Würzig, erfrischend, köstlich

Gazpacho wie aus Andalusien – so einfach geht's

Auf dieses Gericht wollen Sie ab 25 Grad Sommerhitze nicht mehr verzichten: Die kalte Suppe Gazpacho schmeckt deftig und ist einfach zuzubereiten.

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Gazpacho selbst gemacht

Der herrlich kühle Gazpacho ist eine perfekte Mahlzeit im Sommer – leicht und gesund.

Der Legende nach waren es in Spanien stationierte Römer, die einst den Gazpacho erfunden haben. Um den kräftigen spanischen Rotwein schneller in den Hals zu bekommen, sollen sie ihn mit Brot, Olivenöl und Gurken bereichert haben. Doch in Wahrheit hat das Gericht den Römern wie den Spaniern wohl einfach geschmeckt. Was gibt es bei heißen Temperaturen besseres als eine Suppe, die kühlt und dazu noch köstlich ist? Und einfach nur aus Brot, frischem Gemüse, deftigen Zwiebeln, Knoblauch und einem guten Dressing aus Essig und Öl besteht? Leicht anzurühren ist ein Gazpacho obendrein. Probieren Sie es selbst!

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Gazpacho – frisch und leicht scharf

In einen original andalusischen Gazpacho gehören altbackenes Weißbrot, Tomaten, eine Salatgurke, Knoblauch, Zwiebeln, Olivenöl, Weinessig, Salz und Wasser. Richtig, die Tomaten gab es bei den Römern noch nicht, sie sind erst im 15. Jahrhundert mit Christoph Kolumbus nach Europa gekommen. Doch die roten Früchte passen so perfekt in den Gazpacho, dass sie inzwischen als Originalzutat gelten (so lagern Sie sie richtig). Wer mag, kann zusätzlich Paprika verwenden: Eine grüne Paprika harmoniert gut mit den anderen Gemüsen, rotes Paprikapulver sorgt für etwas Schärfe. Auch schwarzer Pfeffer passt wunderbar in die kalte Suppe.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 3 Scheiben Weißbrot von gestern
  • 600-800 Gramm Tomaten
  • 1 Salatgurke
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 2 EL Rotweinessig
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz und Gewürze nach Geschmack

Zubereitung von Gazpacho

1. Brot in Wasser einweichen.
2. Tomaten und Gurke von Stielen befreien, schälen und entkernen. Die Tomaten zum Schälen kurz in heißem Wasser baden, die Haut abziehen. Zwiebel und Knoblauch ebenfalls schälen und würfeln.
2. Ein Drittel der Tomaten- und der Gurkenwürfel beiseite stellen.
3. Die restlichen Zutaten zusammen mit dem ausgedrückten Weißbrot in eine Schüssel geben. Mit dem Pürierstab grob pürieren. Vom Ergebnis wieder ein Drittel entnehmen und beiseite stellen. Den Rest fein pürieren. Zuletzt den grob pürierten Gazpacho wieder hinzufügen – so behält die Suppe mehr Substanz.
4. Nach Belieben mit Wasser verlängern, mit Salz und Pfeffer würzen. Zwei Stunden kalt stellen.
5. Den Gazpacho auf vier Teller verteilen und mit den zurückbehaltenen Tomaten- und Gurkenwürfeln garnieren. Basilikum- oder Minzblätter machen sich ebenfalls gut obenauf.

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Gazpacho gibt es heute in vielen verschiedenen Varianten. Jede Region fügt dies und das hinzu, in Spanien und Portugal unterscheiden sich die Gazpachos manchmal nicht nur von Dorf zu Dorf, sondern von Familie zu Familie. „Original“ ist alles, was auf Basis der Urzutaten entsteht und nach Gusto erweitert auf den Tisch kommt. Eins ist jedenfalls sicher: Als Beilage schmeckt frisches, knuspriges Brot ganz hervorragend. Und hungrige Puristen bringen am besten noch Serranoschinken und Oliven mit auf den Tisch. Coolen Appetit!

Stabmixer für feines Gazpacho

Isabel Winklbauer

von

Kochen als Lieblingswissenschaft