Erst Herzhaftes, dann Süßes

Tristar RA-2996: Raclette mit Crêpe-Platte im Test

Nur Raclette reicht Ihnen nicht? Das Tristar RA-2996 ist zusätzlich mit einer Crêpe-Platte bestückt. eKitchen-Autor Philipp Weber hat getestet, was das Gerät leistet und welchen Mehrwert die Zusatzfunktion bietet.

Datum:
Tristar RA-2996

Tristar RA-2996: Mit seiner abgerundeten Form entspricht es dem Standard der meisten Raclette-Geräte. Acht Pfännchen finden Platz.

Da hat sich ein Franzose unter die Schweizer geschlichen: Das Tristar-Raclette RA-2996 bietet eine Crêpe-Funktion. Dank der runden Auslassung auf der Grillplatte ist es möglich, nach dem herzhaften Pfannenvergnügen einen leckeren Nachtisch zu zaubern. Mit einem Internetpreis von nur etwas mehr als 30 Euro ist das Gerät günstig. Ob es trotzdem beide Funktionen spielend beherrscht?

Crêpe per Raclette

Das Gerät ist handlich, das Gerät ist preiswert – diese Pluspunkte sammelt das Tristar schon mal vorweg. Aber warum Crêpe mit einem Raclette-Grill machen? Raclette und Crêpe gleichzeitig zubereiten hört sich für mich abenteuerlich an – also auf in das Experiment. Wie bei den allermeisten Raclette-Geräten erhitzt sich auch bei diesem die Grillplatte automatisch mit dem Starten des Gerätes. Meinen Pfannkuchenteig – bestehend aus Mehl, Salz, Zucker, Eiern, Milch und Wasser, Butter und einem Spritzer Cognac – habe ich schon eine Stunde zuvor hergestellt. Die Crêpe-Form reibe ich ganz dünn mit etwas Butter aus. Dann backe ich die Pfannkuchen goldgelb – und bin erstaunt. Die Zubereitung geht leichter von der Hand als erwartet. Meine Befürchtung, die Grillplatte könnte zu heiß geraten, bestätigt sich nicht. Dank der ordentlichen Beschichtung klebt der Teig auch nicht an. Ich backe mir noch einige weitere Pfannkuchen und kann dem Tristar RA-2996 bescheinigen: Crêpe-Test bestanden.
Tristar RA-2996 Crepe

Die Crêpe-Platte erfüllte ihren Dienst zufriedenstellend – wie die leckere Pfannkuchenrolle zeigt.

Raclette-Grundfunktion mit Schwächen

So positiv ich überrascht war, wie gut man mit dem Tristar-Raclette RA 2996 Crêpe zubereiten kann, so sehr enttäuscht mich seine Hauptfunktion. Es beginnt mit den fehlenden Raclette-Schabern und hört bei der Technik auf. Man darf für diesen Preis wohl nicht zu viel erwarten, das Tristar-Raclette ist kein Profi-Gerät. Trotzdem hadere ich bei meinen Testpfännchen mit der Hitzeverteilung. Gerade, wer schon einmal mit einem deutlich teureren Raclette von Spring oder Stöckli gebrutzelt hat, weiß, wovon ich spreche: Ober- und Unterhitze! Dadurch werden sowohl der Inhalt der Pfanne als auch der Käse gleichmäßig gegart. Bei einfachen Geräten, die nur eine Hitzespule (oben) besitzen – und das Tristar-Gerät gehört zu diesen – brennt der Käse an, bevor der Pfanneninhalt fertig ist. Da hilft mir auch der Temperaturregler des Geräts nicht: Die Hitzeverteilung bleibt ungleichmäßig.

Fazit

Der Raclette-Grill Tristar RA-2996 sticht mit seiner Grundfunktion aus der Masse der Raclette-Geräte, die es von Discountern, im Fachhandel und aus dem Internet gibt, nicht hervor. Bleibt die Crêpe-Platte, die im Test ihren Dienst erfüllte. Wirklich zwingend ist die Kombination aus kulinarischer Sicht allerdings nicht.

Tristar RA-2996 Raclette

Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.