So geht’s

Bärlauchpesto: Vom Sammeln bis zur Zubereitung

Bärlauch gilt in der Küche als die Knoblauchalternative. Noch können Sie das wilde Kraut sammeln und direkt frisch verarbeiten. Wir verraten Ihnen, was Sie beachten müssen und wie Sie ein leckeres Bärlauchpesto selber machen können.

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wilder Bärlauch

Bärlauch sieht aus wie ein normales Wiesenblümchen. Da steckt aber weit mehr drin!

Bärlauch ist das beliebteste wildwachsende Frühlingskraut und hat seit Anfang Mai Hochsaison. Das zwiebelartige Gewächs findet sich vor allem auf Wiesen von Laubwäldern. Dort ist es ähnlich dem Buschwindröschen ein wunderhübscher Bodendecker. Sollte man vom Röschen aber lieber die Finger lassen, lohnt sich das Sammeln von Bärlauch umso mehr. Wer sich bei Wildkräutern kaum oder gar nicht auskennt, sollte jedoch lieber einen Fachmann mitnehmen. Welche Verwechslungsgefahr beim Bärlauch besteht, wie Sie leckeres Bärlauchpesto zubereiten und noch mehr erfahren Sie bei eKitchen.

Bärlauch sammeln und zubereiten

Bärlauch ist Knoblauch im Geschmack sehr ähnlich. Das liegt daran, dass der mit ihm und auch anderen Zwiebelgewächsen verwandt ist. Das Aroma des Bärlauchs ist jedoch nicht so aufdringlich wie beim Knoblauch und daher sind die Blätter des Krauts eine tolle Alternative. Ob in Kräuterbutter, als Suppe oder Zugabe bei herzhaften Backwaren – Sie sollten Bärlauch sammeln, solange er Saison hat. Das Schöne an der Pflanze ist, dass Sie auch die Blüten mit verarbeiten und essen können. Entfernen Sie aber vorher die Stiele. Dann sind die kleinen weißen Blümchen eine tolle Deko auf Salaten oder Suppen. Dient Bärlauch als aromatische Unterstützung bei warmen Speisen, geben Sie ihn erst kurz vor dem Servieren hinzu. Dann behält er Geschmack und Aroma am besten.
Maiglöckchen

Schön und giftig – das Maiglöckchen.

Beim Sammeln von Bärlauch müssen Sie besonders vorsichtig sein. Zum einen sollten Sie immer nur einzelne Blätter pflücken. So schonen Sie die Bestände der Pflanzen. Zum anderen können gerade die Blätter schnell mit denen der, auch im Moment noch blühenden, Maiglöckchen verwechselt werden. Im Gegensatz zum Bärlauch sind Maiglöckchen jedoch giftig! Solange die Pflanzen blühen, ist es kein Problem. Die glockenförmigen Blüten der Maiglöckchen unterscheiden sich sehr gut von den sechsblättrigen, sternenförmigen Blüten des Bärlauchs. Sobald die Blüte aber vorüber ist, wird es für Laien gefährlich. Nur am Knoblauchgeruch der Blätter kann man Bärlauch dann noch problemlos erkennen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Bärlauch jetzt einfach frisch auf dem Wochenmarkt oder im Gemüseladen kaufen.

Galerie: Tolle Ideen zum Kochen mit Bärlauch

Leckeres Bärlauchpesto – so geht’s

Haben Sie sich mit Bärlauch eingedeckt und wissen gar nicht so recht, was Sie nun damit anstellen sollen? Wichtig ist, dass Sie ihn schnell verarbeiten. Gekühlt hält sich das Kraut nur maximal zwei Tage. Ohne viel Aufwand können Sie die Blätter mit etwas grobkörnigem Salz in Olivenöl einlegen und gut verschließen. So hält er sich gut ein paar Monate. Die wohl leckerste Variante ist ein Bärlauchpesto. Das ist nicht nur mit wenigen Schritten zubereitet. Sie können es wie das Bärlauchöl in Gläser abfüllen und im Kühlschrank lagern.
Für ca. vier Gläser Bärlauchpesto benötigen Sie:
  • 200 g Bärlauchblätter
  • 150 g Nüsse (nach Geschmack zu gleichen Teilen eine Mischung aus Pinien-, Sonnenblumen- und Kürbiskernen)
  • 500 ml Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 g Parmesan
  • Pfeffer und grobkörniges Meersalz
Die Blätter waschen und in der Salatschleuder trocken schleudern. Dann grob hacken. Die Knoblauchzehen von der Haut befreien und ebenfalls grob hacken. Nun geben Sie die Blätter, den Knoblauch, die Nussmischung und das Öl in eine hohe Schüssel und pürieren die Masse mit einem Pürierstab. Zu guter Letzt den Parmesan reiben und das Bärlauchpesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In Gläser abgefüllt, sind Bärlauchöl und Bärlauchpesto schöne Geschenke. Das Pesto hält sich in dunklen Gläsern und kalt gelagert mehrere Monate.

Einmachgläser für Bärlauchpesto

Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!

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