McCain Minuten Frites

Pommes aus der Mikrowelle – das soll funktionieren!?

Pommes aus der Mikrowelle? Da ist Skepsis angebracht. eKitchen hat die Minuten Frites von McCain schon vor dem Marktstart probiert und verrät, wie sie schmecken und was das Geheimnis ist.

Datum:
McCain Minuten Frites

So sieht sie aus, die Verpackung, die für eine satte Zeitersparnis bei der Zubereitung von Pommes sorgen soll. Und sie ist unerlässlich.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Es funktioniert tatsächlich und dem Vernehmen nach war es nicht gerade einfach. Wer über den Preis und die üppige Verpackung hinwegsieht, kommt in wenigen Minuten zu knusprigen Pommes, die sonst erst nach einer halben Stunde aus dem Backofen kommen. Vielleicht genau richtig, um die Wartezeit auf die dicke Familienportion aus dem Ofen zu überstehen.

Pro

  • Tatsächlich knusprige Pommes
  • Schnelle Zubereitung
  • Keine chemischen Zusätze

Kontra

  • Viel Verpackung und nimmt damit auch recht viel Platz im Gefrierfach weg
  • Teures Vergnügen
Kartoffelgigant McCain lud zur Präsentation eines neuen Produktes – Pommes. Also eigentlich ging es eher um ein bekanntes Produkt mit einer neuen Zubereitungsart. Denn anstatt eines Backofens, eines hippen Airfryers oder einer brodelnen Fritteuse stand nur eine betagte Mikrowelle bereit. Ob das wohl was wird? Wer hat schon Lust auf wabbelige, gekochte Pommes? Es kam zum Glück anders.

McCain Minuten Frites: Pommes aus der „Mikro“

Mikrowellen-Pommes sind keine Weltneuheit, in Deutschland fristen sie aber ein Nischen-Dasein. Kaum jemand kennt sie und laut McCain waren sie bisher auch nicht besonders gut. In die Kartoffelstangen und die Verpackung floss viel Know-how, damit die Pommes so werden wie gewünscht. Sie unterscheiden sich nicht grundlegend von normalen Pommes. Es gibt keine chemischen Zusätze, aber mehr Fett. Sie sind länger vorfrittiert. Die Verpackung besorgt den Rest.
McCain Minuten Frites

Auf der Rückseite steht, wie es geht.

Die Zubereitung

Wer den Deckel abreißt und die Schachtel einfach in die Mikrowelle stellt, hat schon den ersten Fehler gemacht. Wie immer gilt: Es ist einfach, wenn man nur weiß, wie. Den perforierten Deckel zu entfernen, ist schon richtig, aber dann heißt es, kurz die Pommes so anzuordnen, dass sie neben- und nicht übereinander liegen. Dann kommt der Deckel wieder drauf und zwar so, dass er die Pommes berührt. Genau hier liegt der Trick: Deckel und Schale verfügen über eine Kontaktfläche, die dafür sorgt, dass die Pommes auch wirklich knusprig werden. Damit es genügend Kontaktfläche gibt, sieht es beim Öffnen der Packung auch so aus, als hätte man es mit einer Mogelpackung zu tun, die noch mehr Inhalt vertragen könnte. Die Dimensionierung der Verpackung ist also der Zubereitung geschuldet. Bei einer 700-Watt-Mikrowelle dauert es dann 4,5 Minuten. Verglichen mit 30 Minuten, die man mit Vorheizen ungefähr im Backofen braucht, deutlich schneller. Man ist im Prinzip fertig, bevor der Backofen überhaupt aufgeheizt wäre.

Knuspert’s? Der Geschmackstest

Große Versprechungen und Hightech-Verpackung interessieren aber niemanden. Letztlich muss es schmecken. Der erste Bissen zerstreut die Skepsis. Diese Pommes kommen knusprig und angebräunt aus der Mikrowelle und müssen sich geschmacklich und von der Textur her nicht hinter Backofen-Pommes verstecken. McCain-typisch sind die Pommes gesalzen, aber moderat. Soll heißen: Wer es gern salzig hat, kann einfach nachstreuen. Umgekehrt wäre es schon schwieriger. Und wie ihr Backofen-Pendant werden die Minuten Frites hart, wenn sie abkühlen.
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Was ist drin?

Dieses Kapitel ist erfreulich schnell abgehandelt. Typische Pommes bestehen aus Kartoffeln, Fett und Salz. Die Minuten Frites auch, genauer: 89,5 % Kartoffeln, 9 % Sonnenblumenöl, Salz und getrocknete Kartoffeln. Die Mikrowellen-Pommes sind länger vorfrittiert und haben mehr Fett, nämlich 9 Gramm anstatt 5 Gramm (pro 100 Gramm Tiefkühlprodukt). Entsprechend haben 100 Gramm Minuten Frites auch 253 anstatt 153 kcal und die ganze 140-Gramm-Packung schlägt mit 329 kcal und 12,5 Gramm Fett zu Buche. Trotzdem gehören die Pommes nicht zu den Fettbomben, zu denen sie manche zählen. Zum Vergleich: 100 Gramm Pommes von McDonalds haben 15 Gramm Fett und 299 kcal.

Was kosten die Turbo-Pommes?

Die McCain Tiefkühl-Minuten-Frites kommen im Doppelpack von 2x140 Gramm und kosten 2,29-2,39 Euro (UVP). 100 Gramm kosten also 82 Cent. Wer gerade seinen 750-Gramm-Beutel 1•2•3 Frites Original für 1,79 Euro im Gefrierfach verstaut, hat 24 Cent pro 100 Gramm bezahlt. Schnelle Pommes sind wie schnelle Autos: teuer. Ab Oktober 2016 sollen die Minuten Frites im Supermarkt neben den normalen Pommes bei den Tiefkühlprodukten liegen.

Galerie: Beliebte Mikrowellen in der Übersicht

Michael Huch

von

Redakteur und Content Manager, interessiert sich für Technik und mag Dinge, die den Alltag erleichtern. Egal ob unterwegs, im Garten oder der Küche.

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