Smarte Kochgeräte

Reiskocher mit Smartphone-Steuerung von Xiaomi

Aus China macht sich ein Firmenriese nun drauf und dran, auch den Markt für Kochgeräte zu erobern.

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Der Reiskocher von Xiaomi

Der Reiskocher von Xiaomi wird mit dem Smartphone gesteuert.

Der Name ist nicht einfach zu merken: „Xiaomi“ heißt die chinesische Firma, die Smartphone-Experten ein Begriff ist. Die Firma wurde 2010 gegründet und wurde in nur drei Jahren zum Marktführer in China. Heute ist Xiaomi weltweit die Nummer 3 nach Apple und Samsung. Der kometenhafte Aufstieg ist nicht nur guten Produkten, sondern auch einem charismatischen Chef – Lei Jun – zu verdanken, der als eine Art Steve Jobs des Ostens gilt. Tatsächlich erinnern seine Präsentationen und sogar sein Kleidungsstil wohl nicht ganz zufällig an den legendären Apple-Gründer.
Xiaomi investiert jedoch nicht nur in sein Smartphone-Geschäft, sondern hat in einer ganzen Reihe von Firmen Gelder angelegt, die sich mit dem Thema Smart Home bzw. modernes Wohnen befassen. Dazu gehört u.a. der neuartige Reiskocher, der mehrere Besonderheiten aufweist. Zum einen kann man aus 250 verschiedenen Reissorten den Barcode mittels Smartphone erkennen und einscannen. Damit weiß das Smartphone-Programm, wie der Reis zuzubereiten ist. Reis in den Kocher geben, Deckel zu (es handelt sich um einen Schnellkochtopf) und via App anstellen. Über die Smartphone-App kann man erkennen, wann der Reis fertig zubereitet ist.
Obgleich der Reiskocher in Deutschland noch nicht erhältlich ist (er wird in China zu einem Preis von umgerechnet 130 Euro angeboten), sehen wir anhand dieses Beispiels, wo die Zukunftsmusik auch der Kochgeräte spielt. Auf der einen Seite geht es um intelligentes Erfassen der Kochzutaten, um die Zubereitung automatisiert steuern zu können. Auf der anderen Seite sprechen diese Geräte mit dem Smartphone und werden von da aus bedient. Sozusagen der vernetzte Haushalt? Das kann man so sagen. Datenschützern wird das Kopfzerbrechen bereiten, denn somit wissen Firmen wie Xiaomi genau, was zu Hause gegessen wird. Hieraus lassen sich neue Konzepte im Einzelhandel aufziehen. Den Vorteil haben natürlich dann die Firmen, die den direkten Zugang zum Kunden haben.
Xiaomis Chef plant aber noch viel weiter. Seine Vision ist nichts anderes, als über eine Vielzahl von Haushaltsprodukten der Anbieter zu werden, der das Zuhause der Endverbraucher komplett vernetzt. Dazu gehört natürlich dann auch die Küche. Angesichts des wachsenden Erfolges dieser Firma können wir davon ausgehen, dass deren Geräte auch auf dem europäischen Markt angeboten werden. Denn eines zeichnet Xiaomi besonders aus: Der Hersteller bietet zwar nicht die hochwertigsten Geräte wie Apple an. Aber dennoch genügend Qualität und Funktionalität zu einem guten Preis! Das war der Schlüssel bei deren Smartphones. Mit dieser Strategie dürfte der Konzern den hiesigen Markt für Haushaltsgeräte durcheinanderwirbeln.
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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