Kampf den Küchenkeimen

Küchenhygiene – diese Tipps sollten Sie beachten!

Ausgerechnet die Küche kann der ideale Platz für die Vermehrung von gesundheitsschädlichen Keimen und Bakterien sein. Falsche Lagerung und der unsachgemäße Umgang mit Lebensmitteln oder Küchenutensilien öffnen den Krankheitserregern Tür und Tor.

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Küche putzen

Regelmäßige Putzattacken reduzieren Keime und Bakterien in der Küche merklich.

Die Küche kann ein wahres Paradies für Keime und Krankheitserreger sein. Eingeschleppte Bakterien finden hier zahlreiche Orte, an denen sie sich ungehindert und unter Idealbedingungen vermehren können: Alte und selten gewaschene Spülschwämme, tiefe Risse im Schneidbrett und die Ablaufrinne im Kühlschrank sind bei mangelnder Küchenhygiene ideale Brutplätze für die Krankheitserreger.

Tipps zur Küchenhygiene

Das bedeutet nicht, dass die Küche jeden Tag vollständig mit einer Chlordusche desinfiziert werden muss, und selbst partielle Putzmüdigkeit führt nicht zwangsläufig zu Dauererkrankungen im Magen-Darm-Trakt. Andererseits haben nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in den vergangenen 25 Jahren Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen zugenommen.
Wenn also Nase und Augen Missstände in den eigenen vier Wänden erkennen, sollte man prophylaktisch die eigene Toleranzschwelle etwas senken und häufiger zum Putzlappen greifen: Grundsätzlich lässt sich das Risiko mit ein paar einfachen Mitteln relativ gut eindämmen. Die ausreichende und lückenlose Kühlung von Lebensmitteln, sorgfältige Körperhygiene und der regelmäßige Wechsel von Küchenutensilien wie Topfschwämmen oder Schwammtüchern sind schon erste und wichtige Schritte, um fiesen Bakterien den Aufenthalt in der Küche möglichst zu vergällen. Ein interessantes Ergebnis: Ein Jugend-forscht-Projekt fand heraus, dass Küchenschwämme nach etwa sechs Tagen ihr Maximum an Keimen erreichen. In Aufbewahrungsbehältern, die mit solch einem Schwamm gereinigt wurden, verdarben Lebensmittel dann deutlich schneller. Doch schon ein bis zwei Minuten in der Mikrowelle bei 800 Watt konnte die Keimzahl im Schwamm deutlich reduzieren – dazu muss der Schwamm vorher etwas angefeuchtet werden. Diesen und weitere Tipps für mehr Hygiene in der Küche finden Sie in der folgenden Bildergalerie.

Galerie: Küchenhygiene – diese Tipps sollten sie beachten!

Salmonellen als Krankheitserreger

83 Prozent aller bekannten lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüche werden durch Stäbchenbakterien oder toxinbildende Bakterien verursacht, führt die DGE in ihrem aktuellen Ernährungsbericht auf. Auf Salmonellen entfallen dabei wiederum mehr als drei Viertel der Erkrankungen. Neben den von Ärzten und Krankenhäusern gemeldeten und vom Robert-Koch-Institut erfassten Fällen gibt es aber eine große Dunkelziffer für weitere Erkrankungen mit denselben Ursachen. Salmonellen verursachen Gastroenteritis, also eine Magen-Darm-Entzündung, die als Magen-Darm-Grippe bekannt ist. Mit zum Teil schwerem Erbrechen und Durchfall kann dieser Krankheitsausbruch insbesondere für alte und geschwächte Menschen äußerst gefährlich werden und sogar zum Tod führen.
Die zweite größere Gruppe der ungebetenen Küchengäste sind toxinbildende Bakterien wie Staphylococcus aureus, Clostridium botulinum, Clostridium perfringens oder Bacillus cereus. Sie bilden ihre krankheitsauslösenden Gifte erst im Darm. Die Symptome stellen sich dann unter Umständen erst mit etwas Verzögerung ein. Daneben sind vereinzelt auch Bakterien wie Campylobacter oder EHEC, die 2011 in Deutschland zu einer wahren Epidemie geführt haben, für zum Teil schwere oder tödliche Infektionen verantwortlich. Das Motto lautet: Vorbeugen schützt

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Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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