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Plastikverbot: Jetzt will die EU Strohhalmen an den Kragen

Das Ende von Strohhalmen, Plastiktellern und Trinkbechern naht. So will die EU mit Verboten und Steuern gegen den Müll kämpfen.

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Plastikverbot

Besonders Strohhalmen droht das Aus.

700 Kilogramm Plastikmüll landen in unseren Ozeanen – pro Sekunde. Aktueller Stand: 140 Millionen Tonnen (!) Plastik verschmutzen die Gewässer der Erde. Wenn das so weitergeht, so die Angaben der EU-Komission, schwimmen schon 2050 mehr Plastikteile in den Meeren als Fische. Um diese Entwicklung zu stoppen, soll es künftig Verbote für bestimmte Plastikprodukte geben. Denn gut 85 Prozent des Mülls an den Küsten der Welt ist aus Plastik, die Meere sind verdreckt. Die EU-Kommission hat deshalb die zehn Dinge analysieren lassen, die besonders häufig an Stränden angespült werden. Ganz vorme mit dabei: Einwegprodukte die nach einmaliger Nutzung sofort im Müll landen. Dazu gehören Strohhalme, Plastikbesteck, Geschirr oder auch Rührstäbchen für Kaffee & Co. Die Bundesregierung signalisierte bereits Zustimmung zu dem Vorhaben.

Verbote und mehr: Kampf gegen Plastikmüll

Besonders Dinge, für die es bereits umweltfreundlichere Alternativen gibt, sollen künftig aus dem Alltag verschwinden. Strohhalme müssen nicht aus Plastik sein, Kaffee lässt sich auch mit anderen Materialien umrühren. Gleichzeitig könnten die Hersteller, beispielsweise von Plastiktüten oder Zigarettenfiltern, dazu verpflichtet werden, Sammelaktionen und Informationskampagnen zu finanzieren. Gleichzeitig bringt EU-Kommissar Günther Oettinger auch eine Plastikmüllabgabe ins Spiel: 80 Cent pro Kilogramm Müll müssten Mitgliedsstaaten dann bezahlen. Das soll auch ein Anreiz sein, dass auf nationaler Ebene gegen Plastikmüll vorgegangen wird. Der bisherige EU-Entwurf ist nämlich so oder so nur als Richtlinie zu verstehen. Die Mitgliedsstaaten müssen die Vorgaben dann noch in eigene Gesetze integrieren.