Wo stecken noch genug Vitamine drin?

Frisches Obst vs. Trocken- und Dosenobst

Obst ist gesund. Aber nicht jede Frucht ist ganzjährig frisch verfügbar. Wie viele Vitamine stecken noch in getrockneten, schockgefrorenen oder in Dosen eingemachten Obstsorten?

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Fruchtcocktail

In einem Fruchtcocktail stecken verschiedene Obstsorten. Dass die so lecker schmecken, ist aber einer gehörigen Portion Zucker zu verdanken.

Nichts geht über frische, selbstgepflückte Erdbeeren. Auch ein leckerer Pfirsich lässt sich am besten pur genießen. Doch was tun, wenn wir im tiefsten Winter plötzlich Lust auf Erdbeeren bekommen? Oder wenn in einem Rezept gezielt auf die Verwendung von Dosenpfirsichen verwiesen wird? Es gibt genügend Situationen, in denen wir auch mal zur Instant-Alternative greifen müssen. Sind eingelegte Mandarinen, Birnen, getrockneten Apfelringe oder schockgefrostete Himbeeren eigentlich gesund oder sind die Vitamine dem Verarbeitungsprozess zum Opfer gefallen? Und wie viel Zucker enthält ein Fruchtcocktail?

Galerie: Kleine Obstkunde

Obst aus der Dose – Haltbar, zuckrig, süß

So eine süße Dosenananas ist schon was Feines. Erst recht, weil sie im Supermarkt weitaus günstiger zu haben ist, als ihr frisches Pendant. Doch die ideale Alternative ist die haltbare Dosenvariante nicht. Gerade macht es die Runde, dass Zucker letztlich noch schlechter ist, als sein Ruf. Im Vergleich zu frischen Früchten enthält Dosenobst aber nicht bloß Zuckerzusätze, sondern auch bis zu 70 Prozent weniger Vitamine und Mineralstoffe. Der Grund dafür ist der Herstellungsprozess. Um die Frucht haltbar zu machen, werden die Konservendosen nach dem Abfüllen auf über 100 Grad erhitzt. Bakterien und Keime werden dadurch abgetötet – und leider auch ein Großteil der Vitamine. Die wenigen Vitamine, die übrig bleiben, haben die Angewohnheit, aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit ins Dosenwasser überzugehen. Dieses wird vor dem Verzehr in der Regel auch noch abgegossen, was aufgrund des Zuckergehalts vermultich auch besser so ist. Achten sie beim Kauf daher auf einen möglichst niedrigen Zuckeranteil und greifen sie so oft wie möglich zu frischem Obst.

Trockenobst – Die Kalorienbombe für Zwischendurch

Schon die Tatsache, dass Trockenfrüchte deutlich intensiver schmecken, als frisches Obst, sollte aufhorchen lassen. Doch anders als bei den Dosenfrüchten wird Trockenobst in der Regel nicht mit Zusatzstoffen wie Zucker angereichert. Stattdessen ist es das Dörrverfahren, das der Frucht zwar 70 bis 90 Prozent Wasser, nicht aber den Fruchtzucker entzieht. Auch der Nährstoffanteil bleibt weitestgehend unberührt. Das bedeutet: Trockenobst enthält deutlich weniger Wasser, die Inhaltsstoffe der Frucht werden konzentriert, der Fruchtzuckeranteil beträgt zwischen 50 und 70 Prozent. Daher ist Trockenobst auch eine echte Kalorienbombe und sollte nur in Maßen verzehrt werden. Der Vitaminanteil entspricht nicht mehr dem einer frischen Frucht. Vitamin C geht bei dem Trocknungsprozess fast vollständig verloren. Trotzdem haben Trockenfrüchte viele Vorteile. Anders als ihr frisches Pendant sind sie haltbarer und werden nicht matschig. Besonders auf längeren Ausflügen ist Trockenobst ein beliebter Snack. Darüber hinaus wirken sich die getrockneten Früchte aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts positiv auf die Darmgesundheit aus. Und im Vergleich zu anderen süßen Snacks wie Schokolade oder Chips enthalten Trockenfrüchte keine ungesunden Fette, sondern stattdessen jede Menge wichtige Nähr- und Mineralstoffe.
Trockenobst

Pfirsiche, Aprikosen, Bananen oder Äpfel: Einen Großteil beliebter Obstsorten gibt es auch in getrockneter Form. Trotz ihres geringen Vitaminanteils und vielen Kalorien, eignen sich Trockenfrüchte als Snack für Zwischendurch.

Früchte aus der Tiefkühltruhe – Da werden die Vitamine gleich mit eingefroren

Früher dachte man, durch den Prozess des Einfrierens würde man die komplexe Struktur der Vitamine beschädigen. Heute weiß man es besser. Vitamine können nicht erfrieren. Vielmehr bleibt ein Großteil von ihnen auch während des Schockfrostens erhalten, da das Einfrieren die Vitamine vor dem Zerfall bewahrt. Trotzdem sollte man die gefrorenen Früchte direkt nach dem Auftauen verwenden. Einmal an der warmen Luft, gehen die wertvollen Antioxidantien schon innerhalb weniger Stunden und Tage verloren. Die Früchte dann erneut einzufrieren, bringt die verlorenen Stoffe nicht zurück. Auch die Gefahr der Keimbildung ist nach dem Auftauen besonders groß, sodass die Kühlkette nicht unterbrochen werden sollte. Achten sie außerdem auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Auch in der Tiefkühltruhe können Lebensmittel irgendwann verderben.

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