Vakuumierer im Test

Haltbare Lebensmittel: Vakuumierer Steba VK 5 im Test

Ohne Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit bleiben Lebensmittel länger haltbar. Ob der Vakuumierer Steba VK 5 seinen Einsatzzweck beherrscht, hat eKitchen-Autor Gerald Sinschek getestet.

Datum:
Steba VK 5 mit Vakuumbeutel

Das Vakuumiergerät Steba VK 5 zieht Luft aus dem Spezialbeutel und verschweißt ihn in einem Arbeitgang.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Schnell ist das Vakuumiergerät Steba VK 5 einsatzbereit und erzeugt mit wenigen Handgriffen ein ordentliches Vakuum mit sicherer Schweißnaht. Das Handling ist einfach. Das Gerät schließt dicht ab, ist im Betrieb nicht übermäßig laut und mit einem praktischen Trennmesser für Vakuumier-Folienrollen ausgestattet. Die kleine Auffangschale für Flüssigkeiten lässt sich für die Reinigung einfach entfernen.

Pro

  • Einfach zu bedienen
  • Gute Resultate
  • Integriertes Trennmesser

Kontra

  • Etwas schlichte Haptik
Vakuumierer wie der Steba VK 5 (UVP 89,99 Euro) sind sehr praktische Helfer im Haushalt: Mit diesen Geräten und speziellen Plastikbeuteln lassen sich verschiedenste Lebensmittel unter Luft- und Feuchtigkeitsabschluss lagern. Das verhindert zum Beispiel Gefrierbrand und die Bildung von Eiskristallen an selbst verpackter Tiefkühlware. Hygienischer und effektiver ist diese Methode im Vergleich zum selbst gesaugten Vakuum im Gefrierbeutel ohnehin. Aber auch luftgetrocknete Lebensmittel wie etwa gedörrtes Obst oder die Müsliportion für die Wander- oder Paddeltour lassen sich mit dem Vakuumierer wasserdicht und platzsparend verpacken. Außerdem lässt sich derart vakuumiertes und gewürztes Fleisch oder Gemüse in einem Sous-Vide-Gerät bei niedrigen Temperaturen garen.

Ausstattung des Steba VK 5

Mit 40x17x9,5 Zentimetern ist der Vakuumierer recht kompakt, das Gewicht von etwa 1,6 Kilo stellt kein Handling-Hindernis dar. Drei Tasten sind auf der Oberseite angeordnet, die starten das reine Verschweißen oder das Vakuumieren und Verschweißen. Die dritte Taste bricht den jeweiligen Vorgang ab. An der Hinterseite der oberen Gehäusehälfte ist ein Trennmesser integriert. So können nicht nur fertig konfigurierte Beutel (max. 30 Zentimeter breit) verwendet werden, sondern auch Endlosware von der Rolle. Die Herstellung von individuell langen Beuteln hat den Vorteil, dass sich die Größe genau an die Lebensmittelportion anpassen lässt. Hierbei wird die erforderliche Länge abgerollt, dann das eine Ende des Plastikschlauches mit einer (doppelten) Schweißnaht verschlossen, befüllt, vakuumiert und wieder mit einer (doppelten) Naht versiegelt. Das spart Material – immerhin kosten 50 Fertigbeutel mit 30 Zentimeter Breite und addiert zehn Meter Länge je nach Hersteller rund 15 Euro, ein Set mit zwei Rollen à sechs Metern Länge hingegen nur 16 Euro.

Galerie: Haltbare Lebensmittel dank Vakuum: Steba VK 5 im Test

Im unteren Gehäuseteil fängt eine herausnehmbare kleine Schale eventuell aus dem Beutel heraus gesaugte Flüssigkeit aus. Im oberen Gehäuseteil findet sich zudem ein Schlauchanschluss, mit dem sich in geeigneten Behältern ein Vakuum herstellen lässt. Mit bis zu 170 Watt und einer Absauggeschwindigkeit von maximal 11 Litern pro Minute kann der Steba VK 5 einen Unterdruck von -0,8 bar erzeugen. Das mit 75 Zentimetern für diesen Gerätetyp ausreichend lange Kabel lässt sich im Boden aufwickeln.

So hat der Vakuumierer funktioniert

Schnell ist der VK 5 einsatzbereit: Kabel in die Steckdose, Ein-/Aus-Schalter umgelegt – fertig. Von einem Dörrgeräte-Test liegen getrocknete Pilze bereit, die ich möglichst lange haltbar aufbewahren möchte. Ich fülle den konfektionierten Beutel mit einer Handvoll der schrumpeligen Mischung, klappe das Gerät auf und schiebe den Beutel bis an die Markierung in der Auffangschale vor. Zum Schließen des VK 5 ist ein beherzter Druck auf beide Ecken des Deckels erforderlich, dann rastet er hörbar ein. Nach kurzem Druck auf die Taste „Vakuumieren und schweißen“ beginnt der Apparat, deutlich hörbar die Luft aus dem Beutel zu saugen. Nach wenigen Sekunden hat sich die Folie eng um die getrockneten Pilze gelegt und unmittelbar darauf erlischt die rote Betriebsleuchte: Der Beutel ist jetzt luftleer und versiegelt. Das hat sehr gut und schnell funktioniert! Auch das Trennmesser am Gehäusedeckel schneidet selbst die dicke Spezialfolie sauber durch. Die Folie ist übrigens je nach Hersteller bis zu vier Stunden kochfest und kann in der Mikrowelle bis zu 70 °C aushalten.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.