem praktischen Kunststoffkoffer mit Klarsichtdeckel stecken das Motorgehäuse mit den Bedienelementen, zwei Mischarme mit etwa 13 und 26 Zentimeter Länge, ein Schneebesen mit Adapter, drei verschiedene Klingen (S-Messer, Schäummesser, Sternmesser) jeweils mit Klingenschutz sowie der Li-Ion-Akku mit einer Kapazität von 1,2 Ah, aus denen der Stabmixer maximal 180 Watt generiert. Zusätzlich liefert KitchenAid einen Mixerkrug mit Deckel und Spritzschutz (1 Liter Volumen), einen Zerhacker (600 Milliliter Volumen) und die recht große Akku-Ladeschale im Set.
Der herausnehmbare Akku verschwindet im oberen Teil des Gehäuses und rastet dort satt ein. Soll er wieder entnommen werden, wird er mit einem großen Hebel entriegelt. Unter diesem Hebel sind die fünfstufige LED-Geschwindigkeitsanzeige und die vierstufige LED-Akkustandsanzeige angesiedelt. Außerdem ein griffiges Gummipolster, das sich gut in den Handbereich zwischen Daumen und Zeigefinger einpasst. Auf der gegenüberliegenden Seite sind übereinander angeordnet die Tasten für Ein/Aus, Geschwindigkeitswahl und Start.

Galerie: Akku-Stabmixer KitchenAid 5KHB3581 im Test

Der Praxistest

Das Gerät liegt gut in der Hand, ein Leichtgewicht ist es allerdings schon ohne Werkzeuge nicht. Die Bedienknöpfe sind gut mit Zeigefinger (Geschwindigkeit) und den anderen drei Fingern (Start) zu erreichen. Adapter und Verlängerungen rasten gut ein, einzig die Markierungen für den korrekten Zusammenbau dürften etwas deutlicher zu sehen sein. Zerhacker und Mischtopf stehen dank der Gummiringe im Boden fest auf der Arbeitsfläche. Die Volumina für beide Teile sind praxisgerecht.
Jetzt der Schneebesen eingesteckt, 200 ml Sahne in den Mixerkrug gefüllt und los: Nach 1:30 Minuten auf Stufe 5 ist die Sahne gut fest, das Mixgeräusch hält sich sehr in Grenzen. Sehr gut.
Drei Eiklar soll der Apparat jetzt schön fest mixen: Nach 2 Minuten bei maximaler Geschwindigkeit ist der Eischnee schnittfest und gut aufgeschäumt. Top.
Gespannt bin ich auf den Aufschäumer-Aufsatz, der Milch oder dünne Teige mit extra vielen Luftblasen versehen soll: Mit warmer (55°C) und kühlschrankkalter Milch passiert allerdings nicht so viel, das Volumen verdoppelt sich nicht annähernd. Da hatte ich mehr erhofft.
Werkzeugwechsel: Nun soll der Zerhacker bei meinem Lieblings-Pesto zeigen, was er kann. Ganz einfach ist die Aufgabe nicht, denn die gerösteten Mandeln sind recht hart. Die kommen im Ganzen in den Mixtopf, die anderen festen Zutaten (Parmesan, Knoblauch, Rucola) schneide ich grob damit sie sich gut einfüllen lassen. Drei Minuten arbeitet das Gerät auf Stufe 5, dann hat das Pesto die richtige Konsistenz und ist noch nicht zu breiig. Köstlich.
Zum Abschluss will ich mit dem S-Messer und der langen Verlängerung eine Kartoffelsuppe mundgerecht schreddern. Nach 25 Minuten Garzeit sollte das kein Problem für den Akkumixer sein. Als ich wegen des tiefen Topfes allerdings die lange Verlängerung angesteckt habe, messe ich 60 Zentimeter Länge bei 1,2 Kilo Gewicht - was für ein amtlicher Mixprügel! Der wäre auch zur Selbstverteidigung geeignet.
Seinen Job im Topf macht das Gerät innerhalb von drei Minuten auf Stufe 4 sehr gut. Die Zutaten sind jetzt noch leicht stückig. So will ich es haben.
Während der zahlreichen Einsätze und insgesamt knapp 13 Minuten langen Rührdauer, meistens mit maximaler Power, ist die Ladeanzeige von vier Balken auf zwei gesunken. Das Gerät hätte also bestimmt noch Saft für weitere 10 Minuten Küchenarbeit.

Galerie: KitchenAid: Die Geräte im Überblick

KitchenAid 5KHB3581

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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