Multi-Mikrowelle

Mit Automatik: Die Mikrowelle Medion MD 15501 im Test

Mit der Medion MD 15501 bietet der Hersteller eine große, edelstahl-schicke Mikrowelle mit besonderen Features an. Ob sie auch gut garen kann, hat ekitchen-Autor Gerald Sinschek getestet.

Datum:
Mikrowelle Medion_MD_15501

Als "4 in 1"-Gerät bezeichnet Medion seine MD15501 mit Heißluftfunktion, Ober- und Untergrill sowie Mikrowellen.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Mikrowelle Medion MD 15501 macht ihre Arbeit in den drei Küchenversuchen sehr gut. Dank Edelstahlgehäuse muss sie sich nicht verstecken, viele andere Geräte mit Kunststoffkorpus sehen deutlich weniger gut aus. Die zehn Automatikprogramme vereinfachen den Betrieb für weniger geübte Nutzer und führen im Test zu guten Ergebnissen. Für aktuell knapp 90 Euro ist die Mikrowelle sehr günstig. Aber auch sehr schwer und groß.

Pro

  • Schickes Design
  • Großer Garraum
  • Einfache Bedienung
  • Gut funktionierende Automatikprogramme
  • Günstiger Preis

Kontra

  • Etwas laut
  • Sehr üppige Abmessungen

Medion MD 15501

Ich kenne kaum eine Küche ohne Mikrowelle. Um schnell mal das Essen vom Vortag aufzuwärmen oder in der kalten Jahreszeit einen Becher Kakao für einen Lumumba zu erhitzen, ist die Standard-Mikrowelle im Vergleich zur Hantiererei mit Töpfen und Pfannen auf dem Herd unschlagbar. Moderne Geräte können sogar noch viel mehr, wie die Mikrowelle Medion MD 15501 (89,95 Euro) mit sehr großem Garraum beweist. Der Hersteller hat den normalen Funktionsumfang deutlich erweitert und zahlreiche Gar-Programme entwickelt.

Automatikprogramme der Medion MD 15501

Gesteuert wird das Gerät mit einem übersichtlichen Bedienfeld mit sechs gut gekennzeichneten Tasten und einem Drehknopf, mit dem sich durch die Menüs scrollen lässt. Die gewählten Einstellungen wie Garzeit, Leistung, Betriebszustand und Uhrzeit/Timer sind in einem großen Display zu sehen. Neben dem herkömmlichen Mikrowellenbetrieb gart die Medion MD 15501 Gerichte auch mit Heißluft sowie Grillstäben oben und unten im Garraum. Die verschiedenen Betriebsarten lassen sich kombinieren.
Zehn verschiedene Programme haben die Medion-Techniker entwickelt, vor deren Start lediglich die Menge manuell gewählt wird: A-1 Getränke, A-2 Nudeln, A-3 Gefrorene Pizza, A-4 Gemüse, A-5 Kartoffeln, A-6 Erhitzen, A-7 Frische Pizza, A-8 Hähnchen, A-9 Kartoffelgratin, A-10 Frikadellen. Dabei sind je nach gewählter Einstellung entweder nur die Mikrowelle oder zusätzlich Grill und Heißluft aktiv. Bei Grillprogrammen wie etwa für Hühnchen, ertönt nach der halben Garzeit ein Signal zum wenden. So werden die Stücke gleichmäßig gebräunt.
Neben den Automatikprogrammen stehen für versierte Mikrowellen-Nutzer natürlich manuelle Justiermöglichkeiten zur Verfügung. So lässt sich die Mikrowellenenergie zum Bespiel in 10 Stufen ab 90 Watt bis zum Maximum wählen und die längste Koch-/Garzeit von bis zu 95 Minuten je nach Dauer in Schritten von 5 Sekunden bis zu 5 Minuten einstellen. Die Auftaufunktion wird über die Zeit oder das Gewicht gesteuert.

Galerie: Mikrowelle mit Automatik: Die Medion MD 15501 im Test

Ein paar technische Daten

Platz benötigt die Mikrowelle in der Küche. Und zwar eine Menge. Der vergleichsweise sehr große Garraum von 25 Litern bringt üppige Abmessungen mit sich: 52 x 30 x 49 Zentimeter plus die üblichen Sicherheitsabstände müssen gegeben sein. Soll die Mikrowelle auf einem Konsolenregal platziert werden, fassen die Dübel hoffentlich sehr gut – 18,1 Kilogramm wiegt das Makro-Gerät. Die Nennleistung der Mikrowelle liegt bei 1.500 Watt, der Obergrill feuert mit 1.100 Watt, der untere gibt nochmal 500 Watt dazu. Im Heißluftbetrieb verheizt das Gerät satte 2.500 Watt. Ein antihaftbeschichteter Drehteller sowie ein Grillrost gehören zum Lieferumfang.

Test

Drei Speisen soll die Mikrowelle zubereiten: Gegrilltes Hühnerbrustfilet, eine gefrorene Aufbackpizza und ein heißes Getränk.
Das Automatikprogramm 8 für Huhn (startet bei 800 g) passt wegen des geringen Gewichtes der drei Teile Huhn (550 g) nicht, hier muss ich also manuell justieren. Ich entscheide mich für fünf Minuten auf „P90“, der zweitstärksten Mikrowellen-Leistung sowie einen anschließenden Obergrill-Durchgang von vier Minuten. Passt perfekt. Das Huhn ist saftig gar und schön gebräunt.
Für ein Glas Milch (200 ml) wähle ich das entsprechende Programm: Nach wenigen Sekunden dampft die Milch und hat gute 70°C. Auch gut!
Jetzt ist Mittagszeit: Eine Tiefkühl-Pizza aus der Mikrowelle? Ich bin gespannt! Das Pizzaprogramm A-3 ist perfekt programmiert. Die Pizza ist nach 12 Minuten heiß und genau richtig gebräunt. Hier entfällt im Gegensatz zur Ofenbackerei die lange Aufwärmphase, ich habe viel Zeit gespart!
Im Betrieb ist die Mikrowelle allerdings gut zu hören.

Fazit

Die Mikrowelle Medion MD 15501 macht ihre Arbeit in den drei Küchenversuchen sehr gut. Dank Edelstahlgehäuse muss sie sich nicht verstecken, viele andere Geräte mit Kunststoffkorpus sehen deutlich weniger gut aus. Die zehn Automatikprogramme vereinfachen den Betrieb für weniger geübte Nutzer und führen im Test zu guten Ergebnissen. Für aktuell knapp 90 Euro ist die Mikrowelle günstig. Aber auch schwer und groß.

Medion MD 15501

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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