Zentrifugenentsafter

Entsafter im Test: Gastroback Design Multi Juicer 40127

Ein Entsafter macht Obst und Gemüse im Nu zu einem trinkbaren Vitaminstoß. Wie effektiv und benutzerfreundlich der Gastroback Design Multi Juicer 40127 ist, zeigt der Test.

Datum:
Gastroback 40127 Entsafter

Mit ganzen Früchten? Dank des großen Füllschachtes passen Obst und Gemüse praktisch unzerkleinert in das Gerät.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Entsaften kann der Gastroback Design Multi Juicer 40127 tatsächlich im Eiltempo und ohne viel Vorarbeit, dem großen Füllschacht sei Dank. Der große Saftkrug ist blitzschnell randvoll. Dabei sieht der Entsafter trotz seiner Größe recht ansprechend aus und macht sich mit einfacher Bedienbarkeit Freunde. Auch die Reinigung geht dank der relativ wenigen Bauteile recht schnell über die Bühne. Die Ergebnisse unter diesen Testbedingungen sind allerdings nicht besser als befriedigend. Die teils wässrigen teils deutlich dickeren, stark getrennten Obst-Gemüse-Säfte sind weder vom Aussehen her noch von der Textur eine Offenbarung. Der Trester ist bei allen Versuchen feucht bis nass, hier wird also Flüssigkeit verschenkt.

Pro

  • Großer Füllschacht
  • Arbeitet sehr schnell
  • Einfache Bedienung

Kontra

  • Trester vergleichsweise feucht
  • Produziert viel Schaum

Gastroback Design Multi Juicer 40127

Trinken statt kauen heißt die Idee hinter Obst- und Gemüseentsaftern, mit denen sich ein leckeres und schnelles Multi-Vitamingetränk herstellen lässt. Insbesondere die Möglichkeit, viele sehr unterschiedliche Obstsäfte zu kombinieren und sie sogar mit Gemüseessenzen zu verfeinern, macht das Entsaften interessant. Gastroback hat mit dem Design Multi Juicer 40127 (Zentrifugenentsafter) ein großes aber zugleich auch ansprechendes Gerät entwickelt (UVP 279,99 Euro), das sich mit einem Smoothie-Set erweitern lässt.

Schwer, stark schnell: Design Multi Juicer 40127

Von den Abmessungen her ist der mit Edelstahl verkleidete Gastroback Design Multi Juicer eindeutig für große und schnell entsaftete Portionen ausgelegt: Das knapp 5,4 Kilogramm schwere Gerät arbeitet mit bis zu 1.300 Watt und erreicht Drehzahlen von 6.500 bis 13.000 Umdrehungen pro Minute. Die lassen sich über einen griffig gummierten Drehschalter in fünf Stufen justieren. Das Kernstück, ein Edelstahl-Mikrosieb mit titanbeschichteten Messerchen, darf zur gründlichen Reinigung bis 60°C in den Geschirrspüler. Üppige drei Liter fasst der schwarze Tresterbehälter, der an der linken Gehäuseseite angestellt und durch den Entsafterdeckel gleichzeitig verschlossen wird. Rechts am Entsafter befindet sich der Saftauslauf, unter dem bündig ein 1,2 Liter fassender und gedeckelter Saftkrug steht. Sollte doch einmal nur ein kleines Trinkglas unter dem Auslauf stehen, schützt eine aufschiebbare Gummitülle vor Spritzern.

Das Großmaul steht stabil

Wegen des vergleichsweise großen Durchmessers des Füllschachtes von 8,5 Zentimetern ist es möglich, auch Obst- und Gemüseteile wie z.B. Äpfel im Stück, ohne sie vorher zu zerteilen, in den Entsafter zu geben. Das spart Zeit und Vorarbeit.
Vier große Gummifüße sollen den Entsafter-Klotz sicher auf der Arbeitsplatte halten, das im Geräteboden aufwickelbare Stromkabel ist mit einem Meter Länge nicht zu lang ausgefallen. Im ausführlich beschriebenen und bebilderten Manual finden sich eine praktische Tabelle unter anderem zu Lagerung und Nährwert von Obst und Gemüse sowie ein kleiner Rezeptteil.

Galerie: Gastroback Design Multi Juicer 40127

Die Testläufe

Drei verschiedene Säfte soll mir der Apparat zubereiten, für die bessere Vergleichbarkeit handelt es sich um dieselben Rezepte, die ich mit einem Schneckenentsafter hergestellt habe: ein pikanter Drink aus Möhre, Orange, Zitrone und Tomate ist dabei, außerdem eine flüssige Süßigkeit aus Melone, Apfel, Banane und einer halben Zitrone sowie einem sehr erfrischenden Obst-Gemüse-Cocktail aus Gurke, Apfel und reichlich frischer Minze.
Je nachdem, wie hart oder weich die verschiedenen Zutaten sind, muss ich die Geschwindigkeit des Gerätes laut Handbuch anpassen: Wenig Drehzahl für weiche, viel Drehzahl für harte Lebensmittel.
Drink 1: Möhre, Orange, Zitrone und Tomate
Wegen des großen Füllschachtes muss ich für den ersten pikanten Drink praktisch nichts zerkleinern. Die Tomaten geben auf Stufe 1 alles, was sie haben, für die Orangen justiere ich den Drehschalter hoch auf Stufe 3 und gebe schließlich die Möhren bei Stufe 5 dazu. Im durchsichtigen Deckel des Tresterbehälters hat sich ein schönes aber sehr feuchtes Farbpotpourri aus den festen Bestandteilen der Zutaten angehaftet, auf der anderen Seite im Saftkrug steht die Flüssigkeit deutlich getrennt in zwei Etagen. Das alles hat nur wenige Sekunden gedauert, schnell arbeiten kann das Gerät also. Obwohl ich den Saft gründlich mit einem Löffel durchmische, ist er wenige Sekunden später wieder in Wasser und winzige feste Bestandteile getrennt. Dass kenne ich anders und so ist auch der geschmackliche Genuss nicht überragend, die Textur, also das Gefühl auf der Zunge und im Mund, nicht sonderlich überzeugend. Vielleicht stimmte die Mischung nicht perfekt. Mal sehen, wie es weitergeht.
Drink 2: Melone, Apfel, Banane und Zitrone
Jetzt der Süßkram: Melone und Banane schreddere ich auf Stufe 1, dann müssen die Äpfel bei Stufe 5 ihren Saft lassen. Das Ergebnis ist sehr ähnlich wie im ersten Versuch. Der Saft stark getrennt mit wässriger Bodenschicht, darauf eine Schicht Schwebstoffe und on top recht dickes Schaumpolster mit kräftigem Apfel- und Bananengeschmack. Der Trester ist trotz der angepassten Geschwindigkeiten schon beinahe nass. Hm.
Drink 3: Gurke, Apfel und frische Minze
Letzter Versuch: Gurke langsam, Apfel schnell entsaftet, wie gehabt. Die restlichen Ergebnisse: siehe oben. Nasser Trester, wässriger Saft mit Trennschicht und dickem Schaumpolster. Außerdem tropft es wieder.

Gastroback Design Multi Juicer 40127

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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