Kultiger Mixer?

Mit 1.400 Watt: Der Standmixer Kult Pro Power von WMF im Test

Dieser Standmixer von WMF erhebt sich mit dem hochtrabenden Namen „Kult Pro Power“ schon selbst zum Spitzengerät. Ob das gerechtfertigt ist, hat eKitchen-Autor Gerald Sinschek getestet.

Datum:
Kult pro Power von WMF

1.400 Watt, 1,8 Liter fassender Glasbehälter, 24.000 U/min: Das sind die Eckdaten des Standmixers Kult Pro Power von WMF.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die drei schmackhaften und gleichmäßigen Ergebnisse zeigen, dass WMF die Abstimmung von Leistung, Messersatz, Drehzahl und Behälterform gut gelungen ist. Die Resultate sind nicht allzu weit vom Optimum entfernt. Der Standmixer Kult Pro Power ist ein schickes und nützliches Teil für Smoothie- und Shake-Fans. Die Programme sind sinnvoll und effektiv gewählt, das Gerät steht fest auf der Fläche und die Lautstärke ist nicht ohrenbetäubend. Persönlich gefallen mir leichte Kunststoffbehälter besser, die sich bei häufiger Nutzung einfach ermüdungsfreier handeln lassen.

Pro

  • Schickes Design
  • Gute Ergebnisse
  • Preis ok

Kontra

  • Schwergewichtiger Behälter
  • Deckel etwas schwergängig

WMF Kult pro Power

Wieder steht ein Standmixer auf meiner Arbeitsfläche in der Küche: Heute ist Smoothie-Time! Dieses Mal handelt es sich um den Kult Pro Power von WMF (UVP 219,99 Euro). Gut aussehen tut er, keine Frage. Der sich leicht nach oben verjüngende Motorblock ist mit mattiertem Edelstahl eingefasst, ein übersichtliches und technisch-stylisches Bedienfeld steuert den Apparat. Auf dem Block steht ein großer Glasbehälter mit schwarzem Deckel. Das Ensemble ist sehr gefällig.

Technische Daten des WMF Kult Pro Power

Satte 1.400 Watt leistet der Elektromotor des Standmixers, damit ist schon mal eine Voraussetzung für gutes Gelingen gegeben. Er bringt einen aufschraubbaren Messersatz mit vier (erstaunlicherweise ungeschliffenen) Klingen auf bis zu 24.000 U/min. Laut Hersteller ergibt das eine Geschwindigkeit von rund 275 Stundenkilometern an den Messerspitzen. Wow, das schafft mein schnelles englisches Motorrad nicht ganz!
Maximal 1,8 Liter Volumen soll der skalierte Behälter fassen, der Hersteller empfiehlt eine Idealbefüllung von 1,5 Litern. Obwohl eine Dreh-Verriegelung fehlt, steht der Glasbehälter fest auf dem Motor. Geschlossen wird der mit knapp zwei Kilogramm Gewicht leider recht schwere Glaskrug (fast vier Kilo befüllt!) mit einem Deckel, der mit drei weichen, aber sehr straff sitzenden Gummilippen jedes Tröpfchen Flüssigkeit am Herausschwappen hindern soll. Im Deckel steckt zudem eine kleine skalierte Verschlusskappe. Im Bedienfeld finden sich drei Programmknöpfe für das Reinigungsprogramm „Interval“, den Icecrush- und Smoothie-Modus. Im Drehknauf für die 12 Geschwindigkeitsstufen befindet sich auch der On-/Off-Schalter. Insgesamt vier Gummifüße sind an der Unterseite angebracht, ein 100 Zentimeter langes Kabel genügt für die meisten Küchen bestimmt.

Galerie: Mit 1.400 Watt: Der Standmixer Kult Pro Power von WMF im Test

Drei Smoothie-Tests

Ich muss mir mal was Neues ausdenken. Zur besseren Vergleichbarkeit der verschiedensten Stand- und Smoothiemixer lasse ich die Apparate immer die gleichen drei Varianten herstellen. So langsam schmeckt das etwas eintönig. Vielleicht beim nächsten Mal. Jetzt muss mir der Kult Pro Power von WMF die Standard-Prozedur möglichst perfekt zubereiten. Als Maß der Dinge habe ich dabei immer den Vitamix TNC 5200 im Hinterkopf, obwohl der preislich in einer ganz anderen Liga spielt.
Den Salat-Smoothie mit Ananas, Selleriestangen, Feldsalat, Rosmarin und Eiswürfeln mixt mir der Apparat in der Programmeinstellung „Smoothie“ in einer Minute zu einem guten Ergebnis: Der Drink ist sehr luftig und smooth, die Textur ansprechend und auf der Zunge spüre ich keine unangenehmen Fasern oder harten Bestandteile mehr. Und das nach nur einer Minute und trotz Höchstdrehzahl erträglichem Geräuschpegel.
Auch in Standard-Test Nummer zwei gibt es viel zu tun: Wieder ist der Sellerie recht tricky, Mango und Kiwi hingegen sollten den Mixer nicht vor Probleme stellen. Das Ergebnis ist wieder gut, smooth, fein zerkleinert und schön luftig. Saubere Leistung!
Mandeln und Eiswürfel sind die dritte Herausforderung für den WMF-Standmixer. Wenn dieser Smoothie perfekt zubereitet wird, ist er sehr luftig und die Nüsse sind so fein gemahlen, dass sie kaum noch zu spüren sind. Hier ist das Ergebnis wieder gut, Sämigkeit und Textur weisen schon deutlich an die Markierungslinie des Optimums.

WMF Kult pro Power

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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