Mit dem richtigen Dreh

So gelingt Ihnen das perfekte pochierte Ei

Ein Ei zu pochieren, es also ohne Schale zu kochen, gehört zur höheren Stufe der Kochkunst. Mit ein paar Tricks klappt es ganz einfach.

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Perfekt pochiertes Ei

Pochiertes Ei legen Sie auf Toast, auf den Salat oder Sie essen es einfach pur.

Außen kompakt, aber weich, innen heiß und, wenn man es anschneidet, läuft das flüssige Eigelb heraus – so soll das perfekte pochierte Ei aussehen. Das Ei im Schlafrock, wie es auch heißt, verfeinert jedes Frühstück, passt auf Salat oder auf ein Sandwich. Allerdings sind schon viele Köche daran gescheitert. Nicht ohne Grund gehört das Kochen des Eis ohne Schale zu den schwierigeren Übungen der Kochkunst. Schon viele Eier sind im Topf mit siedenden Wasser, statt sich zu einer weichen wohlschmeckenden Kugel auszuwachsen, zu einer Eiersuppe zerstoben. Wer so ein enttäuschendes Ergebnis ein paarmal hintereinander erzielt, der lässt in Zukunft die Finger davon. Schade, denn mit folgenden Tricks, gelingen pochierte Eier leicht.

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Voraussetzung ist absolute Frische

Egal mit welcher Technik der Koch vorgeht, eines der Geheimnisse von perfekt pochierten Eiern ist, dass sie absolut frisch sind. Nur ganz frische Eier haben ein so dickflüssiges Eiweiß, dass es sich nicht sofort verteilt, wenn es ins kochende Wasser eintaucht.

Trick Nummer 1: Pochieren im Topf

Die Eier zuerst einzeln in Kaffeetassen aufschlagen. In einen Topf so viel Wasser füllen, dass das gesamte Ei nachher damit bedeckt ist. Das ist in etwa eine Handbreit. Das Wasser zum Kochen bringen, dann einen Schuss Essig hinzugeben. Damit ist es soweit abgekühlt, dass es noch kurz vor dem Simmern ist. Jetzt kräftig mit einem Kochlöffel in eine Richtung umrühren, so dass im Topf ein Strudel entsteht. Das Ei aus der Tasse in die Mitte des Strudels gleiten lassen. Er sorgt dafür, dass das Eiweiß zusammenhält und sich um das Eigelb legt. Dann das Ei nach zwei bis vier Minuten, je nachdem wie flüssig es noch sein soll, mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser fischen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Dann servieren.
Wenn das Pochieren mit der klassischen Methode partout nicht funktioniert, helfen ein paar Alternativen.

Trick Nummer 2: Pochieren in Frischhaltefolie

Eine Tasse mit Frischhaltefolie auskleiden, so dass die Folie etwa fünf Zentimeter übersteht. Das Ei hineingeben, Folie zu einem Päckchen formen und zubinden. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, das Päckchen in den Topf setzen und fünf bis sieben Minuten garen lassen.

Trick Nummer 3: Pochieren in der Muffinform

Diese Art des Pochierens in der Muffinform geht ganz einfach und bringt den Vorteil, dass gleich ein Dutzend Eier auf einmal garen. In jede Mulde der Muffinform einen Esslöffel Wasser geben. Je ein Ei hineinschlagen. Circa 15 Minuten bei 180 Grad im Backofen garen.

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Trick Nummer 4: Pochieren in der Mikrowelle

Eine mikrowellengeeignete Form, z. B. eine Tasse, zu zwei Dritteln mit warmem Wasser füllen. Ei aufschlagen und hineingleiten lassen. Die Form für 45 Sekunden bei 750 Watt in die Mikrowelle geben. Fertig pochiertes Ei herausholen, abtropfen und servieren.

Mikrowellen

Katrin Hoerner

von

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