Perfekter Milchschaum?

Severin SM 9685: Induktions-Milchaufschäumer im Test

Latte Macchiato oder Cappuccino brauchen Milchschaum! Zwar funktionieren auch batteriebetriebene oder manuelle Methoden, aber für eine größere Menge kann ein Induktionsgerät wie der Severin 9685 die bessere Wahl sein. ekitchen hat den Test gemacht.

Datum:
Severin SM 9685

Der Induktionsmilchaufschäumer Severin SM 9685 bietet bis zu 700 Milliliter Volumen und vier programmierte Temperaturstufen.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das Gerät ist einfach zu bedienen und bietet viele Möglichkeiten für den individuellen Milchschaum. Dank des großen Volumens in den Funktionen Aufschäumen und Erwärmen können auch mehr als zwei Kaffeespezialitäten gleichzeitig mit einer Milchhaube versehen werden. Das Betriebsgeräusch ist nicht störend und der Lüfternachlauf erträglich. Der produzierte Milchschaum ist von der Konsistenz her nicht zu beanstanden und sogar relativ fest. Allerdings dürfte das Verhältnis von Milch zu Schaum besser ausfallen. 50 Prozent Milch im Topf sind für meinen Geschmack etwas zu viel. Zumindest in dieser Testkonstellation nach Herstellerempfehlung ist das Ergebnis nicht mehr als knapp befriedigend. Mit anderen Milchsorten mag das besser ausfallen.

Pro

  • Variable Temperaturwahl
  • Viel Volumen
  • Fester Milchschaum
  • Auch für Kakao oder Kaffeespazialitäten geeignet

Kontra

  • Kurzes Kabel
  • Milchschaummenge teilweise unter 50%

Severin SM 9685

Mehr Volumen und vier vorgegebene Temperaturstufen hat der Milchaufschäumer SM 9685 von Severin im Vergleich zu seinem beliebten Vorgänger SM 9684 zu bieten. Mit rund 135 Euro ist der schicke Induktionsaufschäumer allerdings auch kein Schnäppchen. Das große Aufschäum- und Aufwärm-Volumen allerdings hebt das Gerät aus der Masse ab.

Das kann der Induktionsmilchaufschäumer SM 9685 von Severin

Per Induktion mit Lüfter überträgt das Gerät die Wärme über einen eleganten Edelstahlbehälter in die Milch. Der spülmaschinenfeste Topf mit wärmeisolierendem Kunststoffgriff lässt sich dabei beliebig auf die Basis stellen. An der Innenseite des Topfes finden sich zwei Markierungen, die zum einen den maximalen Füllstand für zu erwärmende (700 ml) und aufzuschäumende (350 ml) Milch angeben. Zusätzlich ist ein entsprechendes Symbol ausgedruckt, das auf den jeweiligen Rühreinsatz hinweist: Das glatte Rädchen rührt die Milch um, das geriffelte schäumt sie auf. Im doppelt gedichteten und damit sehr gut schließenden Deckel findet sich ein Drehverschluss, über den Sie beispielsweise Kakao- oder Espressopulver in die warme Milch einrieseln.

Galerie: Cool: Der Milchaufschäumer Severin SM 9685 mit Induktion

Die weiße und silberfarbene Gerätebasis ist mit einem zentralen Bedienelement für On/Off sowie die Temperaturwahl versehen. Hier wird die gewünschte Temperatur in den Schritten 45°C/55°C/60°C/65°C gewählt. Es gibt sogar eine Einstellung, in der kalte Milch aufgeschäumt wird. Nach Ende des gewählten Programms schaltet sich der Heizer automatisch aus.
An der Rückseite der Basis finden die beiden Rädchen in Aussparungen ihren Platz, an dem sie magnetisch gehalten werden. Das Kabel ist mit 75 Zentimetern recht kurz, mehr ließe sich aber auch schlecht im Gerätefuß aufwickeln.

So schäumt der Milchaufschäumer

Wie vom Hersteller empfohlen, verwende ich für die vier anstehenden Tests kalte H-Milch mit 1,5% Fettanteil.
Zuerst soll mir der Apparat kalten Milchschaum (z.B. für den kalten Latte macchiato oder Eiskaffee im Hochsommer) produzieren. Dafür gebe ich 250 ml Milch bis knapp unter die Markierung in den Topf, wähle die entsprechende Einstellung und drücke den Startknopf: Nach einer guten Minute in leisem Betrieb signalisieren drei kurze und ein langer Ton das Ende. Obwohl das Gerät nicht geheizt hat, springt der Lüfter für etliche Sekunden an. Das Ergebnis ist sehr gut, der Topf ist etwa zu zwei Dritteln mit Schaum gefüllt.
Jetzt möchte ich die maximal mögliche Menge von 350 ml bei 65°C aufschäumen: Gut 3,5 Minuten dauert das bei leisem Sirren. Das Ergebnis Schaum zu Milch ist mit einem Verhältnis von 50:50 nicht ganz so gut wie bei der kalten Milch. Die Temperatur stimmt.
Bei 55°C ist das Ergebnis sehr ähnlich: 50:50 bei passender Temperatur in 2,5 Minuten und um 700 ml Milch mit dem glatten Rädchen auf 65°C zu erwärmen braucht der Apparat ca. drei Minuten.
Der Lüfterlauf ist zwar nicht gerade leise, hält sich aber von der Zeit her in engen Grenzen. Schöner wäre es ohne, das ist aber bei dieser Technik wohl (noch) nicht möglich.

Galerie: Die beliebtesten Milchaufschäumer bei Amazon

Severin SM 9685

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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