Ausgezeichnete Grasfresser

Besiegeltes Wiesenglück: Milch von grasenden Kühen

Ein neues Siegel für Weidemilch sorgt für Klarheit im Kühlregal. Die Voraussetzung: Die Kühe grasen mindestens an jedem dritten Tag im Jahr auf einer Wiese.

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Pro Weideland Siegel

„Pro Weideland - Deutsche Weidecharta“ – das neue Siegel für Weidemilch.

Raus aus dem Stall, mehr auf die Wiese. Für dieses Credo steht das neue Label „Pro Weideland - Deutsche Weidecharta“. In den Supermärkten finden Verbraucher schon lange eine wachsende Anzahl von Weidemilch-Angeboten. Verbindliche Kriterien dafür, wann eine Milch dem Namen Weidemilch auch gerecht wird, gab es bisher nicht. So hüten viele Milchtüten nur Erzeugnisse von Kühen, die eine Mindestbeweidungsdauer von 120 Tagen mit jeweils 6 Stunden pro Tag im Grünen verbracht haben. Das neue Siegel mit der Kuh im grünen Kreis geht weit darüber hinaus.

Welche Milch verdient das „Pro-Weideland“-Siegel?

Hinter dem Siegel steckt ein gesunder Mix: ausreichend Platz, genfreies Futter und viel Zeit im Freien. So können sich Käufer der Pro-Weideland-Milch sicher sein, dass die Milch-gebenden Kühe mehr als 120 Tage im Jahr auf einer Weide verbracht haben - und zwar an diesen Tagen für nicht weniger als sechs Stunden. Ein weiteres Kriterium zur Teilnahme am Weidemilch-Label „Pro Weideland" ist die ganzjährige Bewegungsfreiheit. Pro Milchkuh müssen insgesamt 2.000 Quadratmeter Dauergrünland vorhanden sein, davon 1.000 Quadratmeter Grünland in Hofnähe für die Futtergewinnung. Neben dem selbsterzeugten Futter von Wiesen und Weiden bekommen die Kühe ausschließlich gentechnikfreies Futter. Außerdem sichern regelmäßige Kontrollen, dass "Pro Weideland"-Höfe für die Herstellung der Produkte ausschließlich Milch aus Weidehaltung verarbeiten. Lesen Sie hier unsere Ratgeber: Milch – Warum sie so wertvoll und gesund ist und Welche Milch eignet sich für guten Milchschaum?

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Mehr Transparenz im Kühlregal

Das neue Siegel sorgt für dreifachen Rückenwind – und stärkt das Wohl der Tiere, eine naturnahe Haltungsform und das Produkt Milch. Um die Weidehaltung wirtschaftlich attraktiv zu gestalten, erhalten die teilnehmenden Bauern für ihre Weidemilch fünf Cent mehr pro Liter. Taktgeber des Labels sind 20 Organisationen aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Umwelt-, Natur-, Verbraucher- und Tierschutzverbänden.

Startschuss im Norden

Pionier ist die Molkerei Ammerland, die einen Teil ihrer Milch als Weidemilch unter dem neuen Label bei der Supermarktkette Lidl auf den Markt gebracht hat. Weitere Molkereien aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie große Einzelhändler haben bereits Interesse an dem „Pro Weideland“-Siegel signalisiert.

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