Selfmade statt Supermarkt

Tofu selber machen: Leichter, als man denkt!

Wer seinen Tofu und seine Sojamilch nicht mehr über den klassischen Weg beziehen möchte, der kann die veganen Köstlichkeiten auch ganz einfach selbst herstellen. eKitchen gibt Tipps, wie dieses Vorhaben klappt.

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Soja und Tofu

Aus Sojabohnen wird Tofu gewonnen, der vielfältig weiterverarbeitet werden kann.

Tofu selbst herzustellen klingt viel komplizierter als es ist. Das Beste daran: Pflanzt und erntet man auch noch die Sojabohnen selbst, sind Tofu und Sojamilch garantiert gentechnikfrei. Die Zubereitung dieser beiden Lebensmittel ist zwar mit Aufwand verbunden. Doch mit der richtigen Technik, guten Zutaten und einer gewissen Eingewöhnungszeit stellt die eigene Tofu-Zubereitung auch einen großen Beitrag zum Umweltschutz dar. Wer nicht auf fertig verpackte Produkte zurückgreift, unterstützt weder den automobilen Transport der Zutaten zur Fabrik, noch die die maschinelle Herstellung innerhalb des Produktionsbetriebs. Beides ist zwangsläufig mit dem Ausstoßen von Schadstoffen verbunden, was bei der heimischen Herstellung von Tofu und Sojamilch nicht anfällt.

Tofu selber machen: So geht‘s

Zur Herstellung von Tofu benötigt man lediglich drei Zutaten: Sojabohnen, Wasser und Nigari. Dies ist ein traditionell aus Meerwasser gewonnenes Gerinnungsmittel, wodurch sich die Sojabohne mit dem Wasser verbindet. Das Mischverhältnis ist simpel: Auf 100 Gramm Sojabohnen kommt ein Liter Wasser sowie ein Teelöffel Nigari. Um die Konsistenz dem Tofu anzupassen, werden die Bohnen über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag püriert. Anschließend wird die Masse für etwa 15 Minuten gekocht und danach durch ein Baumwolltuch filtriert. Die Flüssigkeit, die durch diese Prozedur entsteht, ist Sojamilch und kann direkt getrunken werden. Um jedoch Tofu herzustellen, benötigt es einen weiteren Produktionsschritt. Die Sojamilch wird erneut unter Rühren auf 70 bis 80 Grad erhitzt. Durch die Zugabe von Nigari verdickt sich das Soja-Wasser-Gemisch und es bilden sich Tofu-Flocken. Nach 15 Minuten Wartezeit werden diese Flocken erneut abgefiltert und in eine geeignete Form gepresst. Ist der Tofu abgekühlt, wird er zur Aufbewahrung in kaltes Wasser gegeben. Hier hält er sich bei täglichem Wechsel des Wassers bis zu einer Woche und kann beliebig verarbeitet werden.

Was kostet mich das?

Wie viel Geld der Konsument für die Soja-Herstellung aufbringen muss, hängt von den Zutaten ab, die er verwenden möchte. Der Durchschnittspreis für fertig hergestellten Supermarkt-Tofu liegt bei etwa 1,99 Euro. Um Tofu oder Sojamilch selbst herzustellen, ist besonders die Anschaffung der Gerätschaften mit einmaligen Kosten verbunden. Dazu gehört der Kauf eines geeigneten Handmixers, um die Sojabohnen zur Genüge zu zerkleinern. Der Kochvorgang kann in herkömmlichen Töpfen erfolgen. Auch zum Pressen der Sojamasse reichen handelsübliche Plastikdosen aus. Die im Handel erhältliche Standardmenge Nigari beträgt etwa 500 Gramm und kostet im Durchschnitt zwischen 11 und 14 Euro. Für Sojabohnen zahlt man zwischen zwei und drei Euro pro Kilo.

Tofu weiterverarbeiten

Der selbst hergestellte Tofu kann genau so weiterverarbeitet werden wie Supermarkt-Tofu. Durch den Trend zur fleischfreien Ernährung wird das Angebot an Rezepten immer breiter. Tofu kann gekocht, gebraten oder roh verzehrt werden. Aufgrund seiner Geschmacksneutralität ist allerdings die richtige Würzung entscheidend. Da Tofu ein sehr guter Geschmacksträger ist, ist die weiße Masse jedoch so vielfältig einsetzbar, dass sie sowohl für herzhafte, als auch für süße Speisen verwendet werden kann.

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