Gesund, nahrhaft und auch lecker

Haferbrei feiert sein Comeback: Welcome Porridge!

Vor Jahrzehnten galt Haferschleim als Essen armer Leute. Später fütterte man damit hauptsächlich kleine Kinder. Seit Foodblogger die nahrhafte Mahlzeit für sich entdeckten, erlebt die im Englischen „Porridge“ genannte Speise ein Comeback.

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Porridge

Ob mit Beeren, Nüssen oder Gewürzen: Porridge ist schon lange nicht mehr der klebrige, hellbraune Haferschleim aus der Kindheit, sondern ein echtes In-Frühstück.

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Es gibt uns Kraft für den Tag und versorgt unseren Körper mit Nährstoffen und Vitaminen. Die Arten, ein schmackhaftes Frühstück zu genießen, sind vielfältig. Die einen schwören auf ihr belegtes Käsebrötchen, andere wiederum halten sich an ihre Tasse Kaffee. Wer es gesünder mag, der greift schon mal zu Müsli, Joghurt oder Obst – und immer öfter auch zu gekochten Haferflocken, früher Haferschleim und heute ganz en vogue „Porridge“ genannt. Kein Wunder: Porridge schmeckt lecker, ist äußerst nahrhaft und lässt sich auf unzählige Weisen variieren.

Porridge als Arme-Leute-Essen?

Mit seinen Hauptbestandteilen aus Haferflocken und Milch ist Porridge auch für arme Leute eine erschwingliche Speise. In seinem Herkunftsland Schottland wurde der Haferbrei hauptsächlich von Arbeiterfamilien gegessen. Nicht gab es Porridge zu allen drei Tageszeiten. Klingt einseitig, hat aber einen Vorteil: Da Haferbrei schnell satt macht, musste nicht viel der süßen Speise verzehrt werden, um die hungrigen Mäuler der Familie zu stopfen. Einen Unterschied zu heute gab es damals aber schon: Werden die Getreideflocken heutzutage aufgekocht, gab man den Hafer früher in die kalte Milch. Gesüßt wurde die Speise nur für die Kinder, sodass der klassische Porridge-Genuss von heute nicht mit der zweckmäßigen Ernährung von damals vergleichbar ist. Erst als die Speise auch Großbritannien erreichte, begann man, Haferbrei zu kochen und mit Süßungsmitteln anzureichen. In England wird Porridge bis heute mit großen Mengen Zucker serviert.
Porridge

Da Haferflocken besonders magenfreundlich sind, gehört Porridge zu den beliebtesten Mahlzeiten für Babys und Kleinkinder – zumindest bei den Eltern.

Fertigprodukt oder selbstgemacht?

Um Porridge zuzubereiten, gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können sich im Supermarkt nach einem von unzähligen Fertigprodukten umsehen, die in den meisten Fällen nur erwärmt werden müssen. Mit ein bisschen Aufwand können Sie die Speise allerdings auch frisch kochen. Bei Fertigprodukten haben Sie den Vorteil, aus diversen Sorten wählen zu können. So gibt es nicht nur Geschmacksrichtungen wie Zimt und Zucker, Schokolade oder Apfel, es kann mitunter auch exotisch werden. Banane oder auch Brombeere sollen für das ultimative Geschmackserlebnis sorgen. Und wer den besonderen Energiekick sucht, der greift einfach zu der Fertigmischung mit Chia-Samen-Zusatz. Gerade Bio-Produkte sollten in der Regel kaum bis keine ungesunden Zusatzstoffe enthalten. Der Nachteil von Fertigspeisen ist allerdings der Preis. Wer auf den Taler achten muss, tut gut daran, sein Porridge selbst zu machen. Zudem ist die Do-it-Yourself-Variante gar nicht unbedingt zeitaufwendiger. Hafer- oder Dinkelflocken werden in Milch oder Wasser aufgekocht und anschließend nach Belieben gewürzt und verfeinert. In unserer Bildergalerie haben wir die leckersten Porridge-Beilagen für Sie zusammengefasst.

Galerie: Pimp your Porridge!

Warum Porridge so gesund ist

Schon relativ geringe Mengen reichen, um einen erwachsenen Menschen satt zu bekommen. Die Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Zu den Hauptbestandteilen von Porridge gehören Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe. Auch der Magen wird von den Haferflocken geschont, weshalb Speisen mit dem Getreide ideal für Babys geeignet sind. Obwohl Haferflocken ordentlich Kalorien enthalten, sorgen die Ballaststoffe für eine Regulierung der Verdauung und machen somit lange satt. Auch Blutzucker- und Cholesterinspiegel bleiben auf einem gesunden Niveau. So kommt es, dass es mittlerweile ganze Porridge-Diäten gibt, die Ergebnisse von „sieben Kilo in zwei Tagen“ versprechen, wenn man sich ausschließlich von Porridge ernährt. Auch wenn in 100 Gramm Haferbrei nur knapp 70 Kilokalorien enthalten sind, ist von einer solch einseitigen Ernährung abzuraten. Die eine oder andere Speise durch mild gesüßten Haferschleim zu ersetzen, kann sich für Ihre Figur jedoch durchaus lohnen.

Galerie: Das besondere Frühstück

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