Highspeed im Vakuum

Smoothie Maker Krups Freshboost Vakuum im Test

Krups hat mit dem Standmixer Freshboost Vakuum einen besonderen Apparat konstruiert, der unter Sauerstoffabschluss mixt. Das soll die Smoothies noch gesünder machen. eKitchen hat reichlich Grünzeug geschnippelt und den Test gemacht.

Datum:
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Vor dem Mixen saugt der Krups Freshboost Vakuum die Luft aus dem Behälter: Das soll die Vitamine schützen.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Ohne den ausgeprägten Lärmterror der Krups Freshboost wäre die Note deutlich besser ausgefallen. Aber hier geht es nicht um subjektives Empfinden einer zarten Natur, sondern um messbaren Lärm. Auch wenn die verwendete App kein geeichtes Messinstrument ist. Das Handling, der Lieferumfang mit gleich zwei recht großen und stabil wirkenden To-Go-Bechern beziehungsweise Kunststoffflaschen sind top. Und die sicht- und schmeckbare Qualität der Smoothies ist ebenfalls ganz weit oben auf dem Treppchen. Die ultrafein geschredderten Zutaten ergeben eine angenehm feine, luftige und sämige Konsistenz. Dazu kommt noch das Bewusstsein, dass die vakuumierte Mixerei den Vitamingehalt und Antioxidantien schützt. So schmecken die gesunden Drinks gleich doppelt gut!

Pro

  • Einfache Bedienung
  • Üppiger Lieferumfang
  • Einfach zu reinigen
  • Sehr gute Ergebnisse
  • Zubereitung unter Sauerstoffabschluss

Kontra

  • Sehr laut beim Vakuumieren und beim Mixen

Krups Freshboost Vakuum

Smoothies, die feinst gehäckselten sämigen Drinks aus Gemüse oder Obst, sind sehr angesagt, unendlich variabel und einfach köstlich – und reine Vitaminbomben. Aus Gemüse hergestellt, lassen sie sich praktisch unbegrenzt genießen, sind sie hingegen aus Obst gemixt darf der Fruchtzuckergehalt nicht unterschätzt werden. Krups hat mit dem Standmixer Freshboost Vakuum (UVP 139,99 Euro) das Mixprinzip weiter optimiert: Hier findet der Zerkleinerungsvorgang im Vakuum statt, Vitamine mit all ihren Vorteilen sollen dadurch vor zersetzendem Sauerstoffeinfluss geschützt werden.

Krups Freshboost Vakuum: So funktioniert er

Das kompakte Motorgehäuse ist mit einem 100 Zentimeter langen Kabel ausgestattet, damit lässt sich wohl in jeder noch so verplanten Küche eine Steckdose erreichen. Auf der Vorderseite befindet sich lediglich ein Bedienelement: Ein runder Druck- und Drehwahlschalter, mit dem sowohl eines der vier Programme (Mixen, Vakuumieren und Mixen, Vakuumieren, Pulsieren zum Eiscrushen) angesteuert, als auch die Start-/Stoppfunktion aktiviert wird. Auf den Vielzahnantrieb aus Kunststoff passt dann der Messereinsatz mit einem weichen Gegenstück aus Gummi. Auf diesen Messereinsatz schraubt man die 600 Milliliter fassende Kunststoffflasche, auf die sich für den Transport ein wiederverschließbarer Trinkdeckel drehen lässt. Im Boden der Kunststoffflasche befindet sich ein Federventil. Sind Flasche und Messereinsatz sicher verbunden, lassen sie sich in nur einer Bestimmten Position im Motorblock einrasten. Über dieses Gebilde wird dann ebenfalls mit einer Art Bajonettverschluss die Vakuumflasche verriegelt. Auch in dieser befindet sich ein Ventil mit den zwei Positionen Luft rein/Luft raus.
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Gleich zwei Take-away-Becher fürs Büro liefert Hersteller Krups zum Smoothiemaker Freshboost Vakuum. Die Bedienung ist einfach und alle Teile sind gut zu reinigen.

Soll jetzt vakuumiert oder unter Vakuum gemixt werden, muss das Ventil der Vakuumflasche auf „Luft raus“ eingestellt sein. Ist der Smoothie nach 1:50 Minuten fertig, wird über beide Ventile manuell entlüftet, damit sich die Flaschen einfach vom Motorgehäuse beziehungsweise Messereinsatz lösen lassen. 800 Watt stehen dem Motor für seine Funktionen zur Verfügung.

Und wie mixt der Mixer so?

Um das herauszufinden, nehmen wir das sehr ansprechend aber mit nur zehn Vorschlägen für Smoothies und Milkshakes auch recht übersichtlich gestaltete Rezeptbuch zu Hilfe. Insgesamt fünf verschiedene Drinks soll uns der Mixer herstellen. Beim Ergebnis geht es uns um Aussehen, Schaumbildung, Sämigkeit und darum, wie fein die Zutaten zerteilt werden.

Avocado, Gurke und Rucola

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Zuerst saugt der Apparat mit dem passenden Programm ein Vakuum in den Mixbecher, dann wird mit highspeed geschreddert.

Zuerst wird es belebend und grün! Avocado, Gurke und Rucola sind die Hauptbestandteile, dazu gesellen sich Limetten- und Pampelmusensaft, sowie Minzblättchen und Kokoswasser. Alle Zutaten sind grob zerteilt in der Kunststoffflasche und ich schraube den Messereinsatz auf. Um 180 Grad gedreht arretiere ich das Set jetzt auf dem Motorblock, stülpe noch die Vakuumflasche über und schiebe den Hebel auf „Air out“. Programm wählen und starten. Als der Apparat beginnt, das Vakuum zu ziehen, stelle ich ihn nach wenigen Sekunden ab, da ich eine Fehlfunktion vermute. Wie ein blockierter Motor summt und dröhnt die Pumpe derart laut im Gerät, dass man unwillkürlich einen Schritt zurück macht und in Deckung gehen möchte. Stopp, auseinander bauen, checken, wieder zusammen setzen, Neustart. Wieder dröhnt dasselbe Geräusch, so soll es wohl sein. Nach reichlich Sekunden beginnt dann der mindestens ebenso laute Mixvorgang, und nach knapp zwei Minuten ist der Spuk vorbei und der Smoothie will fertig sein. Er sieht toll aus, ohne Schaumbildung, ist superfein und eine sämige Offenbarung auf er Zunge. Und er schmeckt sehr gesund. Top Ergebnis!

Energie mit Banane, Datteln und Mandelmilch

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Hier kommt Energie ins Glas! Banane, Datteln und Mandelmilch geben eine gehaltvolle Süße. Hier mit Haselnüssen anstatt Maca-Pulver und Ahornsirup statt Agave.

Dann steht ein etwas gehaltvoller „Energie-Smoothie“ auf dem Programm: Banane, Datteln, Mandelmilch, Sirup und weitere Zutaten zeigen, wohin die Reise geht. Süß und schwer. Auch dieses Ergebnis schmeckt toll, ist von sehr guter Konsistenz und richtig smooth. Eine Kalorienangabe fehlt zum Glück im Rezeptbuch. Nach dem Schreck des Lärmterrors während des ersten Drinks lege ich spaßeshalber mein Smartphone mit dB-App dicht neben den Standmixer: 75 dB zeigt die Anzeige beim Vakuumieren und immerhin 79 dB beim Mixen. Als Vergleich nennt die App „laute Musik“.
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Für empfindliche Gemüter ist der infernalische Lärm des Gerätes (am Morgen) nicht zu empfehlen.

Melone, Gurke und Minze

Mit Melone, Gurke, Minze und Zitronengras wird es jetzt wieder etwas schlanker. Zwar schmeckt der Smoothie recht wässrig, aber das mag auch am besonderen Kontrast zu der Kalorienbombe davor liegen.
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Etwas Zitronengras parfümiert kräftig, Gurke und Melone steuern die frische Fruchtigkeit bei.

Exotisch mit Ananas, Mango und Passionsfrucht

Der endlose Sommer ist endgültig vorbei, aber ein wenig Exotik im Becher bringt vielleicht etwas von der Stimmung wieder: Ananas, Mango und Passionsfrucht sind hier die Hauptbestandteile. Schmeckt sehr gut, sieht nach mehr aus. Aber Vorsicht: Der Fruchtzuckeranteil ist gewaltig.
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Jetzt mal rot! Und exotisch mit Ananas, Mango und Papaya.

Cremige Bananenmilch

Zum Abschluss soll mir der Krups Freshboost meine geliebte Bananenmilch mixen. Ganz ohne Vakuum, weil ich die sofort trinken werde. Vitaminen gebe ich keine Gelegenheit, verloren zu gehen. Da gerade Mandelmilch in der Küche herumsteht, mixe ich 50:50 mit Frischmilch und einer Banane etwa 30 Sekunden lang … und genieße dann einen unglaublich luftigen und feinen Shake.
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Und wie mixt der Apparat meine favorisierte Bananenmilch? Top und sehr luftig!

Krups Freshboost Vakuum

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.