Für Vitamine aus dem Glas

Philips HR1871: Praxis-Test des schneidigen Entsafters

Der Philips Entsafter HR1871 verspricht einiges: Hartes Obst problemlos zu entsaften und das mühsame Zerteilen der Äpfel & Co. dank großer Öffnung zu ersparen. eKitchen hat den Entsafter in der Praxis getestet.

Datum:
Philips Entsafter HR1871

Je nach Gemüse- bzw. Obstart können Sie bis zu 2,5 Liter Saft mit dem Philips HR1871 pressen.

„An apple a day keeps the doctor away.“ An der Binsenweisheit ist was dran, aber an stressigen Tagen schafft es eben nicht jeder, seine Vitaminzufuhr auf dem nötigen Level zu halten. Da hilft nur viel trinken, und zwar frisch gepressten Saft. Oder besser gesagt: frisch entsaftetes Obst und Gemüse, denn ein Entsafter holt im Gegensatz zu herkömmlichen Pressen ein Vielfaches an Flüssigkeit aus den pflanzlichen Nährstoffbomben heraus.
Zudem lassen sich mit so einem Gerät nicht nur Zitrusfrüchte, sondern auch harte Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Karotten, Gurken oder Ananas verarbeiten. Der Philips Entsafter HR1871 verspricht maximale Saft-Ausbeute bei minimalem Reinigungsaufwand. Das hört sich super an – die eKitchen-Redaktion hat sich deswegen ein paar Tage vitaminhungrig an den Praxistest gemacht.

Philips HR1871: Simple Handhabung

Der Montag beginnt ganz schlicht mit einem Saft aus Äpfeln und Karotten. Beides braucht man nicht zu schälen, die Äpfel passen sogar ganz oder halbiert in die extra breite Einfüllöffnung – das spart lästiges Zerkleinern und somit Zeit. Sehr praktisch ist die mitgelieferte Kanne, die direkt unter den Ausguss passt und die Küche weitestgehend vor Spritzern bewahrt. Der Saft fließt direkt in den 700 Milliliter fassenden Behälter, schmeckt angenehm süß und frisch und ist leicht schaumig, ohne Fruchtfleischreste zu enthalten. Manche mögen ihn genau so. Sie können aber auch warten, bis der Schaum sich oben abgesetzt hat und dann den Saft mit geschlossenem Deckel ins Glas gießen – dann ist er absolut klar.
Den ersten Auf- und Abbau meistern wir spielend – alles in allem scheint die Handhabung sehr unkompliziert zu sein. Die einzelnen Teile lassen sich per Hand säubern, nur unter fließendem Wasser. Reinigung innerhalb einer Minute? Das ist eindeutig übertrieben, im Test dauerte es eher fünf Minuten, bis alles sauber war. Aber die glatten Oberflächen und das runde, gut durchdachte Design lassen die Arbeit leicht von der Hand gehen. Für das sehr feine Sieb sollte man aber zusätzlich eine weiche Bürste verwenden – Quick-Clean-System hin oder her.
Als am Dienstag auch geschälte Blutorangen zu den Äpfeln und Möhren in den Entsafter kommen, fällt auf, dass das Fruchtfleisch der Zitrusfrüchte sich ein wenig hartnäckiger darin festsetzt. Dass sich das Sieb wie auch alle anderen abnehmbaren Komponenten ebenfalls in der Spülmaschine reinigen lässt, ist da äußerst praktisch.

Auch härteres Obst ist kein Problem

An Tag 3 steht ein Saft aus Sellerie-Ananas-Apfel-Gurke auf dem Programm. Hier wird schnell klar, dass das Gerät auch härtere Fälle locker schafft. Bei Sellerie und der diesmal besonders festen Apfelsorte müssen wir von Stufe 1 (für weiches Obst und Gemüse) auf Stufe 2 (härtere Sorten) schalten und leicht mit dem Stopfer nachklopfen. Dabei wird der Entsafter kurz etwas lauter. Allerdings ist der Geräuschpegel für solch ein leistungsstarkes Gerät im Großen und Ganzen mehr als akzeptabel. Und: Nichts klappert, nichts klemmt, der Stand ist dank der Saugfüße stabil.

Für Mangos & Co. hält besser der Mixer her

Für den Rest der Woche greifen wir einmal tief in die Obst- und Gemüsekiste und prüfen auf Ergiebigkeit. Tomaten, Paprika, Kiwi, Melone, Grapefruit, Rote Bete und Weintrauben, alles wandert in wenigen Minuten durch den Philips HR1871 in das Glas. Fünf Kollegen versorgt das Gerät in einem Durchgang mit superfrischem Saft. Der Fruchtfleischbehälter muss trotz fast 2,5 Liter Flüssigkeit nicht entleert werden, alle sind happy und zufrieden.
Nur Mango, Papaya und Banane pürieren wir separat – für stärkehaltiges Obst ist der Philips HR1871 nicht geeignet. Dafür für so ziemlich jede Küche, denn auch in puncto Größe und Design hat der Hersteller hier ganz augenscheinlich mitgedacht. Preislich liegt der Philips Entsafter HR1871 derzeit bei 153,95 Euro (Amazon, Stand: 8. Juni 2015).

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.