Vorsicht bei alten Tellern

Mikrowellengeschirr: Worauf Sie bei Porzellan, Kunststoff & Co. achten müssen

Mikrowellengeschirr gibt es in allen möglichen Formen und Größen. Doch müssen Sie für die Zubereitung von Speisen in der Mikrowelle nicht unbedingt spezielles Geschirr kaufen. In den meisten Haushalten gibt es schon passende Teller und Schüsseln.

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Mikrowellengeschirr: Worauf Sie bei Porzellan, Kunststoff & Co. achten müssen

Nur Teller ohne Metallrand gehören in die Mikrowelle. Was es bei Mikrowellengeschirr noch zu beachten gibt, lesen Sie hier.

Spezielles Mikrowellengeschirr besteht in der Regel aus hitzeresistenten und lebensmittelechten Kunststoffen. Sie halten teils Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius aus und haben geschmacklich wie geruchlich keine Wirkung auf Lebensmittel. Oft lassen sich entsprechende Schüsseln auch zum Einfrieren oder mit Deckel zum Transport von Suppen und dergleichen nutzen. Doch wer einfach nur etwas in der Mikrowelle warm machen möchte, kann in der Regel auf vorhandenes Geschirr zurückgreifen – wenn es ein paar Voraussetzungen erfüllt.

Mikrowelle bewegt Wassermoleküle

Welches Geschirr sich eignet und welches nicht, hängt mit der Funktionsweise der Mikrowelle zusammen. Eine Mikrowelle erhitzt Essen nicht durch die Umwandlung von elektrischer in thermische Energie wie etwa ein Backofen. Stattdessen erzeugt sie elektromagnetische Wellen, welche Wassermoleküle im Innern in rasend schnelle Bewegung versetzen. Durch die Reibung der Moleküle aneinander entsteht Hitze.

Risse im Geschirr sind ein Problem

Eine Mikrowelle unterscheidet natürlich nicht zwischen Lebensmitteln und Geschirr. Alles, was auch nur ein bisschen Feuchtigkeit enthält, heizt schnell auf. Das gilt für Porzellan mit kleinen Rissen, durch die Wasser eingedrungen ist, genauso wie für Steingut oder Keramik mit grobporigen Oberflächen. Stellt man solches Geschirr in die Mikrowelle, können sich größere Risse bilden oder Teile abplatzen. Besonders ältere Teller und Schüsseln mit den üblichen Gebrauchsspuren sind davon betroffen. Allerdings gibt es auch Keramiktöpfe mit einer speziellen Beschichtung, die ausdrücklich für die Mikrowelle geeignet sind. Zu erkennen sind sie an einem entsprechenden Aufdruck an der Unterseite.

Plastikgeschirr nicht wahllos in die Mikrowelle

Glasbehälter sind in der Regel kein Problem. Nur wenn es zu lange in der Mikrowelle steht, kann das Glas aufgrund der zu hohen Temperatur springen. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift auf als hitzebeständig gekennzeichnetes Glasgeschirr speziell für die Mikrowelle zurück. Auf eine Kennzeichnung sollten Sie auch achten, wenn Sie Kunststoffbehälter zum Aufwärmen nutzen. Diese tragen ein entsprechendes Symbol oder eine Aufschrift, verformen sich selbst bei hohen Temperaturen nicht und nehmen beim Aufwärmen keinen Einfluss auf Geschmack und Geruch der Lebensmittel.

Auf Metall verzichten

Tabu sind Edelstahltöpfe, Aluminiumschalen und alle anderen Behälter aus Metall. Zum einen schirmen sie die Mikrowellenstrahlung ab, sodass sich das Essen nicht beziehungsweise langsamer erwärmt. Zum anderen können Lichtblitze oder Spannungsbögen in der Mikrowelle entstehen, die das Geschirr und die Mikrowelle beschädigen. Aus diesem Grund ist selbst Porzellangeschirr mit Goldkante oder anderem Metalldekor ungeeignet für die Mikrowelle.

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