Asiatische Gewürze – der besondere Kick

Asiatisch kochen leicht gemacht: Das A bis Z der Gewürze

Die Küchen Chinas und Südostasiens sind so beliebt wie nie zuvor. Das liegt am Geschmack und den gesunden Wirkungen ihrer speziellen Gewürze. Hier erfahren Sie, welche Gewürze charakteristisch sind und wie Sie sie verwenden.

Datum:
Asiatische Gewürze

Indische Currys, Safran und Kurkuma leuchten um die Wette.

Essen wie beim Thai oder Vietnamesen, japanische Sushi oder die echte Chinaküche – nie waren asiatische Gerichte so beliebt wie heute. Das liegt einerseits daran, dass immer mehr Menschen sich auf Fernreisen begeben. Viele kennen die Garküchen Asiens aus eigener Anschauung und wollen die Gerichte aus dem Urlaub dann zu Hause genießen. Es liegt aber auch an den asiatischen Gewürzen, die aus einfachen Rezepten und Zubereitungen eine kulinarische Raffinesse machen. Kosten Sie die Schärfe des Ingwers, das volle Aroma des Fünf-Gewürze-Pulvers sowie die Leichtigkeit von Zitronengras und Kaffirblatt.

Das A bis Z asiatischer Gewürze

Curry: Die Gewürzmischung (Masala) prägt die indische Küche. Zu ihr zählen Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Nelken und Kardamom. Hinzukommen Schwarzkümmel, Chili, Ingwer und Knoblauch sowie frische Kräuter wie Koriandergrün und Minze. Probieren Sie einmal ein selbst gemachtes Curry, bei dem die Gewürze erst geröstet und dann im Mörser zerkleinert werden. Das schmeckt besonders gut. Auch eine gekaufte Currypaste (rot oder grün) ist fein – und hält sich lang im Kühlschrank.
Fünf-Gewürze-Pulver: Der Klassiker unter den Gewürzmischungen ist nicht so berühmt wie das indische Curry, aber ebenso schmackhaft. Zu den fünf Gewürzen zählen Szechuanpfeffer, Zimt, bzw. Kassia, Nelken, Fenchel und Sternanis. Five Spices entspricht den fünf Elementen der chinesischen Medizin und vereint alle fünf Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, bitter, scharf).
Sternanis: Er ist in Südchina zu Hause, kommt aber auch in anderen Teilen Südostasiens vor. Typische Anbauländer sind Japan und Indien. In Deutschland verwenden wir Sternanis traditionell für die Weihnachtsbäckerei. In China gehört er zum berühmten Fünf-Gewürze-Pulver und würzt Schweinefleisch, Huhn und Ente. In Vietnam ist er Bestandteil des Nationalgerichts Pho Bo, einer köstlichen Hühnersuppe. Sternanis duftet wie Anis, ist aber voller im Geschmack, weshalb Sie ihn besser nicht zu lang mitkochen.

Die Knollen mit der fruchtigen Schärfe

Galgant (Thai-Ingwer): Die Knolle, eigentlich ein Wurzelspross, ähnelt dem Ingwer optisch und geschmacklich. Galgant kommt aus China und Thailand. Zum Würzen schälen und raspeln Sie Galgant, wie Sie das auch von Ingwer kennen. Falls Sie keinen frischen Galgant bekommen, greifen Sie einfach auf Ingwer zurück. Galgant verträgt sich wunderbar mit Chili, Kaffir-Blättern, Zitronengras, Koriander und Kreuzkümmel. Sehr harmonisch schmeckt er auch mit Sojasauce und Kokosmilch.
Ingwer: Die Knolle gehört zu den ältesten Gewürzen der Menschheit und ist in Südostasien beheimatet. Das eigentliche Gewürz ist das Ingwer-Rhizom, das ist der Spross unter der Erde. Achten Sie beim Einkauf auf jungen frischen Ingwer, er ist besonders fein und aromatisch. Ingwer passt zu Huhn und zu fast alles Gemüsen, aber auch zu vielen Süßspeisen, Konfitüren und Smoothies mit Ingwer. Er gehört zu Sushi und darf in Chutneys und Pickles nicht fehlen. Auch in in Keksen macht sich Ingwer gut. Aufgebrüht genossen, beugt er Erkältungen vor. Wie Sie Ingwer effektiv schälen, erfahren Sie in unserem Ratgeber Mit Messer oder Löffel: So schälen Sie Ingwer richtig.

Kräuter, Blätter, Gräser – Viel Grün für die asiatische Küche

Kaffir-Blätter (Limettenblätter): Die Blätter der Kaffir-Limone sind in Thailand und Vietnam als pikante Würze für viele salzige und süße Gerichte beliebt. Sie garen die Blätter mit und fischen sie vor dem Verzehr aus dem Essen, weil sie ungenießbar sind. Am besten besorgen Sie sich im Asia-Shop eine Packung mit Kaffir-Blättern, frieren sie ein und entnehmen einfach immer so viele Blätter, wie Sie benötigen.
Koriander: Ohne seine herbe und leicht seifige Würze ist die vorzügliche Thaiküche, aber auch die Küche Vietnams nicht denkbar. Koriander wuchs ursprünglich am Mittelmeer, das römische Kochbuch des Apicius empfiehlt das gesunde Kraut zu vielen Gerichten. Koriander gehört in Sommerrollen, passt aber auch zu Chilis und Gerichten wie Guacamole, Salse verde und Tortilla.
Thai-Basilikum: Der Verwandte unseres (italienischen)Basilikums schmeckt süßer und ein bisschen nach Lakritz. Obwohl wir Ocimum basilicum oder auch Königskraut mit Italien verbinden, kommt es ursprünglich aus Indien. Aus der Thai-, aber auch aus der Vietnam-Küche ist das kleinblättrige Thai-Basilikum nicht wegzudenken.
Zitronengras: Zitronengras stammt aus Ostindien und wächst in den Tropen und Subtropen. Für kulinarische Zwecke verwenden Sie nur den unteren Teil des anderthalb Meter hohen Süßgrases. In China ist Zitronengas unbekannt, aber in den Küchen Indonesiens, Vietnams und Thailands sehr präsent. Der besonders frische, fein säuerliche Geschmack thailändischer Gerichte ist meist dem Zitronengras zu verdanken. Zudem wirken seine ätherischen Öle antibakteriell. Klopfen Sie Zitronengras mit dem Nudelholz platt, bevor Sie es verwenden. Es verträgt sich super mit Chilis und Kokosmilch. Probieren Sie doch beispielsweise mal eine leckere Möhren-Zitronengras-Suppe.

Galerie: Die beliebtesten Reiskocher

Schon gewusst? Reis ist nicht gleich Reis. Mehr zum Thema Gewürze finden Sie in unserem Artikel Kleiner Gewürzratgeber: Damit es besser schmeckt.

Zauber der Gewürze das Asia-Gewürze-Set

Bettina Rubow

von

Selber kochen - das hält jung, schlank und fit.